Aktienprofi Markus Zschaber rät  Kaufchancen bei heimlichen Stars des Mittelstands

Von Markus Zschaber
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Brenntag - gut positionierter Weltmarktführer

Deutschland ist international bekannt für einen starken Mittelstand und eine Vielzahl von Weltmarktführern, vor allem in den Branchen Maschinenbau und Chemie. Das in Mülheim an der Ruhr ansässige MDax-Unternehmen Brenntag  zählt zu genau diesen Weltmarktführern. Brenntag ist spezialisiert auf die Chemiedistribution, dass bedeutet, Brenntag kauft von seinen Lieferanten große Mengen Industrie- und Spezialchemikalien und stellt seinen Endkunden bedarfsgerechte Mengen, eine umfangreiche Palette chemischer Produkte und diverse Mehrwertleistungen zur Verfügung.

Mit weltweit 490 Standorten in 72 Ländern verfügt Brenntag über eine international exzellente Vernetzung, die besonderes im asiatischen und im lateinamerikanischen Raum weiter ausgebaut wird. So konnte der Umsatz im ersten Quartal 2015 um rund 6,5 Prozent auf 2,57 Milliarden Euro zulegen, das Ergebnis nach Steuern lag sogar mehr als 31 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres.

Mit Brenntag finden wir ein sehr gut strukturiertes, wachstumsorientiertes Unternehmen vor, das uns in den kommenden Jahren sicherlich noch viel Freude bereiten wird.

Geberit - Einstiegschance nach Kursverlusten

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Geberit  steht mit seinem Namen wie kein zweites Unternehmen für hochwertige Sanitärprodukte und hat sich in Europa als Marktführer etabliert. Mit 29 Produktionswerken in Europa ist das schweizerische Unternehmen in allen wichtigen Ländern des Heimatmarkts aktiv. In den kommenden Jahren wird Geberit vor allem die Expansion in vielversprechende Wachstumsregionen wie Südostasien vorantreiben.

Geberit bietet seinen Kunden eine umfangreiche Produktpalette in den Bereichen Installations- und Spülsysteme, Armaturen, Entwässerungs- und Rohrleitungssysteme. Bereits im Mai 2014 habe ich dieses Unternehmen in diesem Format als hochinteressant eingeschätzt. Zwischenzeitlich konnte die Aktie rund 47 Prozent an Wert zulegen, allerdings sorgten die Ende April veröffentlichten Quartalszahlen für Enttäuschung und führten zu Kursabgaben.

Markus Zschaber

Markus Zschaber ist Gründer der Vermögens-verwaltung V.M.Z. (www.zschaber.de ) und Leiter des Instituts für Kapitalmarkt-Analyse (www.kapitalmarktanalyse.com ).Bitte beachten Sie die wichtigen Hinweise und den Haftungsausschluss hinter diesem Link. 

Negative Währungseffekte schmälerten sowohl Gewinn als auch Umsatz, was nur durch den Zukauf des finnischen Sanitärunternehmens Sanitec teilweise kompensiert werden konnte. Trotz dieser Konsolidierungsphase konnte der Aktienkurs einen soliden Wertzuwachs von rund 22 Prozent verzeichnen. Besonders in der jetzigen Konsolidierungsphase kann es sinnvoll sein, einen günstigen Nachkauf zu tätigen bzw. noch nicht investierten Anlegern können sich hier günstige Einstiegschancen bieten.

3M - Mischkonzern macht alles glücklich

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3M zählt heute zu den größten und bedeutendsten Mischkonzernen der Welt. Über 90.000 Mitarbeiter beschäftigt 3M in 70 verschiedenen Ländern, die im Jahr 2014 einen Rekordumsatz von 31,8 Milliarden US-Dollar erwirtschafteten.

