Dienstag, 21. Mai 2019

Börse Dax nimmt Kurs auf 12.200 Punkte

Dax-Kurve in Frankfurt

Der Dax hält sich über der Marke von 12.100 Punkten und notiert damit auf dem höchsten Niveau seit Oktober 2018. Gute Wirtschaftsdaten aus China stützen den deutschen Leitindex. In den USA fällt der Dow Jones jedoch zurück ins Minus.

Nach fünf Tagen mit Kursanstiegen in Folge hat der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch seinen Aufwärtstrend fortgesetzt. Der Dax Börsen-Chart zeigen kletterte bis zum Nachmittag um 0,5 Prozent auf 12.171 Punkte und erreichte damit das höchste Niveau seit 6 Monaten. Zu den größten Gewinnern im Dax gehörten die Autowerte Volkswagen Vz. Börsen-Chart zeigen, BMW Börsen-Chart zeigen und Daimler Börsen-Chart zeigen sowie Thyssenkrupp Börsen-Chart zeigen und die Aktie des Zahlungsdienstleisters Wirecard Börsen-Chart zeigen, die jeweils zwischen 2 und 4 Prozent zulegten.

Unterstützend wirkt laut Helaba-Analyst Ulrich Wortberg derzeit die "erhöhte Risikobereitschaft infolge nachlassender Konjunktursorgen". Aktuelle Daten aus China untermauerten diese Einschätzung. Die Wirtschaft der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft wuchs im ersten Quartal mit 6,4 Prozent schneller als erwartet.

Wall Street: Dow und Netflix drehen zurück ins Minus

An der Wall Street werden Anleger dagegen vorsichtig. Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen eröffnete am Mittwoch im Plus, drehte anschließend jedoch in die Verlustzone und notierte zuletzt bei 12.420 Zählern. Der Technologie-Index Nasdaq Stock Market Börsen-Chart zeigen kam ebenfalls kaum von der Stelle.

Auf der Agenda steht am Abend der Konjunkturbericht Beige Book von der US-Notenbank Fed. Im Fokus stehen zur Wochenmitte aber vor allem zahlreiche Unternehmensmeldungen: Bereits vor Handelseröffnung hat PepsiCo Börsen-Chart zeigen Quartalszahlen vorgelegt. Nach dem gestrigen Börsenschluss berichteten außerdem IBM Börsen-Chart zeigen und Netflix Börsen-Chart zeigen über die jüngste Geschäftsentwicklung.

Pepsi nach Zahlen gefragt

Der Limonaden- und Snackhersteller PepsiCo Börsen-Chart zeigen ist nach einer enttäuschenden Prognose überraschend gut ins Jahr gestartet. In den zwölf Wochen bis 23. März stieg der Nettogewinn des ewigen Coca-Cola-Konkurrenten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut 5 Prozent auf 1,4 Milliarden US-Dollar. Sondereffekte herausgerechnet, übertraf der Konzern die Erwartungen von Analysten. Zuletzt legte die Pepsico-Aktie 2,3 Prozent zu.

Die Aktien von Netflix Börsen-Chart zeigen schwankten stark: Sie starteten mit 3,3 Prozent im Plus, gaben zuletzt jedoch 1,5 Prozent nach. Bei der Zahlenvorlage des Streaminganbieters und Filmproduzenten war von einem starken Jahresauftakt, aber einem gedämpften Ausblick auf die Nutzerentwicklung im zweiten Quartal die Rede. Nach und nach kamen aber Analystenstimmen hinzu, in denen dies als nicht so bedeutend gewertet wurde.

IBM nach Zahlen unter Druck

IBM hat zu Jahresbeginn wiederum überraschend deutliche Geschäftseinbußen verkraften müssen. Die Erlöse im ersten Quartal verfehlten die Prognosen klar. Das Computer-Urgestein tut sich mit einem tiefgreifenden Konzernwandel und neuen Geschäftsbereichen wie Cloud-Diensten, Datenanalyse und künstlicher Intelligenz schwer. Entsprechend straften Anleger die Aktie vorbörslich mit einem Minus von 3,3 Prozent ab.

Einigung mit Apple: Qualcomm Aktien haussieren

Außerdem ist der beigelegte Patentstreit zwischen Apple und Qualcomm Thema an der Wall Street. Mehr als bei Apple, die nur geringfügig darauf reagierten, ging es vorbörslich bei Qualcomm aufwärts - und zwar um 11 Prozent. Der iPhone-Konzern wird eine Patentlizenz erwerben und auch Chips bei Qualcomm beziehen. Zusätzlichen Rückenwind gab eine Studie der US-Bank JPMorgan: Analyst Samik Chatterjee sprach den Aktien nach der beigelegten juristischen Auseinandersetzung eine optimistische Empfehlung mit "Overweight" aus.

