Montag, 14. Oktober 2019

Dax schließt mit Verlusten Coba-Aktie verliert 7,5 Prozent

Der Dax schließt am Montag rund 1 Prozent schwächer aber über der Marke von 12.300 Punkten. Aktien der Lufthansa profitieren von der Pleite des britischen Reisekonzerns Thomas Cook. Deutsche Bank und Commerzbank stehen dagegen auf den Verkaufslisten.

Am deutschen Aktienmarkt ist es zu Wochenbeginn deutlich bergab gegangen. Enttäuschende Wirtschaftsdaten aus Europa sowie ein Dämpfer in den Handelsgesprächen zwischen den USA und China drückten am Montag auf die Stimmung. Der Dax Börsen-Chart zeigen büßte letztlich 1,01 Prozent auf 12.342 Punkte ein.

Im Tagesverlauf war er sogar unter die Marke von 12.300 Punkten gefallen. Der MDax Börsen-Chart zeigen , in dem sich Deutschlands mittelgroße Börsenunternehmen versammeln, schloss am Montag 1,18 Prozent im Minus bei 25.992 Punkten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 Börsen-Chart zeigen sank um 0,96 Prozent auf 3536,97 Zähler. Die nationalen Indizes in Paris und London gaben ebenfalls nach.

Der anhaltende Handelsstreit zwischen den USA und China hat auch die Anleger an der Wall Street zum Wochenauftakt vorsichtig gestimmt. Auf die Kauflaune drückte weiterhin der überraschende Abbruch des USA-Besuchs der chinesischen Delegation vom Freitag - auch wenn beide Seiten anschließend die Gespräche als "produktiv" und "konstruktiv" beschrieben haben. "Auch wenn die Chancen für ein umfassendes Abkommen ziemlich gering sind, hoffen die Leute auf irgendeine Einigung, mit der die Eskalation des Handelskrieges gestoppt werden kann", sagte Scott Brown, Chefvolkswirt beim Finanzdienstleister Raymond James.

Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen pendelte zum Handelsschluss in Europa um seinen Freitagsschluss bei etwa 26.940 Punkten Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,2 Prozent auf 2985 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank um 0,1 Prozent auf 8110 Punkte.

Zollausnahmen kamen dem iPhone-Hersteller Apple Börsen-Chart zeigen zugute: Die Aktien legten 0,6 Prozent zu. Die US-Behörden genehmigten zehn von 15 beantragten Ausnahmen für Computerteile. Apple stellt seine Mac Pro-Rechner in Texas her, bezieht aber viele Teile dafür aus China.

Besonders schwer wogen am Markt die jüngsten Stimmungsindikatoren aus der Industrie vor allem in Deutschland, wo sich der Einkaufsmanagerindex deutlicher als erwartet von der Expansionsschwelle von 50 Punkten entfernte. Laut der BayernLB ist das Stimmungsbild, das der Indikator wieder gibt, so schlecht wie zuletzt in der Finanzkrise. "Der Gegenwind für die Konjunktur in Deutschland bläst immer stärker", so Volkswirt Stefan Kipar von der bayerischen Landesbank.

Dax: Lufthansa und RWE gegen den Trend, Deutsche Bank unter Druck

Im Dax behaupteten sich nur wenige Aktien im Plus, darunter die knapp 1 Prozent festeren Papiere der Lufthansa Börsen-Chart zeigen. Analyst David Perry von der US-Bank JPMorgan sieht Fluglinien als Profiteure der Insolvenz von Thomas Cook. Titel von RWE Börsen-Chart zeigen legten als Spitzenreiter im Leitindex um nahezu 1,5 Prozent zu. Die Commerzbank rät nach dem Klimapaket der Bundesregierung mittlerweile zum Kauf der Aktie.

Dagegen verloren die Aktien der Deutschen Bank Börsen-Chart zeigen und der Commerzbank im sehr schwachen Branchenumfeld 3,5 beziehungsweise knapp 7,5 Prozent. Die beiden Häuser leiden ebenso wie die Konkurrenz unter den jüngsten Signalen wichtiger Notenbanken für eine noch lockerere Geldpolitik.

Im Nebenwerte-Index SDax rauschten Adler Real Estate Börsen-Chart zeigen bis auf 9,68 Euro in die Tiefe, was den niedrigsten Stand seit dem Jahr 2015 bedeutete. Zum Handelsende stand ein Minus von 13,5 Prozent auf 10,12 Euro zu Buche. Der Immobilienkonzern übernimmt den israelischen Konkurrenten Ado Group komplett und wird dadurch Großaktionär bei dessen Tochter Ado Properties.


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Eine Übernahme gibt es im Immobiliensektor auch von Vonovia Börsen-Chart zeigen. Der Immobilienkonzern stärkt sein Geschäft in Schweden mit einem Milliardenzukauf. Hier blieben die Anleger von einem Kursrutsch aber weitgehend verschont, mit einem Minus von 0,8 Prozent lagen die Papiere im Mittelfeld des Dax.

Schwer mit mehr als 6 Prozent unter Druck gerieten noch die Aktien von K+S Börsen-Chart zeigenim MDax. Nachdem es von Warburg Research und Pareto am Montag gleich zwei gestrichene Kaufempfehlungen gab, waren die Aktien des Kali- und Salzförderers so günstig zu haben wie zuletzt 2006.

Bei Deutz Börsen-Chart zeigen trübte eine gesenkte Margenprognose die Stimmung: Die Titel des Motorenherstellers sackten im SDax um mehr als 8,5 Prozent ab.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,51 Prozent am Freitag auf minus 0,57 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,24 Prozent auf 146,05 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,33 Prozent auf 174,38 Zähler. Der Euro sank angesichts der schwachen europäischen Wirtschaftsdaten auf 1,0991 US-Dollar. Den Referenzkurs hatte die Europäische Zentralbank (EZB) auf 1,0985 (Freitag: 1,1030) Dollar festgesetzt.

mit Nachrichtenagenturen

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