Freitag, 18. Oktober 2019

Börse Dow Jones steigt weiter, Dax pausiert

Zinssenkung erwartet: Fed-Chef Jerome Powell
Kiichiro Sato / AP
Zinssenkung erwartet: Fed-Chef Jerome Powell

Der Dax nähert sich wieder der Marke von 12.500 Punkten. Vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve ist vor allem die Aktie der Deutschen Telekom gefragt. In den USA legt der Dow Jones weiter zu, während der Tech-Index Nasdaq von Gewinnmitnahmen gedrückt wird.

Eine ereignisreiche Woche steht bevor, und der Dax Börsen-Chart zeigen bewegt sich kaum: Der Dax notierte am Montag zum Schluss des Xetra-Handels (17.30 Uhr) praktisch unverändert bei 12.418 Punkten. Zu den wenigen Gewinnern gehörten die Aktien von Fresenius Börsen-Chart zeigen, Vonovia Börsen-Chart zeigen und der Deutschen Telekom Börsen-Chart zeigen: Die US-Regierung hatte am Freitag der Fusion von T-Mobile US und Sprint zugestimmt.

Vor dem weiteren Verlauf der Berichtssaison, dem Zinsentscheid in den USA am Mittwoch und weiteren Gesprächen zwischen den USA und China im Handelsstreit halten sich die Anleger jedoch bedeckt. Am Mittwoch wird eine Zinssenkung in den USA erwartet - die erste seit mehr als 10 Jahren.

In den kommenden Tagen stehen außerdem die Quartalsergebnisse etlicher Dax-Schwergewichte auf der Agenda, ab Dienstag wird eine US-Delegation um den Handelsbeauftragten Robert Lighthizer in China zu erneuten Gesprächen im Handelsstreit erwartet und am Mittwoch rückt die US-Notenbank Fed in den Mittelpunkt.

Mit der Fed könnten nach der EZB in der Vorwoche weiterhin Notenbanken den Ton an den Börsen angeben. Börsianer rechnen fest damit, dass die Fed am Mittwoch die Leitzinsen um 25 Basispunkte senken wird. Wichtig dürfte daher vor allem der Ausblick auf die weitere Geldpolitik sein. Fed-Kritiker Donald Trump drängt die Fed unterdessen weiter zu einer großen Zinssenkung um 50 Basispunkte - doch eine solche Hilfe im Wahlkampf durch die unabhängige Fed gilt als unwahrscheinlich.

Dow Jones klettert weiter, Nasdaq im Minus

Die Anleger an der Wall Street haben wenige Tage vor dem Zinsentscheid der amerikanischen Notenbank Fed überwiegend Gewinne mitgenommen. Kursbewegende Unternehmensnachrichten waren am Montag noch dünn gesät.

Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen setzte mit einemPlus von 0,2 Prozent auf 27 230 Punkte seinen Aufwärtstrend fort. Vor allem die Konzerne Merck Börsen-Chart zeigen, Johnson & Johnson Börsen-Chart zeigen sowie Procter & Gamble Börsen-Chart zeigen waren im Dow gefragt. Schwächer entwickelten sich die anderen Indizes, die vor dem Wochenende noch neue Rekordmarken erreicht hatten: Der marktbreite S&P 500 verlor 0,28 Prozent auf 3017,24 Punkte und der technologielastige Auswahlindex Nasdaq Stock Market Börsen-Chart zeigen fiel um 0,86 Prozent auf 7948 Zähler zurück.

Großbritannien stellt sich auf harten Brexit ein

Für etwas politischen Gesprächsstoff sorgt derweil auch wieder der Brexit: Die neue britische Regierung unter Premier Boris Johnson stellt sich auf einen Austritt aus der EU zum 31. Oktober ohne Abkommen ein. "Längere Zeit spielte der Brexit an den Märkten eine untergeordnete Rolle. Dies könnte sich nun wieder ändern", sagte Analyst Christian Schmidt von der Helaba.

Auf Unternehmensseite gab es an diesem Montag bereits Zahlen von Siemens Healthineers Börsen-Chart zeigen zu verarbeiten. Vorbörslich ging es hier auf der Plattform Tradegate um 1,5 Prozent nach unten. Einem Händler zufolge ist das vergangene Geschäftsquartal gemischt verlaufen. Die hohen Anlaufkosten für das neue Laborsystem Atellica bremsten bei dem Medizintechnikkonzern das Wachstum.


Hier sehen Sie Dax und Dow in Echtzeit


Ansonsten sorgt die nach dem Abstieg aus dem SDax etwas in den Hintergrund gerückte Aktie von SLM Solutions für Gesprächsstoff. Hier zeichnet nach einer Gewinnwarnung ein herber Kursrutsch um mehr als 20 Prozent ab. Das Unternehmen hatte am Freitag nach Börsenschluss mitgeteilt, dass die bisherigen Prognosen nicht zu erfüllen seien und es vorerst auch keine neuen Prognosen geben werde.

Bei Ströer sorgt vorbörslich eine Analystenstimme für einenfesteren Kurs. Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für den weiter mit "Overweight" beurteilten Außenwerbespezialisten sehr deutlich von 62 auf 103 Euro angehoben. Dem Analysten Marcus Diebel zufolge dürften Unternehmen in Deutschland weniger auf klassische Werbung und dafür immer stärker auf Außenwerbung setzen. Davon sollte der Werbespezialist Ströer profitieren.

Asiens Börsen schwächer

Asiens wichtigste Aktienmärkte haben zu Beginn einer ereignisreichen Woche nachgegeben. Die Anleger hätten sich vor der anstehenden US-Zinsentscheidung, der Wiederaufnahme der Handelsgespräche zwischen den USA und China, weiteren Geschäftszahlen großer Unternehmen sowie einigen wichtigen Konjunkturdaten bedeckt gehalten, hieß es aus dem Handel.

Der japanische Leitindex Nikkei Börsen-Chart zeigen schloss mit einem Kursrückgang von 0,19 Prozent bei 21 616,80 Punkten. Der CSI 300 , der die 300 größten börsennotierten Unternehmen vom chinesischen Festland beinhaltet, verlor zuletzt 0,21 Prozent auf 3850,46 Zähler.

An der Hongkonger Börse fiel der Hang Seng Börsen-Chart zeigen Index zuletzt um 1,48 Prozent auf 27 976,31 Punkte. Vor allem Immobilien- und Transportwerte mussten dabei Federn lassen. Börsianer verwiesen auf die seit Wochen anhaltenden politischen Unruhen und Protestmärsche mit Hunderttausenden Teilnehmern. Am Wochenende kam es erneut zu Ausschreitungen mit vielen Verletzten und Festnahmen. Unterdessen kündigte China eine Pressekonferenz zur gespannten Lage in seiner Sonderverwaltungszone an.

mit Agenturen

© manager magazin 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung