Mittwoch, 26. Juni 2019

Erholung an den Börsen Dax steigt, Dow Jones klettert sechsten Tag in Folge

Kurserholung: Der Dax hat auf Wochensicht zugelegt

Der Dax klettert wieder über die Marke von 12.400 Punkten. Nach der Kursrally an der Wall Street werden jedoch auch US-Anleger vorsichtig. Zudem bremst der starke Euro die Dax-Erholung.

Zaghafte Erholung: Der Dax Börsen-Chart zeigen hat am Freitag seine Erholung zunächst fortgesetzt. Die jüngst weltweit an den Aktienmärkten noch herrschende Angst vor einem raschen Zinsanstieg rückte in den Hintergrund. Allerdings bremste der deutliche Anstieg des Euro Börsen-Chart zeigen den deutschen Leitindex, denn die Gemeinschaftswährung übersprang am Freitag Morgen die 1,25 US-Dollar-Marke.

Der Dax Börsen-Chart zeigen stieg bis zum Handelsschluss auf Xetra (18.30 Uhr) um 0,8 Prozent auf 12.451 Punkte. Auf Wochensicht hat der Dax damit knapp 3 Prozent zugelegt. Erst am vergangenen Freitag war der Leitindex mit knapp über 12.000 Punkten zeitweise auf den tiefsten Stand seit Ende August gefallen.

Noch deutlicher als der Dax stiegen die Werte aus der zweiten Reihe. Der MDax Börsen-Chart zeigen legte um 1,3 Prozent zu, der Technologiewerte-Index TecDax Börsen-Chart zeigen kletterte um 1,8 Prozent. Der Leitindex der Eurozone, der EuroStoxx 50 , gewann 0,9 Prozent auf 3417 Zähler.

Dax-Realtime: Hier sehen Sie Dax und Dow in Echtzeit

Dow wieder über 25.000 Punkten, dynamische Erholung an der Wall Street

In den USA hatte der Leitindex Dow Jones Börsen-Chart zeigen am Donnerstag seine Erholung den fünften Tag in Folge fortgesetzt. Den zwischenzeitlichen Kursrutsch seit seinem Rekordhoch von 26 616 Punkten in der letzten Januarwoche hat der Dow Jones damit teilweise schon wieder aufgeholt.

Am Freitag notierten Dow Jones Börsen-Chart zeigen und Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen ebenfalls im Plus. Bleibt es dabei, hätte der Dow Jones sechs Tage in Folge zuglegt. An der Wall Street deutet sich auf Wochensicht ein Plus von 5 Prozent an.

Gute Konjunkturdaten, die möglicherweise zu einem schnelleren Zinsanstieg durch die US-Notenbank Fed beitragen könnten, dämpften die Stimmung nur wenig: Die US-Bauwirtschaft hat sich im Januar stark entwickelt; auch die Preise von in die USA eingeführten Gütern sind zum Jahresbeginn stärker als erwartet gestiegen.

Coca Cola nach Zahlen gefragt

Die jüngsten Unternehmensnachrichten aus den Vereinigten Staaten wurden gemischt aufgenommen: Der Getränkeriese Coca-Cola Börsen-Chart zeigen musste zwar einen Milliardenverlust im Schlussquartal wegen hoher Abschreibungen aufgrund der US-Steuerreform hinnehmen. Die Aktien stiegen vorbörslich trotzdem rund 2,2 Prozent. Coca-Cola betonte, auf längere Sicht von den Steuersenkungen der US-Regierung zu profitieren.

Allianz meldet steigenden Gewinn

Seitens der Unternehmen zogen vor allem die Jahreszahlen des Versicherers Allianz Börsen-Chart zeigen Aufmerksamkeit auf sich. Analysten sprachen von "soliden" und "wie erwartet" ausgefallenen Zahlen. Dennoch sackten die Aktien mit minus 1,00 Prozent an das Dax-Ende. Trotz der Hurrikan-Serie und anderer Katastrophen war beim größten Versicherer Europas 2017 der operative Gewinn leicht gestiegen, während der Überschuss sank. Hinsichtlich der Ziele für 2018 gab sich Konzernchef Oliver Bäte allerdings deutlich vorsichtiger als die Branchenexperten.