Bei der Betrachtung und Analyse des Unternehmens sticht vor allem die breite Produktpalette hervor. Über 50.000 verschiedene Produkte bietet 3M in seinen fünf Geschäftsfeldern seinen Kunden an. Damit zählt 3M zu den am breitesten aufgestellten Unternehmen weltweit und beliefert namhafte Kunden aus den Bereichen Kommunikation, Elektronik, Industrie, Medizin und Sicherheit.

Nicht nur die breite Produktpalette, sondern auch eine hohe Innovationskraft, die durch insgesamt mehr als 100.000 angemeldete Patente zum Ausdruck kommt, ein gutes Management und eine solide Finanzbasis machen das Unternehmen hochinteressant. So konnte 3M bereits in den vergangenen fünf Jahren sowohl Umsatz, Gewinn und die Dividende stetig erhöhen.

3M bleibt als Basisinvestment für jeden Anleger mit einem global diversifizierten Portfolio unverzichtbar.

Caterpillar - weltgrößter Baumaschinenhersteller in Wartestellung

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Die Aktionäre von Caterpillar , dem größten Maschinenbauhersteller der Welt, durchleben derzeit eine schwere Zeit. Im Jahr 2015 wird der Umsatz voraussichtlich um rund 10 Prozent zurückgehen und der Gewinn um 20 Prozent schrumpfen. Vor allem die deutlich gesunkenen Rohstoffpreise machen es dem Maschinenbauer schwer.

Bergbauunternehmen halten schon seit einigen Jahren große Investitionen zurück, um die Margen trotz Preisverfalls weitestgehend stabil zu halten. Darüber hinaus sorgt der derzeit sehr günstige Ölpreis für fallende Aufträge aus dem Energie- und Transportsegment bei immer höher steigendem Investitionsstau bei den Unternehmen. Auf diese Entwicklung hat Caterpillar bereits reagiert und Sparmaßnahmen und Effizienzsteigerungen angekündigt.

Die eigentliche Frage für Caterpillar ist, wann die Kunden die aktuelle Investitionszurückhaltung aufgeben. Zusätzlich wird Caterpillar zukünftig wieder mehr in die Forschung und Entwicklung investieren, um potenzielle Kunden durch eine höhere Effizienz der Produkte im Vergleich zu älteren Produkten zu gewinnen. Auf Sicht von einem Jahr büßte die Aktie rund 24 Prozent ihres Wertes ein.

Investoren sollten die Lage rund um den Maschinenbauer und die Entwicklungen der Aktie genau verfolgen, denn das aktuelle Kursniveau bietet langfristig orientierten Anleger sicherlich Chancen.

Continental - größter deutscher Autozulieferer räumt auf

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Nach einem starken Kursanstieg seit Oktober 2014 befindet sich der größte deutsche Automobilzulieferer Continental  seit März, wie auch der gesamte deutsche Aktienmarkt, in einer Konsolidierungsphase. Trotz einiger Negativmeldungen in den letzten Tagen, die einen schwächeren Pkw-Absatz in China vermeldeten, sind die grundsätzlichen Aussichten für Continental weiterhin positiv.

So bekräftigte das Unternehmen zuletzt seinen Ausblick für das Jahr 2015, welcher unter anderem eine währungsbereinigte Umsatzsteigerung von 5 bis 7 Prozent vorsieht. Darüber hinaus konnte Continental in den letzten Wochen gleich zwei weitere positive Nachrichten verkünden: Zunächst konnte Continental die Übernahme des finnischen Softwareentwickler Elektrobit Automotive erfolgreich abschließen.

Nach der Integration des Unternehmens arbeiten im Continental-Konzern insgesamt rund 11.000 Fachkräfte im Bereich der Softwareentwicklung. Damit verstärkt das Unternehmen deutlich seine Softwarekompetenz bei Lösungen für die Automobilindustrie. Darüber hinaus verkündete Continental die vorzeitige Rückzahlung einer Anleihe in Höhe von 950 Millionen US-Dollar, was die Finanzlage weiter verbessern sollte. Anleger werden noch viele Jahre ihre Freude an diesem Investment haben.

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