Samstag, 20. Juli 2019

Börse VW und Bayer stützen Dax, Under Armour begeistert US-Anleger

Dax-Kurve in Frankfurt

Der Dax hält sich nach der Feiertagspause klar über der Marke von 12.300 Punkten. Die Zahlen von Volkswagen und Bayer stützen den Index. In den USA legt das Papier von Puma-Konkurrent Under Armour deutlich zu.

Der deutsche Aktienmarkt ist nach der Vorlage zahlreicher Firmenbilanzen am Donnerstag weiter nach oben geklettert. Der Dax Börsen-Chart zeigen legte zuletzt um 0,3 Prozent zu auf 12.375 Punkte und näherte sich damit der Marke von 12.400 Zählern. Das ist das höchste Niveau seit 6 Monaten. Insgesamt zeigten sich die Anleger mit dem Verlauf der Berichtssaison zufrieden, sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. "Dies sollte weiterhin für Kauflaune am Aktienmarkt sorgen."

Spitzenreiter waren die Aktien von Volkswagen Börsen-Chart zeigen mit einem Plus von rund 4 Prozent. Der Autobauer kam trotz der schwächeren Nachfrage ohne allzu tiefe Kratzer durch das erste Quartal. Die Aktie stieg daraufhin über die Marke von 162 Euro.

Die Titel von Bayer Börsen-Chart zeigen profitierten von der erneuten Einschätzung der US-Umweltbehörde EPA, wonach das umstrittene Herbizid Glyphosat nicht krebserregend sei. Sie notierten zuletzt knapp 4 Prozent fester. Die EPA hatte diese Einschätzung lediglich bestätigt. In den bisherigen Urteilen gegen Bayer fand diese Einschätzung bei den Laien-Jurys keine Berücksichtigung.

Munich Re ex Dividende

Auch die Papiere von Fresenius Börsen-Chart zeigen gehörten mit einem Aufschlag von rund 1 Prozent zu den Gewinnern. Der Gesundheitskonzern sieht sich trotz erwarteter Ergebnisbelastungen aus der Übernahme der US-Firma NxStage auf Kurs zu seinen Jahreszielen.

Die Aktien der Münchener Rück notierten nur optisch am Dax-Ende. Der Konzern schüttet heute eine Dividende in Höhe von 9,25 Euro je Aktie aus. Diese Summe wird heute vom Aktienkurs abgezogen, die Aktie notiert also "ex Dividende".

Fed-Aussagen zur Inflation bremsen Wall Street, Under Armour Kurssprung

An der Wall Street wurden die Aktienkurse weiterhin von den Aussagen der US-Notenbank zur Inflation gebremst. Der Leitindex Dow Jones Börsen-Chart zeigen verlor zuletzt 0,5 Prozent auf 26.439 Punkte, während der Nasdaq Stock Market Börsen-Chart zeigen um den Vortagesschluss von 7777 Zählern pendelte.

Anleger haderten weiterhin mit der Entscheidung der Notenbank Fed vom Mittwoch, den geldpolitischen Kurs auf absehbare Zeit nicht zu verändern. Zuvor hatten einige Investoren auf ein Signal für Zinssenkungen gehofft.

Under Armour und Tesla gefragt

Die Papiere des Puma-Rivalen Under Armour schossen um mehr als acht Prozent nach oben. Der Sportartikelhersteller hat nach einem Gewinn im ersten Quartal seine Ergebnisprognose für 2019 angehoben.

Hohe Kosten für Transport, Rohstoffe und Abspaltungen belasteten dagegen den Cornflakes-Hersteller Kellogg. Im ersten Quartal fiel der Gewinn um 36,5 Prozent auf 282 Millionen Dollar. Die Aktien büßten mehr als drei Prozent ein.

Tesla Börsen-Chart zeigen -Aktien legten um 2 Prozent zu. Firmenchef Elon Musk will bei einer geplanten milliardenschweren Kapitalerhöhung rund zehn Millionen Dollar beisteuern.

Dagegen ging es in Hong Kong zuletzt etwas bergauf. Am japanischen Aktienmarkt fand wegen der sogenannten Goldenen Woche weiterhin kein Handel statt.


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Börsen in Asien kaum verändert, Feiertag in Japan

Die asiatischen Aktienmärkte haben sich nach dem Zinsentscheid in den USA kaum bewegt. Es gab wenig Impulse, zumal die Börsen in Japan und China wegen Feiertagen geschlossen blieben. Der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte notierte am Donnerstag 0,2 Prozent fester. Die Federal Reserve hatte am Mittwochabend der Forderung von US-Präsident Donald Trump nach einer Zinssenkung eine Absage erteilt und den Leitzins nicht angetastet.

Zugleich kündigte sie an, bei geldpolitischen Entscheidungen "geduldig" agieren zu wollen. Dieses Schlüsselwort gilt als Fingerzeig, dass die Zentralbank vorerst keine weiteren Erhöhungen plant - aber eben auch keine Senkungen, wie sie Trump fordert. Die Hoffnung auf eine weiterhin ultralockere Geldpolitik hatte die Aktienmärkte weltweit seit Jahresbeginn nach oben getrieben.

mit dpa und reuters

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