Freitag, 6. Dezember 2019

Börse Dax knapp im Plus, Bayer und Chipwerte gefragt

Dax: An der Börse in Frankfurt haben die Kursschwankungen zugenommen

Kurz vor Beginn des G20-Gipfels in Japan nehmen die Schwankungen an den Börsen zu. Der Dax kann sich am Nachmittag mit Hilfe der US-Börsen wieder erholen. Die Aktie von Bayer zieht deutlich an, da der aktivistische Investor Paul Elliott Singer den Druck erhöht.

Die Schwankungen an den Börsen nehmen zu: Der Dax Börsen-Chart zeigen schwankte am Donnerstag um mehr als 150 Punkte und drehte nach Handelsbeginn an der Wall Street wieder leicht ins Plus. Zuletzt notierte der deutsche Leitindex 0,3 Prozent fester bei 12.278 Zählern. Auch MDax und TecDax legten leicht zu.

Laut einem Zeitungsbericht wollen sich die USA und China auf einen Burgfrieden geeinigt haben, den die jeweiligen Staatschefs beim G20 Gipfel in Japan verkünden sollen. Damit seien weitere Strafzölle vorerst vom Tisch. Zu den Gewinnern im Dax zählten die Aktien von Bayer Börsen-Chart zeigen, Thyssenkrupp Börsen-Chart zeigen und Deutsche Bank Börsen-Chart zeigen mit Gewinnen zwischen 3 und 10 Prozent.

Elliott sorgt für Kursrally bei Bayer-Aktie

Auf Unternehmensseite schnellten Bayer Börsen-Chart zeigen um fast 10 Prozent nach oben und waren damit unangefochtener Favorit im Dax. Der für seine aggressive Einmischung ins Management bekannte Hedgefonds-Investor Elliott, der zum Imperium des Milliardärs Paul Singer gehört, hatte zuvor seinen Einstieg beim Pharma- und Agrarchemiekonzern öffentlich gemacht und beflügelte damit die Kursfantasien der Börsianer. "Das Unternehmen bewegt sich", lobte ein Händler zudem das vom Aufsichtsrat beschlossene Maßnahmenpaket zum Umgang mit der Causa Glyphosat.

Chipwerte gefragt

Chipwerte wie Infineon Börsen-Chart zeigen und Siltronic bauten ihre Gewinne aus. Am Vortag hatte die Branche von positiven Nachrichten des US-Halbleiterherstellers Micron Börsen-Chart zeigen profitiert. Dazu treibt auch hier die Hoffnung auf eine Einigung im Zollstreit. Auch Schwergewichte wie der US-Chipkonzern Nvidia Börsen-Chart zeigen oder die im TecDax notierten Anteilsscheine von Dialog Semiconductor Börsen-Chart zeigen legten zu.

Die Anleger warten nun weiter den Gipfel der Gruppe der großen Wirtschaftsmächte (G20) im japanischen Osaka ab. Auf dem Gipfel soll auch das Thema Iran zur Sprache kommen, das zuletzt an den Börsen für Unbehagen gesorgt hatte. Das wichtigste Ereignis für die Börse wird jedoch die für den Samstag erwartete Zusammenkunft der beiden Handelsstreit-Kontrahenten, US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping, sein. Beobachter haben allerdings wenig Hoffnung auf einen Durchbruch, sondern erwarten höchstens einen "Waffenstillstand" und die Einigung, die Handelsgespräche wieder aufzunehmen.

Dow Jones startet leicht im Plus

Auch an der Wall Street herrscht weiter angespannte Ruhe vor dem G20-Gipfel am Wochenende. Dow Jones Börsen-Chart zeigen und Nasdaq Stock Market Börsen-Chart zeigen legten zum Start jeweils minimal zu. Unter Berufung auf nicht genannte Quellen berichtete die Zeitung gemeinsam mit der US-Publikation "Politico", US-Präsident Donald Trump habe zugesagt, die angedrohte Ausweitung der Strafzölle auf alle Importe aus China zu verschieben. Das sei Bedingung von Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping für das Treffen am Samstag in Osaka in Japan gewesen.

Unter den Einzelwerten sollten Boeing Börsen-Chart zeigen genau im Auge behalten werden, die vorbörslich mit teils deutlichen Verlusten auffielen. Dem US-Luftfahrtkonzern droht eine weitere Verschiebung des Flugverbots für seine Flugzeuge der Baureihe 737 Max. Die US-Luftfahrtbehörde FAA fand nach eigenen Angaben bei den Unglücksjets ein mögliches Risiko, das zunächst behoben werden müsse.


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Euro gibt etwas nach

Der Euro Börsen-Chart zeigen hat am Donnerstagmorgen etwas nachgegeben. Im frühen Handel kostete die Gemeinschaftswährung 1,1350 US-Dollar und damit etwas weniger als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag auf 1,1362 Dollar festgesetzt.

Am Donnerstag stehen einige Konjunkturdaten auf dem Programm, die am Markt für Bewegung sorgen könnten. In der Eurozone werden Inflationsdaten aus Deutschland, der größten Volkswirtschaft des Währungsraums, veröffentlicht. Die schwache Inflation ist ein entscheidender Grund, warum die EZB auf eine zusätzliche Lockerung ihrer Geldpolitik zusteuert.

In den USA werden unter anderem Wachstumsdaten zum ersten Quartal veröffentlicht. Es handelt sich zwar nur um eine dritte Schätzung. Allerdings stehen Konjunkturrisiken in der wirtschaftspolitischen Debatte derzeit im Vordergrund. Ein schwächeres Wachstum würde die Konjunkturangst wohl verstärken.

Ölpreise fallen nach Preissprung

Die Ölpreise sind am Donnerstag nach einem Preissprung am Vortag etwas gefallen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent Oil Spot Börsen-Chart zeigen 66,20 US-Dollar. Das waren 29 Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 31 Cent auf 59,07 Dollar.

Am Mittwoch waren die Rohölpreise deutlich gestiegen, nachdem die US-Regierung einen kräftigen Rückgang der landesweiten Erdölvorräte gemeldet hatte. Das kann sowohl auf eine höhere Nachfrage als auch ein schwächeres Angebot hindeuten. Bislang wurde das hohe Angebot in den USA stets als Gegengewicht für Angebotskürzungen auf Seiten des Ölkartells Opec genannt. Die Opec will gemeinsam mit anderen großen Produzenten nächste Woche über ihr weiteres Vorgehen beraten.

mit rtr und dpa-afx

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