Apple, Öl, Dax - die größten Verlierer an den Börsen Dax mit längster Verlustserie seit der Finanzkrise

Dax: Ein rabenschwarzes Jahr

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Dax stürzt ab: Dax mit längster Verlustserie seit Finanzkrise

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Knapp 2 Prozent hat der Dax  im November verloren, sollte der Index den heutigen Börsentag auf dem aktuellen Stand beschließen. Weitaus bedenklicher als das Ausmaß der Kursverluste ist jedoch die Länge der Börsenschwäche: Der Dax steuert damit den vierten Monat in Folge auf einen Verlust zu und hat seit Ende Juli rund 13 Prozent (1600 Punkte) an Wert verloren. Das ist die längste Schwächeperiode im Dax seit der Finanzkrise, als der Dax zwischen September 2008 und März 2009 um rund 50 Prozent einbrach.

Das Jahr 2018 dürfte der Dax mit einem zweistelligen Kursverlust beschließen, selbst wenn sich die Kurse im Dezember ein wenig erholen sollten: Dax-Anleger bringen Geld in Sicherheit, da sie neben Brexit und US-chinesischem Zollstreit eine Eintrübung der Weltkonjunktur fürchten, die viele der exportorientierten Dax-Titel empfindlich treffen würde.

Gradmesser für den Pessimismus mit Blick auf den Zustand der Weltkonjunktur ist vor allem der Ölpreis: Rechnen Investoren mit einer sinkenden globalen Nachfrage, geht der Ölpreis zurück. Im November hat der Ölpreis um rund 21 Prozent nachgegeben und damit den größten monatlichen Preissturz seit zehn Jahren erlebt. Die Hoffnungen, dass der Ölpreis sich bis Jahresende von diesem Rücksetzer erholt, ruhen vor allem auf einer Einigung zwischen den USA und China im Handelsstreit.

Zu den größten Verlierern des Monats November gehört auch ein prominenter Börsenliebling: Der iPhone-Hersteller Apple dürfte den November mit einem Minus von rund 18 Prozent abschließen. Für die erfolgsverwöhnten Apple-Aktionäre ist dies der größte monatliche Kurssturz seit der Finanzkrise vor zehn Jahren.

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Dax stürzt ab: Dax mit längster Verlustserie seit Finanzkrise

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Doch nicht nur Apple, sondern auch weitere Technologie-Schwergewichte aus USA und Asien sind in den vergangenen Wochen erheblich unter Druck geraten. Auch Amazon, Netflix, Baidu und JD.com haben zum Teil zweistellige Verluste verbucht. Der Abverkauf im Tech-Sektor mag nach der Kursrally der vergangenen Jahre vor allem mit Gewinnmitnahmen begründet sein: Anleger bringen Geld in Sicherheit. Beim Dax sind es dagegen vor allem Sorgen um die Weltkonjunktur und um die Zukunft der Euro-Zone, die dem deutschen Leitindex das schwächste Jahr seit der Finanzkrise vor zehn Jahren bescheren.

la/mmo
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