Davon betroffen ist auch Intel Börsen-Chart zeigen . Anleger reagierten positiv darauf, dass der Konzern in der Folge von Apples Einigung mit Qualcomm aus dem Geschäft mit Modem-Chips aussteigt. Intel-Chef Bob Swan erklärte zur Begründung, man sehe keinen klaren Weg, in dem Geschäft profitabel zu sein. Die Intel-Aktie stieg vorbörslich um 4,1 Prozent.

T-Mobile und Sprint: Gegenwind vom US-Justizministerium

Laut "Wall Street Journal" trifft die geplante Fusion der Telekom-Tochter T-Mobile US mit dem Rivalen Sprint auf erheblichen Widerstand der Kartellwächter des US-Justizministeriums. In der derzeit geplanten Form dürften die Wettbewerbshüter dem Vorhaben wohl nicht zustimmen, schrieb die Zeitung schon am Dienstagabend unter Berufung auf Insider. Die Papiere von T-Mobile gaben vorbörslich 4,2 Prozent und die von Sprint sogar um 7 Prozent nach


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Mit 3,4 Prozent Plus standen die Wirecard-Aktien Börsen-Chart zeigen an der Dax-Spitze. Die Finanzaufsicht Bafin erstattete Insidern zufolge in den Ermittlungen wegen möglicher Kursmanipulation Anzeige gegen Journalisten und Investoren.

Ein kurz vor Handelsschluss am Vortag veröffentlichter Bericht von manager-magazin.de zur Commerzbank Börsen-Chart zeigen gab den Papieren des Frankfurter Geldhauses weiter Auftrieb. Nach einem Kursplus von rund 3 Prozent am Dienstag stiegen sie nun um weitere 2,7 Prozent. Unseren Informationen zufolge hat der niederländische Finanzkonzerns ING ein Kaufinteresse an der Bank.

Der Windkraftanlagen-Bauer Nordex Börsen-Chart zeigen meldete für das erste Quartal laut Händlern "starke Auftragseingänge" im ersten Quartal. Die Aktien, deren Wert sich im bisherigen Jahresverlauf bereits verdoppelt hatte, legten um 0,6 Prozent zu.

Um etwas mehr als 1 Prozent ging es zudem für die Anteile des Nutzfahrzeugzulieferers SAF-Holland Börsen-Chart zeigen nach oben. SAF erhielt einen langfristigen Millionenauftrag vom österreichischen Lkw-Trailer-Hersteller Schwarzmüller.

Dass die Privatbank Berenberg nun positiver für Brenntag Börsen-Chart zeigen gestimmt ist und sie zum Kauf empfiehlt, verhalf den Papieren zu einem Kursgewinn von 1,8 Prozent. Im Fall eines nachlassenden weltweiten Wachstums biete der Chemikalienhändler ein widerstandsfähiges Geschäftsmodell, hieß es.

Euro steigt wieder über 1,13 Dollar

Der Kurs des Euro Börsen-Chart zeigen hat am Mittwoch leicht zugelegt und ist wieder knapp über 1,13 US-Dollar gestiegen. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1304 Dollar gehandelt und damit etwas höher als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Dienstagnachmittag auf 1,1305 (Montag: 1,1313) Dollar festgesetzt.

Etwas besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus China sorgten an den Finanzmärkten am Morgen für etwas Kursbewegung. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern wurde der als sicherer Anlagehafen geschätzte US-Dollar leicht belastet, während der Euro im Gegenzug etwas Auftrieb erhielt. Zuvor war der Euro in der vergangenen Nacht noch zeitweise bis auf 1,1279 Dollar gefallen.

Ölpreise legen zu

Die Ölpreise sind am Mittwoch gestiegen und haben damit an die Gewinne vom Vortag angeknüpft. Am Morgen hätten besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus China gestützt, hieß es von Marktbeobachtern. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent Oil Spot Börsen-Chart zeigen kostete am Morgen 71,98 US-Dollar. Das waren 26 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 43 Cent auf 64,48 Dollar.

Wegen der etwas besser als erwartet ausgefallenen Wachstumsdaten nahmen am Markt allerdings die Zweifel an weiteren konjunkturstützenden Maßnahmen durch die Regierung in Peking zu. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern habe dies den Anstieg der Ölpreise gebremst. China ist die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt und verbraucht dementsprechend viel Rohöl.

mit dpa und reuters

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