Folgen der Corona-Pandemie Ölpreis sinkt auf tiefsten Stand seit November 2002

Ölförderung in Saudi-Arabien

Ölförderung in Saudi-Arabien

Foto: Ahmed Jadallah/ REUTERS

Die Ölpreise sind zum Wochenstart wegen der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie deutlich gefallen. Der Preis für ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent  sackte um bis 7,6 Prozent ab und war mit 23,03 Dollar so billig wie zuletzt November 2002.

Damals hatten die Ölpreise infolge der Terroranschläge am 11. September 2001 unter Druck gestanden. Das US-Öl WTI verbilligte sich ähnlich stark und notierte mit 19,92 Dollar nur noch knapp über seinem 18-Jahres-Tief von vorvergangener Woche. Das Minus des WTI-Preises summiert sich seit dem Start des Corona-Crashs auf etwas mehr als 60 Prozent.

Neben dem weitgehenden Stillstand der Weltwirtschaft leidet Rohöl unter dem Preiskrieg Saudi-Arabiens und Russlands, die trotz einer geringeren Nachfrage den Ölhahn bis zum Anschlag aufdrehen. Aber selbst wenn die beiden wichtigen Förderländer ihre Differenzen beilegten, würde dies dem Ölpreis kaum helfen, sagte Lachlan Shaw, Chef-Rohstoffanalyst der National Australia Bank. "Der Nachfrage-Schock durch den Erreger Covid-19 ist einfach zu groß." Experten rechnen wegen der Pandemie mit einem Rückgang der Rohöl-Nachfrage um etwa 20 Prozent.

msc/Reuters/dpa