Dienstag, 18. Juni 2019

Börse Dow pausiert, Daimler und Wirecard drücken Dax

Dax auf Erholungskurs: Der deutsche Leitindex notiert bei 11.300 Punkten

Der Dax rutscht nach der Kursrally vom Vortag wieder ins Minus. Die Aktie von Daimler gibt nach Vorlage der Jahresbilanz nach. Auch die Papiere von Wirecard rutschen in die Verlustzone. An der Wall Street verliert die Erholung von Dow Jones und Nasdaq an Schwung.

Nach der Börsenrally am Vortag hat der Dax Börsen-Chart zeigen am Mittwoch eine Verschnaufpause eingelegt. Zuletzt notierte der deutsche Leitindex 0,5 Prozent schwächer bei 11.324 Punkten. Am Vortag noch war das deutsche Börsenbarometer auf den höchsten Stand seit zwei Monaten geklettert. Das neue Jahr steht damit weiterhin im Zeichen eines Erholungsbeginns nach den herben Verlusten 2018. Zu den Gewinnern im Dax gehörten Infineon Börsen-Chart zeigen und die Lufthansa Börsen-Chart zeigen mit Gewinnen zwischen 1,5 und 2,5 Prozent.

Zu den Verlierern im Dax zählten die Aktien von Daimler Börsen-Chart zeigen und Wirecard Börsen-Chart zeigen, die jeweils zwischen 2,5 und 3 Prozent nachgaben. Bei Daimler wurden die Jahreszahlen des Autobauers sowie die gekürzte Dividende mit Enttäuschung aufgenommen. Bei Wirecard Börsen-Chart zeigen nahmen Anleger nach der jüngsten Erholung Gewinne mit. Zudem machten Gerüchte die Runde, dass Wirecard bei einer Fortsetzung des Kursrutsches aus dem Dax absteigen könnte. Ein Händler wies diese Gerüchte als "Nonsens" und "blanker Unsinn" zurück.

Wall Street: Erholung in Dow Jones und Nasdaq verliert Schwung

Die Kursrally an der Wall Street dürfte am Mittwoch zunächst eine Auszeit nehmen. Zum Handelsstart notierte der Dow Jones Börsen-Chart zeigen um 0,2 Prozent niedriger auf 25 387 Punkte. Am Vortag war der Dow Jones Börsen-Chart zeigen auf den höchsten Stand seit vier Monaten gestiegen. Seit Beginn der Erholung nach Weihnachten ist der Dow um fast 17 Prozent gestiegen. "Anleger fangen an, der aktuellen Rally zu misstrauen", sagte Altmann. Ein Hinweis hierauf sei, dass sich Investoren zuletzt verstärkt gegen Kursverluste abgesichert hätten.

Zur Lösung des Handelsstreits mit China will US-Finanzminister Steven Mnuchin nächste Woche mit einer großen Delegation nach Peking reisen. Er werde "enorme Anstrengungen" unternehmen, um ein Einigung mit China vor Ablauf der Frist zu erreichen, sagte er dem Sender CNBC. Die jüngsten Gespräche mit Chinas Vize-Ministerpräsident Liu He in Washington seien sehr produktiv gewesen. Sollte es bis zum 2. März keine Einigung im Handelsstreit geben, will die US-Regierung Einfuhrzölle auf chinesische Produkte anheben. Geplant ist eine Anhebung auf 25 von bislang zehn Prozent für Güter im Wert von 200 Milliarden Dollar.

Snap Aktie haussiert

Aktien des Technologie- und Social-Media-Unternehmens Snap Börsen-Chart zeigen schossen im frühen Handel um 23 Prozent nach oben. Snap berichtete von stabilen Nutzerzahlen, die in der Vergangenheit die Hauptsorge von Investoren waren. Einige Analysten erhöhten daraufhin die Kursziele für die Aktien.

Ganz anders die Papiere von Spotify Börsen-Chart zeigen, die vorbörslich um fast 6 Prozent absackten. Der Streaming-Anbieter für Musik, Hörbücher und Videos gab eine eher verhaltene Umsatzprognose für das erste Quartal. Vor allem aber blieb das Ziel für die Profitabilität hinter den Erwartungen zurück.

Die nach mitteleuropäischer Zeit in der Nacht zum Mittwoch von US-Präsidenten Donald Trump gehaltene Rede zur Lage der Nation hat - ähnlich wie in Asien - die Börsen aber kaum bewegt Beobachter. Allenfalls könnte es für den Automobilsektor eine gewisse Erleichterung bedeuten, dass "Trump keine Aussagen zu Importzöllen gemacht hat", sagte Analyst Edward Moya vom Broker Oanda.

Daimler meldet Gewinneinbruch und kürzt Dividende

Ein weiterer Impulsgeber für den Autosektor könnte zudem von Daimlers Geschäftsbericht und Zukunftsaussagen ausgehen. Der Auto- und Lkw-Bauer meldete einen Gewinneinbruch im abgelaufenen Jahr und rechnet auch 2019 mit einer schwachen Profitabilität im Pkw-Kerngeschäft. Zudem kappte er die Dividende auf 3,25 Euro. Die Aktie gab zuletzt 3 Prozent nach


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Zudem legte aus dem Dax Börsen-Chart zeigen auch die Munich RE Börsen-Chart zeigen Zahlen vor, was im frühen Handel für ein kleines Plus sorgte. Trotz hoher Großschäden im abgelaufenen Jahr erzielte der weltgrößte Rückversicherer einen überraschend hohen Milliardengewinn. Damit traf die vom Vorstand ausgegebene Zielspanne ungefähr in der Mitte und schnitt zugleich besser ab, als Analysten erwartet hatten. Die Dividende soll zudem auf 9,25 Euro steigen, was ebenfalls positiv überraschte.

Der Essenslieferant Delivery Hero Börsen-Chart zeigen wuchs 2018 dank deutlich gestiegener Bestellungen kräftig weiter. Der Umsatz kletterte ohne das Deutschland-Geschäft um 65 Prozent. Bereinigt um Währungseffekte sogar um 77 Prozent. Ein Händler lobte zwar die Zahlen, verwies aber auf den bereits kräftigen Kurssprung von 6,5 Prozent der Aktie am Vortag und rechnet daher im Handelsverlauf mit Gewinnmitnahmen. Die Aktie legte leicht zu.

Im Blick könnte zudem der Mobilfunkanbieter Freenet Börsen-Chart zeigen stehen, der einem möglichen Zukauf seiner Beteiligung Sunrise grundsätzlich nicht im Wege stehen will. Allerdings komme es auf die Rahmenbedingungen an, sagte der Finanzchef der Hamburger, Ingo Arnold, der "Börsen-Zeitung" (Mittwochausgabe). Sunrise bestätigte unterdessen Medienberichte, an der Übernahme der Liberty-Tochter UPC interessiert zu sein. Deren Preis wird von Analysten auf 6 bis 7 Milliarden Schweizer Franken taxiert wird.

Euro fällt unter 1,14 US-Dollar

Der Euro in Dollar Börsen-Chart zeigen hat am Mittwoch weiter nachgegeben und ist unter die Marke von 1,14 US-Dollar gefallen. Im Vormittagshandel kostete die Gemeinschaftswährung 1,1390 Dollar und damit etwas weniger als im asiatischen Handel. Schwache Auftragsdaten aus Deutschland belasteten den Euro.

Marktbeobachter erklärten die Euro-Verluste mit der Sorge um die weitere konjunkturelle Entwicklung. Zuletzt hatten zahlreiche enttäuschende Stimmungsdaten auf eine schwächere Wirtschaftsentwicklung hingedeutet.

Am Mittwoch kamen enttäuschende Auftragsdaten aus der deutschen Industrie für Dezember hinzu, die allerdings durch sehr schwache Großaufträge überzeichnet wurden. Im gesamten vierten Quartal erhielten die Industrieunternehmen sogar einen leichten Orderzuwachs. Außerdem weisen die Unternehmen nach wie vor einen hohen Auftragsbestand auf, der selbst bei anhaltender Auftragsflaute erst einmal abgearbeitet werden müsste.

mit dpa und reuters

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