Mittwoch, 24. Juli 2019

Börse Lufthansa-Kurssturz belastet Dax kaum

Dax-Kurve an der Börse in Frankfurt

Der Dax hält sich trotz neuer Unsicherheiten über der Marke von 12.000 Punkten und geht am Montag kaum verändert aus dem Handel. Der drastische Kurssturz der Lufthansa ändert daran nicht viel. Die Aktie der Deutschen Bank schließt nach Gerüchten über eine Bad Bank sehr fest.

Ein Absturz der Lufthansa-Aktien Börsen-Chart zeigen hat den Dax Börsen-Chart zeigen am Montag nicht viel anhaben können. Börsianer beobachteten eine abwartende Haltung vieler Anleger vor der US-Notenbanksitzung, die in dieser Woche ansteht. Der deutsche Leitindex schloss mit einem knappen Minus von 0,09 Prozent bei 12.085 Punkten. Der MDax Börsen-Chart zeigen für mittelgroße Unternehmen stieg um 0,19 Prozent auf 25 305,61 Punkte.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 Börsen-Chart zeigen endete mit einem Plus von 0,12 Prozent bei 3383,21 Zählern. Die nationalen Indizes in Paris und London gewannen jeweils rund 0,4 Prozent. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial stand zum europäischen Handelsende rund 0,2 Prozent über dem Schlusskurs vom Freitag.

Am Dax-Ende sackten die Aktien der Lufthansa Börsen-Chart zeigen nach einer Gewinnwarnung um 11,6 Prozent auf 15,635 Euro ab. Damit fielen sie auf dem tiefsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Die Airline bekommt den starken Preiskampf im europäischen Luftverkehr zu spüren und rechnet auch wegen fallender Ticketpreise für 2019 nur noch mit einem operativen Gewinn von 2,0 bis 2,4 Milliarden Euro. Bislang hatte die Konzernführung noch etwa 2,4 bis 3,0 Milliarden Euro anvisiert.

Unter den Favoriten stiegen die Papiere von SAP Börsen-Chart zeigen um fast 1 Prozent. Die britische Investmentbank HSBC hatte die Anteilscheine zum Kauf empfohlen. Dank Kostensenkungen erschienen die neuen Steigerungsziele des Softwarekonzerns für die operativen Marge nun erreichbar, schrieb der Experte Antonin Baudry.

Deutsche Bank-Aktie an der Spitze

An der Dax-Spitze machten die Aktien der Deutschen Bank Börsen-Chart zeigen einen Teil ihrer jüngsten Kursverluste wett und gewannen knapp 1,4 Prozent. Einem Bericht der "Financial Times" zufolge will Konzernchef Christian Sewing im Rahmen des geplanten Konzernumbaus Risiken von Wertpapieren in Milliardenhöhe loswerden. Dabei sei geplant, vor allem lang laufende Derivate, die zuletzt kaum Ertrag abgeworfen haben, im Volumen von bis zu 50 Milliarden Euro in eine interne Abwicklungseinheit ("Bad Bank") auszulagern oder zu verkaufen.

Das "Handelsblatt" meldete unterdessen, dass die Deutsche Bank sich von ihrem Kapitalrenditeziel verabschieden dürfte. Im Juli wolle das Geldhaus Investoren darauf vorbereiten, dass die versprochenen 4 Prozent auf das materielle Eigenkapital in diesem Jahr verfehlt werden. Grund dafür sei der Konzernumbau, der mittelfristig aber höhere Renditen möglich machen solle. Die Aktie reagierte am Nachmittag nicht nennenswert auf die Meldung.


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Die Aktien von 1&1 Drillisch Börsen-Chart zeigen und der Mutter United Internet Börsen-Chart zeigen setzten den Abschwung aus der Vorwoche am Montag fort. 1&1 rutschten um mehr als 9 Prozent ab, United Internet verloren 7,6 Prozent. Am vergangenen Donnerstag hatten beide Papiere zunächst positiv auf das Ende der langen 5G-Mobilfunkauktion reagiert. Die Erleichterung verflog jedoch schnell und gerade bei 1&1 dominierte die Unsicherheit über die genauen Pläne des Neueinsteigers. Trotz der ersteigerten Frequenzen ist es nämlich für Experten keinesfalls sicher, dass Drillisch selbst zum Netzbetreiber wird.

Die rote Laterne im Nebenwerte-Index SDax Börsen-Chart zeigen hielten die Aktien von S&T mit einem Minus von fast 7 Prozent. Ein Börsianer begründete den Verkaufsdruck vor allem mit der Meldung, dass sich Vorstandschef Hannes Niederhauser von Papieren des IT-Dienstleisters im Wert von mehr als 5 Millionen Euro getrennt hatte.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von einem Rekordtief bei minus 0,30 Prozent am Freitag auf minus 0,29 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,06 Prozent auf 144,32 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,10 Prozent auf 171,58 Punkte nach.

Ein Euro kostete zuletzt 1,1231 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1234 (Freitag: 1,1265) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8902 (0,8877) Euro gekostet.

mit Nachrichtenagenturen

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