Montag, 18. November 2019

Börse Dax schließt knapp unter 12.800 Punkten

Börse in Frankfurt
picture alliance / Frank Rumpenh
Börse in Frankfurt

Dax-Anleger setzen auf eine Fristverlängerung im Brexit-Krimi und kommen im späten Handel zurück. Dank fester Kurse an der Wall schließt der deutsche Leitindex nach einem volatilen Handelstag knapp unter der Marke von 12.800 Punkten. Technologieaktien zählen nach schwachen Zahlen von Texas Instruments zu den Verlierern. Bayer, Covestro und Daimler zu den größten Gewinnern im Dax.

Eine sich abzeichnende Fristverlängerung zugunsten eines geregelten Brexits und feste Kurse an der New Yorker Börse haben den den Dax Börsen-Chart zeigen am Mittwoch vorübergehend auf den höchsten Stand seit Juli 2018 getrieben. Mit einem Plus von 0,34 Prozent auf 12.798 Zähler ging der deutsche Leitindex schließlich aus dem Tag. Der MDax Börsen-Chart zeigen für mittelgroße Werte verlor 0,26 Prozent auf 26.177 Punkte. Zum Handelsschluss in Deutschland notierte der Dow Jones Börsen-Chart zeigen mit 0,2 Prozent im Plus bei 26.855 Punkten.

Nach der jüngsten Wende im Brexit-Drama stellen sich die Investoren zunehmend auf eine erneute Verschiebung ein. Nach dem Nein des Parlaments in London zu seinem ehrgeizigen Zeitplan zog Premierminister Boris Johnson seinen Gesetzesentwurf für den Austritt am 31. Oktober zurück. "Der Brexit-Ball liegt nun wieder bei der EU, welche über die genaue Ausgestaltung der bereits beantragten Verlängerung entscheiden muss", sagte BayernLB-Analyst Manuel Andersch.

Brexit-Wirrwarr - britisches Pfund fällt wieder

Viele Pfund-Anleger, die in den vergangenen Wochen vermehrt auf einen geregelten Brexit gesetzt hatten, zogen sich am Mittwoch zurück. Die britische Devise stagnierte bei 1,2885 Dollar. Viele Optimisten müssten sich eingestehen, dass die Hoffnungen auf ein Happy End in der kommenden Woche nun begraben werden müssten, sagte Commerzbank-Analystin Antje Praefcke. Anleger griffen vermehrt zur "Antikrisen-Währung" Gold. Das Edelmetall verteuerte sich um 0,3 Prozent auf 1492 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm).

Goldpreis steigt, trübe Stimmung im Technologie-Sektor

Anleger griffen vermehrt zur "Antikrisen-Währung" Gold. Das Edelmetall verteuerte sich um 0,3 Prozent auf 1491 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Begehrt waren zudem deutsche und Schweizer Staatsanleihen. Dies drückte die Renditen der jeweiligen zehnjährigen Titel auf bis zu minus 0,405 und minus 0,619 Prozent.

Technologiewerte gerieten nach enttäuschenden Zahlen von Texas Instruments Börsen-Chart zeigenunter Druck. Für das laufende Quartal warnte der US-Chiphersteller vor einem Ergebnis deutlich unter Markterwartungen. Das komme zwar nicht völlig überraschend, belaste aber die Stimmung im gesamten Sektor, sagte ein Börsianer. Der europäische Branchenindex verlor ein halbes Prozent. Infineon Börsen-Chart zeigen und STMicro büßten bis zu 2,8 Prozent ein konnten ihre Verluste zum Handelsschluss aber reduzieren. Die Titel von Texas Instruments Börsen-Chart zeigen lagen in New York 6,5 Prozent im Minus.

Aktien von Carl Zeiss Meditec Börsen-Chart zeigen brachen um 8,8 Prozent ein. Der Medizintechnikkonzern erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018/19 eine niedrigere operative Umsatzrendite als noch vor kurzem angekündigt.

Der Saatguthersteller KWS Saat Börsen-Chart zeigen indes überzeugte die Anleger mit seinen vorläufigen Jahreseckzahlen und seinem Ausblick auf die weitere Geschäftsentwicklung. Die Aktien sprangen mit plus 3,8 Prozent an die Spitze im Kleinwerteindex SDax.

Ansonsten sorgten Analystenkommentare für Bewegung. Die Papiere des Kunststoffspezialisten Covestro Börsen-Chart zeigen gewannen 1,7 Prozent und bildeten mit den Aktien von Bayer Börsen-Chart zeigen (plus 2,46 Prozent) die Spitzenreiter im Dax.

Die Anteile des Spezialverpackungsherstellers Gerresheimer Börsen-Chart zeigen eroberten mit plus 3,3 Prozent die MDax-Spitze. Um 2,3 Prozent abwärts ging es dagegen für die Papiere von Koenig & Bauer Börsen-Chart zeigen.


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Peugeot-Aktien geben Gas - Bitcoin bricht ein

An der Börse in Paris kletterten die Aktien von Peugeot Börsen-Chart zeigenum 3,2 Prozent und waren damit so teuer wie seit sechs Monaten nicht mehr. Der französische Autobauer trotzte dank gesunkener Kosten und dem Verkauf profitabler Stadtgeländewagen der Autokrise und steigerte den Umsatz im dritten Quartal. Titel anderer Autobauer wie Daimler Börsen-Chart zeigen und Volkswagen Börsen-Chart zeigen legten bis zu 1,5 Prozent zu.

Einen Kursrutsch gab es bei Bitcoin Börsen-Chart zeigen : Die älteste und wichtigste Cyber-Devise verbilligte sich um mehr als 7 Prozent auf 7412 Dollar. Das war der tiefste Stand seit Mai. Es sei schwer, fundamentale Gründe auszumachen, sagte Experte Neil Wilson von Markets.Com. Natürlich könne man leicht einen Zusammenhang mit der Anhörung von Facebook-Chef Mark Zuckerberg vor dem US-Kongress über seine Pläne für die Digitalwährung "Libra" herstellen. "Eine solche Schlussfolgerung erscheint jedoch recht dürftig", sagte Wilson. Wahrscheinlicher seien charttechnische Gründe.

Lange Gesichter gab es auch bei den Bierbrauern. Der Weltmarktzweite Heineken Börsen-Chart zeigenengte seine Gewinnprognose auf den unteren Rand der angepeilten Spanne ein. Die Aktien verloren in Amsterdam 2,9 Prozent. Die Papiere der Konkurrenten Anheuser-Busch und Carlsberg gaben bis zu 1,6 Prozent nach.

mit Nachrichtenagenturen

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