Samstag, 25. Januar 2020

Börse Dax schreckt vor Rekordhoch zurück

Dax im Plus: Der deutsche Leitindex klettert Richtung Rekordhoch
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Dax im Plus: Der deutsche Leitindex klettert Richtung Rekordhoch

Am deutschen Aktienmarkt hat der Dax vor seinem Rekordhoch zurückgescheut. Dabei hatten wegen der jüngsten Entspannung in der Iran-Krise bereits die US-Börsen sowie der MSCI World Index neue Rekordhöhen erreicht. Auch die Aktie von Aston Martin wird von Gerüchten bewegt.

Der Leitindex Dax Börsen-Chart zeigen konnte am Freitag seine zwischenzeitlichen Gewinne nicht behaupten und schloss 0,09 Prozent tiefer bei 13.483,31 Punkten. Zeitweise hatten dem Leitindex nur etwa 50 Punkte zur Bestmarke von 13.596 Zählern gefehlt, die vom Januar 2018 datiert. Die Entspannung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran stützte den Markt derweil weiter.

Auf Wochensicht schaffte der Dax einen Gewinn von 2 Prozent. Der Leitindex spiegele insgesamt die Zuversicht der Anleger für das noch junge Börsenjahr wider, sagte Marktbeobachter Andreas Lipkow von der Comdirect Bank. Der MDax Börsen-Chart zeigen der mittelgroßen Börsentitel hatte sich am Freitag sogar bis auf wenige Punkte dem bisherigen Rekordhoch von 28.643 Punkten genähert, bevor er ins Minus rutschte und 0,29 Prozent auf 28 470,89 Punkte verlor.

Während die Sorgen um das Säbelrasseln mit dem Iran abflauen, richten sich die Blicke auch weiter optimistisch auf den anderen Streitpartner der USA. In der kommenden Woche soll eine Teileinigung im Handelsstreit mit China unterzeichnet werden. Vizepremier Liu He reist deshalb Anfang nächster Woche nach Washington. Diese Ankündigung gilt als erste offizielle Bestätigung von chinesischer Seite.

Die am Nachmittag vorgelegten US-Arbeitsmarktdaten für Dezember hatten derweil den deutschen Markt kaum bewegt, wenngleich sie schwächer ausgefallen waren als gedacht. "Der Arbeitsmarkt ist in einer robusten Verfassung, ungeachtet der konjunkturellen Schwäche im verarbeitenden Gewerbe", sagte Analyst Ulrich Wortberg von der Landesbank Helaba.

Aston Martin mit Kurssprung

International schnellte am Freitag die Aktie des Autobauers Aston Martin am Freitag Nachmittag um bis zu 20 Prozent in die Höhe. Laut einem Bericht der "Financial Times" will der chinesische Autobauer Geely bei Aston Martin investieren und eine Beteiligung eingehen. Die Unternehmen äußerten sich nicht dazu.

In Deutschland sorgte auf Unternehmensseite vor allem RWE Börsen-Chart zeigen für Gesprächsstoff. Die Hoffnung auf eine hohe Entschädigung für den Kohleausstieg trieb die Aktien an der Dax-Spitze um 6,4 Prozent nach oben. Der Versorger dürfte bis zu zwei Milliarden Euro erhalten, schrieb die "Rheinische Post" unter Berufung auf Parteikreise.

Den Anlegern des Anlagenbauers Dürr Börsen-Chart zeigen spielte eine Kaufempfehlung der französischen Bank Societe Generale wegen verbesserter Perspektiven für die Profitabilität in die Karten. Die Papiere gewannen gut 6 Prozent und hatten damit im MDax die Nase vorn.

Das auf die Entwicklung von Krebstherapien spezialisierte Biotechunternehmen Medigene Börsen-Chart zeigen hatte einen Studienerfolg bei einem Impfstoff gegen eine Form von Leukämie erzielt. Dessen Anteilscheine schnellten um fast 35 Prozent in die Höhe.


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Goldpreis fällt wieder

Zugleich zogen sich Investoren aus Gold Börsen-Chart zeigen zurück. Das Edelmetall gilt als sichere Anlage, weshalb es vor allem in Krisenzeiten gekauft wird. Gold verbilligte sich um 0,4 Prozent auf 1548,80 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Bundesanleihen flogen ebenfalls aus den Depots. Dies hievte die Rendite der zehnjährigen Titel auf bis zu minus 0,215 Prozent von minus 0,258 Prozent.

Im Dax notieren einige Titel inzwischen auf Rekordhoch. So hat die Aktie von Adidas Börsen-Chart zeigenin dieser Woche die Marke von 300 Euro hinter sich gelassen. In den USA notieren Tech-Riesen wie Apple Börsen-Chart zeigenoder Facebook Börsen-Chart zeigenebenfalls auf Rekordniveau.

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Ölpreise leicht gesunken

Die Ölpreise sind am Freitag leicht gesunken. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 65,28 US-Dollar. Das sind neun Cent weniger als am Vorabend. Der Preis für US-Rohöl der Sorte WTI fiel ebenfalls geringfügig um elf Cent auf 59,45 Dollar. Seit Donnerstag läuft der Handel an den Finanzmärkten wieder in ruhigeren Bahnen. Auch am Ölmarkt deutet sich ein ruhiges Ende einer turbulenten Woche an. Zuvor hatte die Iran-Krise für heftige Preisauschläge im Verlauf der ersten Handelstage des neuen Jahres gesorgt.

mit Nachrichtenagenturen

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