Linde: EU-Kommission hat Bedenken wegen Fusion mit Praxair

Die zum Umtausch eingereichten Anteile des Anlagenbauers und Industriegas-Herstellers Linde Börsen-Chart zeigen gerieten am Freitag unter Druck. Der Grund: Die EU-Wettbewerbshüter nehmen die geplante Fusion zwischen dem Industriegasekonzern Linde und dem US-Konkurrenten Praxair ins Visier. Eine vertiefte Prüfung des Zusammenschlusses werde eingeleitet, teilte die EU-Kommission am Freitag in Brüssel mit. Es gebe Bedenken, dass der Wettbewerb auf dem Markt für mehrere wichtige Gase, darunter Sauerstoff und Helium, beeinträchtigt werden könne. Die EU-Wettbewerbshüter haben nun 90 Arbeitstage - also bis zum 4. Juli - Zeit, das Vorhaben zu durchleuchten.

Airbus-Aktie setzt Kursrally fort

Analystenstimmen gaben im MDax Börsen-Chart zeigen den Papieren von Airbus Börsen-Chart zeigen neuen Schub. Nach dem rund zehnprozentigen Kursgewinn am Vortag stiegen sie nun um ein weiteres Prozent. Nachdem der von Dauerproblemen beim Militär-Transportflugzeug A400M geplagte Flugzeugbauer für 2017 eine Verdreifachung seines Reingewinns bekannt gegeben hatte, äußerten sich zahlreiche Analysten positiv. Kursziele wurden angehoben, das Analysehaus CFRA reihte sich außerdem unter die zahlreichen Häuser, die die Aktie zum Kauf empfehlen.

Eine frisch ausgesprochene Kaufempfehlung für die HHLA -Aktie seitens des Analysehauses Kepler Cheuvreux verhalf diesem Titel zu einem Plus von etwas mehr als 8 Prozent. Um ein Prozent stiegen zudem die Anteile von Scout24 . Dass sich Finanzinvestor Hellman & Friedman fast komplett von seinem restlichen Anteil trennte, belastete damit nicht. Vielmehr habe dies die Fantasie beflügelt, dass die Aktie womöglich bald in den MDax aufsteigen könne, sagte ein Händler.

Euro fällt unter 1,25 US-Dollar

Der Euro Börsen-Chart zeigen hat am Donnerstag wieder leicht nachgegeben. Nachdem die Gemeinschaftswährung am Morgen zeitweise über die Marke von 1,25 US-Dollar gestiegen war, wurde sie im Vormittagshandel bei 1,2494 Dollar gehandelt und damit etwa einen halben Cent höher als als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Mittwochnachmittag auf 1,2348 Dollar festgesetzt.

Mit den jüngsten Kursgewinnen nähert sich der Euro seinem Drei-Jahreshoch, dass er im Januar bei 1,2537 Dollar erreicht hatte. Am Markt wird nach Einschätzung der Devisenexpertin Esther Reichelt von der Commerzbank immer stärker darauf spekuliert, dass die EZB vor dem Hintergrund der starken konjunkturellen Entwicklung ihre Geldpolitik straffen wird. Diese Erwartung stützt den Euro. Außerdem dürfte der Anstieg der Inflation in den USA auch global den Preisdruck antreiben und die Chancen erhöhen, dass die europäische Notenbank bei ihrer Geldpolitik etwas vom Gaspedal geht.

Am Devisenmarkt wird die Kursentwicklung aber auch mit einer breit angelegten Dollar-Schwäche erklärt. Marktbeobachter verweisen auf eine Gegenbewegung zu den deutlichen Dollar-Gewinnen in der vergangenen Woche. Am Mittwoch kamen außerdem enttäuschende Zahlen aus dem amerikanischen Einzelhandel hinzu, der als richtungsweisend für den Privatkonsum gilt.

mit dpa und Reuters

© manager magazin 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung