Sonntag, 17. November 2019

Börse "Schnäppchenjäger" im Dax unterwegs

Börse in Frankfurt

Nach den Kursverlusten des Vortags trauen sich die Dax-Anleger wieder verstärkt an den Markt und ziehen den Leitindex nach oben. Die Aktie von Bayer kann ihre drastischen Kursverluste deutlich verringern. Gefragt sind die Papiere von Allianz und RWE.

Der Dax Börsen-Chart zeigen hat sich am Dienstag von seinem schwachen Wochenbeginn erholt. Im US-chinesischen Handelsstreit ließ die zuletzt scharfe Rhetorik etwas nach. Das half dem Markt. Mit plus 1 Prozent rückte der deutsche Leitindex bis zum Abend auf 11.991 Punkte vor. Für den MDax Börsen-Chart zeigen ging es um 1,5 Prozent hoch auf 25.647 Punkte. Zahlreiche Quartalsberichte und Unternehmensnachrichten sorgten für Gesprächsstoff.

An der Wall Street stehen die Zeichen nach dem Kurssturz zu Wochenbeginn am Dienstag ebenfalls auf Erholung. Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen notierte zuletzt 0,8 Prozent höher bei 25.516,9 Punkten.

"Nach den starken Verlusten gestern treten jetzt erste Schnäppchenjäger aufs Parkett", prognostiziert Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Für diejenigen, die die jüngste Rally ganz oder teilweise verpasst haben, seien Rückschläge eine willkommene Möglichkeit zum Einstieg.

Neben Quartalszahlen standen im Dax die Aktien des Agrarchemiekonzerns Bayer Börsen-Chart zeigen nach einer weiteren Gerichtsschlappe im US-Glyphosat-Prozess mit Kursverlusten von zuletzt rund 2 Prozent im Fokus. Im Tief waren sie mit 53,65 Euro auf den niedrigsten Stand seit 2012 gerutscht. Ein Gericht hatte den Agrarchemie- und Pharmakonzern zuvor im dritten Glyphosat-Prozess zu zwei Milliarden Dollar Schadenersatz verurteilt. Mit ähnlich hohen Verlusten notierten die Aktien von Vonovia Börsen-Chart zeigen, die von einer Kapitalerhöhung belastet wurden.

Thyssenkrupp Börsen-Chart zeigen schwankten zeitweise stark zwischen Gewinnen und Verlusten und notierten zuletzt leicht schwächer. Der Industrie- und Stahlkonzern hatte im zweiten Geschäftsquartal rote Zahlen geschrieben. Am Vortag waren die Anteile um fast neun Prozent gefallen und hatten damit einen Teil der Kursrally vom Freitag im Zuge der Ankündigung des Strategieschwenks abgegeben. Top-Wert im Dax waren RWE, die am Tag vor der Zahlenvorlage 3,8 Prozent gewannen.

Im MDax Börsen-Chart zeigen der mittelgroßen Werte legten die Aktien des Wirkstoff-Forschers Evotec Börsen-Chart zeigen nach Zahlen um 5,2 Prozent zu. Ähnlich stark nach oben mit 4,3 Prozent ging es für die Anteile des Dünger- und Salzkonzerns K+S - ebenfalls nach Zahlen


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Die Quartalszahlen von Merck KGaA Börsen-Chart zeigen seien in die Kategorie "durchwachsen bis schlechter als erwartet" einzuordnen, sagte ein Händler. Aktien von Merck gaben im Dax rund 2 Prozent nach und zählten mit zu den schwächsten Werten.

Geringere Schäden durch Stürme und andere Naturkatastrophen bescherten Europas größtem Versicherer Allianz Börsen-Chart zeigen zum Jahresauftakt einen überraschend starken Gewinnschub beschert. Allianz-Aktien rückten zuletzt rund 1,4 Prozent vor.

Euro stabilisiert sich bei 1,12 Dollar

Der Euro hat sich am Dienstagmittag über der Marke von 1,12 US-Dollar stabilisiert. Im Mittagshandel wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1232 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montagnachmittag auf 1,1245 Dollar festgesetzt. Händler sprachen von einer Beruhigung am Devisenmarkt. Nach der Eskalation im Handelskrieg mit China am Montag war US-Präsident Donald Trump wieder etwas zurückgerudert. Er hat nach eigenen Angaben noch nicht über eine weitere Verschärfung der Gangart entschieden.

Am Rande des Gipfels der großen Industrieländer (G20) Ende Juni im japanischen Osaka wolle er mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping reden, sagte Trump. Als sicher geltende Währungen wie der japanische Yen gaben nach, nachdem sie am Montag noch zugelegt hatten.

Ölpreise steigen nach Drohnenangriff in Saudi-Arabien

Die Ölpreise sind am Dienstag nach Berichten über einen Drohnenangriff auf saudi-arabische Ölanlagen gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete gegen Mittag 71,33 US-Dollar. Das waren 1,10 Dollar mehr als am Montag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 72 Cent auf 61,76 Dollar.

In Saudi-Arabien sind nach offiziellen Angaben zwei Ölpumpstationen von bewaffneten Drohnen angegriffen worden. Der staatliche Ölkonzern Saudi Aramco habe aus Sicherheitsgründen den Betrieb der Ost-West-Pipeline eingestellt, über die Öl aus der Ostprovinz in den Hafen Janbu transportiert wird, teilte Saudi-Arabiens Energieminister Chalid al-Falih mit. Durch den Angriff sei an einer der angegriffenen Pumpstationen ein Feuer ausgebrochen und Sachschaden entstanden.

mit Nachrichtenagenturen

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