Dienstag, 28. Januar 2020

Börsenwissen vom Profi Diese Grafik zeigt, warum Aktien-Anlage langfristig lohnt

Wer glaubt, Aktien eignen sich nicht zur langfristigen Geldanlage, der sollte einen Blick auf diese 50-Jahre-Grafik des Dax werfen. Und wer glaubt, die Lufthansa profitiere vom niedrigen Ölpreis, der hat die Rechnung ohne die Lufthansa-Piloten gemacht.

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Der Dax steigt und steigt - und die deutschen Anleger gucken mehrheitlich zu. Fast zwei Drittel ihres liquiden Geldvermögens halten die sicherheitsorientierten Deutschen als Bargeld oder legen es auf Tagesgeldkonten und Sparbüchern an. Dabei müsste spätestens seit dem vergangenen Sommer, als Mario Draghi und seine Kollegen aus der EZB den Einlagezins auf minus 0,2 Prozent gesenkt haben, jedem klar sein, dass mit Zinsanlagen nichts mehr zu verdienen ist; dies allerdings mit Sicherheit.

Deutsche Anleger haben vor allem Angst vor möglichen Kursverlusten. Dabei zeigt sich, dass es in 34 der vergangenen 50 Jahre zu Kursgewinnen gekommen ist; im Durchschnitt ließ sich auf Jahressicht mit dem Dax eine Rendite von rund 9 Prozent erzielen.

Das beste Aktienjahr war 1985 mit einem Zuwachs von über 60 Prozent, das schlechteste Dax-Jahr war 2002 mit einem Minus von 43 Prozent. Gerade Anleger mit einem längeren Anlagehorizont sollten nicht zu viel Angst vor einem "falschen" Einstiegsjahr haben. Wer einen Anlagehorizont von zehn Jahren oder mehr hat, für den reduziert sich das Verlustrisiko ganz erheblich.

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