Samstag, 25. Januar 2020

Börsenprofi Markus Zschaber erklärt Wie Anleger von der Digitalisierung profitieren

Die Digitalisierung nimmt Fahrt auf. Unternehmen geraten unter Zeitdruck; vor allem Mittelständler benötigen Unterstützung. Wie Anleger an diesem Trend partizipieren können.

Die Digitalisierung kommt im Mittelstand an. Zahlreiche Erhebungen wie die repräsentative Telekom-Studie "Digitalisierungsindex Mittelstand 2019/2020" oder der KfW-Digitalisierungsbericht 2018 zeigen, dass immer mehr Mittelständler in digitale Technologie investieren. Dabei öffnet sich jedoch oft eine Schere zwischen kleinen und größeren Unternehmen. Vor allem kleinere Betriebe hinken bei Digitalinvestitionen hinterher.

Dabei sind die Chancen groß: Wie das Forschungsprojekt "Digitalisierung im Mittelstand 2018" der Internationalen Hochschule IUBH in Bad Honnef gemeinsam mit dem IT-Beratungshaus All for One Steeb und der Allfoye Managementberatung GmbH gezeigt hat, bietet die Digitalisierung die Chance, Prozesse zu optimieren, neue Technologien einzuführen und sich noch stärker an den Wünschen der Kunden auszurichten. Auch können sich aus digitalen Prozessen neue Geschäftsmodelle ergeben.

Markus Zschaber

Nicht nur die Chancen rund um die Digitalisierung sind groß, sondern auch die Risiken. Grund: Wer dringend notwendige Investitionen in die digitale Infrastruktur vernachlässigt, spielt mit der Zukunft des eigenen Unternehmens. Auf Dauer wird kaum eine Firma es sich leisten können, auf die Vernetzung von Prozessen und Produkten sowie die Verbindung von virtueller und physischer Welt zu verzichten.

Externe Unterstützung gefragt

Um die Digitalisierung voranzutreiben, sind allerdings ausgewiesene Experten notwendig. Gerade für mittlere und kleinere Mittelständler lohnt es in der Regel nicht, jede technische Innovation mit hauseigenem Personal voranzutreiben. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Unternehmen auch gar nicht über das notwendige Know-how verfügen, technische Neuerungen in Eigenregie umzusetzen. An dieser Stelle kommen IT-Systemhäuser ins Spiel. Unternehmen wie Bechtle Börsen-Chart zeigen helfen ihren Partnern dabei, sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren. Themen wie Hardware, Software oder auch individuelle IT-Lösungen können auf diese Weise ausgelagert werden. Gerade Fragen nach Cloud-Lösungen oder auch IT-Sicherheit stellen sich regelmäßig neu. Kurzum: Externe Unterstützung kann mittelständischen Unternehmen dabei helfen, technologisch am Ball zu bleiben.

Mittelstand unter Digitalisierungsdruck

Auch für Anleger könnte es sich lohnen, entlang des Digitalisierungstrends zu investieren. Natürlich haben die großen Konzerne wie Alphabet, Apple oder auch Microsoft und SAP eine Menge zu bieten. Doch wo bleibt der Mittelstand? Bechtle versteht sich als Partner dieser Unternehmen, der öffentlichen Hand und von Konzernen. An der Börse kommt diese Kombination äußerst gut an: Seit Jahresbeginn legte die im Nebenwerteindex MDAX Börsen-Chart zeigen notierte Aktie um rund 85 Prozent an Wert zu. Geschuldet ist dies einem Wachstum über alle Regionen und Sparten: Vor allem in Österreich und der Schweiz lief es in diesem Jahr im Systemhaus-Geschäft besonders rund. Dennoch ist Bechtle zu zwei Dritteln in Deutschland tätig. Mit Blick auf das Gesamtjahr ist man beim Unternehmen sehr zuversichtlich, die bereits sehr guten Vorjahresergebnisse toppen zu können.

Der Börsenkurs der Woche - vom Profi
Kurse, Indexstände, Aufs und Abs - an der Börse passiert täglich Neues, Besonderes und Überraschendes. An dieser Stelle präsentiert und erklärt jeden Montag ein Finanzmarktprofi sein Börsen-Highlight der Woche.

Zwar beträgt die Dividendenrendite aktuell nur rund ein Prozent, doch ist es bei Bechtle in erster Linie das Wachstum, das die Aktie so vielversprechend macht. Angesichts des Umstandes, dass noch immer ein Großteil des Mittelstandes Nachholbedarf bei der Digitalisierung hat, dürfte das Unternehmen den Wachstumspfad in absehbarer Zeit auch nicht verlassen. Gerade bei Mittelständlern, die bislang nicht in neue Technologie investiert haben, steigt der Druck, endlich etwas zu unternehmen. Dies könnte dazu führen, dass Unternehmen wie Bechtle auch in wirtschaftlich angespannteren Zeiten weitere Aufträge an Land ziehen dürften.

Die Zeiten des Gewinnwachstums in der Nähe von 20 Prozent dürften auf absehbare Zeit zwar vorbei sein, doch sollte Bechtle auch noch in den kommenden Jahren zweistellige Zuwächse erzielen können. Für Investoren ist das gepaart mit dem attraktiven Geschäftsfeld eine sehr positive Aussicht und eine Überlegung wert. Sicherlich ist immer die Frage, wie hoch die Beteiligung innerhalb eines Anlegerdepots sein sollte, dafür haben die Kunden unseres Hauses die Verwaltungsdienstleistung, mit derer wir die Quoten steuern, somit wird Bechtle eine Aktie bleiben, die unsere Anleger hin und wieder im Depot sehen werden.

© manager magazin 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung