Börse Dax grenzt Verluste ein

Nach der Stabilisierung vom Vortag rutscht der Dax am Donnerstag wieder ins Minus. Impulse aus den USA fehlen, die dortigen Börsen bleiben am heutigen Thanksgiving Feiertag geschlossen.
Dax im Minus: Die Nervosität an der Börse bleibt hoch

Dax im Minus: Die Nervosität an der Börse bleibt hoch

Foto: Frank Rumpenhorst/ dpa

Neue Verluste an der Börse: Der Haushaltsstreit zwischen der EU-Kommission und Italien hat den Dax  am Donnerstag wieder ins Minus gedrückt. Der deutsche Leitindex fiel bis zum frühen Nachmittag um 0,6 Prozent auf 11 166 Punkte. Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDax  büßte 0,62 Prozent ein. Impulse aus den USA fehlen: In den USA ist am Donnerstag Thanksgiving. Die Börsen in New York sind geschlossen, am Freitag ist der Handel verkürzt.

Stattdessen sorgten sich die Anleger wieder um Italiens Schulden, schrieb Marktanalyst David Madden vom Handelshaus CMC Markets UK. Der italienische Vizepremier Matteo Salvini will laut einem Interview mit dem Fernsehsender Rai im Haushaltsstreit mit Brüssel nicht einlenken. Salvini, der auch Chef der Lega ist, will an allen Reformen, die mit der Fünf-Sterne-Bewegung vereinbart worden sind, festhalten. Ferner scheint das Interesse an italienischen Staatsanleihen selbst unter bislang verlässlichen Anlegern aus dem Inland nachzulassen.


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Am Dax-Ende fielen die Aktien des Kunststoff-Herstellers Covestro um rund 3 Prozent. Sie hatten sich am Mittwoch noch ein wenig von Ihrem Kursrutsch in Folge einer Gewinnwarnung am Dienstag erholt.

Die Aktien des Versorgers Uniper büßten fast 3 Prozent ein und waren damit das Schlusslicht im MDax .

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,22 Prozent am Vortag auf 0,21 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,03 Prozent auf 141,18 Punkte. Der Bund-Future lag 0,01 Prozent höher bei 160,73 Punkten. Der Kurs des Euro notierte zuletzt bei 1,1404 US-Dollar. Der Dollar kostete damit 0,8769 Euro. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Mittwoch auf 1,1409 (Dienstag: 1,1421) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8765 (0,8756) Euro gekostet.

Für die Aktien von Jost ging es um gut 4 Prozent nach oben. Der Lkw-Ausrüster hatte sein Wachstum im dritten Quartal nicht zuletzt wegen gut laufender Geschäfte in Nordamerika beschleunigt. Das Unternehmen habe beim Umsatz und beim bereinigten operativen Ergebnis die Erwartungen etwas übertroffen, sagte ein Händler.

Euro kaum verändert

Der Euro (Kurswerte anzeigen) hat sich am Donnerstag weiter um die Marke von 1,14 US-Dollar herum bewegt. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1405 Dollar und damit in etwa so viel wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag auf 1,1409 Dollar festgesetzt.

Am Donnerstag dürften die Impulse für den Devisenhandel voraussichtlich überschaubar bleiben. In den USA herrscht feiertagsbedingte Ruhe, weil die Amerikaner das Thanksgiving-Fest feiern. In Europa werden nur wenige Konjunkturdaten erwartet, es treten allerdings einige Notenbanker vor das Mikrofon. Unter anderem wird sich Bundesbankchef Jens Weidmann zu Wort melden.

dpa-afx, rtr
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