Dienstag, 18. Juni 2019

Nach Kursrutsch an den Börsen Dax schließt über 11.000 Punkten

Zitterkurve des Dax: Der deutsche Leitindex konnte sich zu Wochenbeginn über der Marke von 11.000 Punkten festsetzen

Nach drei Verlusttagen in Folge hat der Dax am Montag wieder zugelegt. Gefragt waren Aktien der Deutschen Post. Gute Nachrichten aus dem Bankensektor trieben die Papiere von Deutscher Bank und Commerzbank an. Aktien von Wirecard konnten ebenfalls deutlich zulegen.

Erholungsversuch nach dem Kursrutsch: Gute Nachrichten aus dem Bankensektor und Rückenwind aus Übersee haben den deutschen Aktienmarkt wieder angetrieben. Der Leitindex Dax Börsen-Chart zeigen übersprang am Montag die viel beachtete Marke von 11.000 Punkten und beendete mit einem Gewinn von 0,99 Prozent auf 11.014 Punkte seine jüngste kleine Verlustserie. Für den MDax Börsen-Chart zeigen ging es um 1,17 Prozent auf 23.476 Punkte nach oben.

In China hatte es an den Handelsplätzen nach einer feiertagsbedingt mehrtägigen Pause zum Wochenstart kräftige Gewinne gegeben. Im Hinterkopf haben die Anleger aber einen weiteren möglichen Regierungsstillstand in den USA. Im Streit um die Finanzierung einer von US-Präsident Donald Trump geforderten Mauer an der Grenze zu Mexiko wachsen die Sorgen vor einem erneuten "Government Shutdown".

Zu den Gewinnern im Dax zählte die Aktie von Wirecard Börsen-Chart zeigen, die nach ihrem Kurseinbruch vom Freitag einen Erholungsversuch startete und 6,55 Prozent auf 103,2 Euro zulegte. Damit holte sie jedoch nur einen Bruchteil ihrer herben Verluste wieder auf. Am Freitag hatte das Papier zeitweise noch bei 130 Euro notiert, bevor Berichte über eine Polizeirazzia in den Wirecard-Büros in Singapur die Aktie erneut in den Keller schickten.

Am vergangenen Freitag hatten verunsicherte Anleger den deutschen Leitindex wieder unter die Marke von 11.000 Punkten gedrückt, die er erst Mitte Januar mühsam zurückerobert hatte. Das Wochenminus belief sich auf 2,5 Prozent.

Aktien der Deutschen Post Börsen-Chart zeigen kletterten um rund 2,5 Prozent. Der Konzern, an dem der Staat über die KfW Bankengruppe noch mit gut 20 Prozent beteiligt ist, wird das Briefporto durch eine geplante Gesetzesänderung deutlich stärker anheben können. Das Porto für einen Standardbrief könnte damit von 70 Cent auf bis zu 90 Cent steigen.

Bankenwerte notierten europaweit sehr fest. Ermutigende Anzeichen für die Kapitalausstattung bei einigen südeuropäischen Branchenwerten ließen hier die Aktionäre risikofreudiger agieren. Im Dax gewannen Deutsche Bank Börsen-Chart zeigen 2,4 Prozent. Im MDax legten an der Index-Spitze die Titel der Commerzbank Börsen-Chart zeigen um 4,3 Prozent zu. Händlern zufolge profitierten sie vom Rückenwind des positiven Branchenumfelds.

Chinas Börsen legen zu, kein Handel in Japan

Etwas Rückenwind gaben dem Barometer am Montag die Vorgaben aus Übersee. In den USA hatten die Börsen am Freitag ihre Verluste gegen Handelsende reduziert. In China gab es an den Handelsplätzen nach einer feiertagsbedingt mehrtägigen Pause zum Wochenstart kräftige Gewinne. In Japan fand derweil wegen eines Feiertags kein Handel statt.


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Mit Blick auf die Berichtssaison verarbeiteten die Anleger die endgültigen Zahlen von Carl Zeiss Meditec Börsen-Chart zeigen. Die Anteilscheine des Medizintechnikers stiegen um rund 1 Prozent. Zudem legten die Aktien des Werkzeugmaschinenherstellers DMG Mori - ebenfalls nach Geschäftszahlen - um knapp 1 Prozent zu.

Sehr schwach mit minus 7,55 Prozent zeigten sich am Ende des Kleinwerte-Index SDax Börsen-Chart zeigen die Papiere von Borussia Dortmund Börsen-Chart zeigen. Nach dem Unentschieden am Wochenende und dem Sieg des FC Bayern war der Vorsprung der Westfalen in der Bundesliga-Tabelle etwas zusammengeschmolzen.

Der EuroStoxx 50 Börsen-Chart zeigen schloss 0,96 Prozent höher bei 3165,61 Punkten. Für den Pariser Leitindex Cac 40 und den Londoner FTSE 100 Börsen-Chart zeigen ging es ähnlich deutlich nach oben. In Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen hingegen lag zum Handelsschluss in Europa leicht im Minus.

Am Rentenmarkt bewegte sich die Umlaufrendite wie am Freitag bei minus 0,01 Prozent. Der Rentenindex Rex stagnierte bei 142,55 Punkten. Der Bund-Future sank um 0,27 Prozent auf 166,21 Punkte. Der Eurokurs fiel und lag zuletzt bei 1,1278 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1309 (Freitag: 1,1346) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8843 (0,8814) Euro gekostet.

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