USA und China einigen sich Chinas Firmen können an US-Börse bleiben

Wegen eines Streits zwischen den USA und China über Transparenzregeln drohte Firmen aus der Volksrepublik wie dem Online-Konzern Alibaba der Ausschluss von der US-Börse. Diese Gefahr ist nun vom Tisch – die Streitparteien haben sich geeinigt.
Alibaba-Niederlassung in Peking: Chinas Konzerne müssen kein Delisting in New York mehr befürchten

Alibaba-Niederlassung in Peking: Chinas Konzerne müssen kein Delisting in New York mehr befürchten

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Mark Schiefelbein / AP

Nach einem jahrelangen Streit über einen Verbleib chinesischer Unternehmen an den US-Börsen haben sich Washington und Peking geeinigt. Die USA und China unterzeichneten am Freitag ein Abkommen, das es den US-Behörden erlaubt, die Prüfungsunterlagen von Firmen aus der Volksrepublik und Hongkong zu durchleuchten. Chinesische Unternehmen, die an US-Börsen notiert sind, können damit künftig die US-Regeln einhalten. Ein Delisting dieser Aktien aus den USA im großen Stil ist damit vorerst vom Tisch.

Von einem Ausschluss von der Wall Street waren zum Beispiel die in den USA notierten Aktien des chinesischen Amazon-Rivalen Alibaba bedroht. Der Internet-Konzern hatte dort 2014 den größten Börsengang der Geschichte hingelegt. Die US-Börsenaufsicht SEC hatte die Alibaba-Aktien auf eine Liste mit chinesischen Unternehmen gesetzt, die möglicherweise ihre US-Börsennotierung einstellen müssen. Dort standen inzwischen mehr als 200 chinesische Firmen.

Grund war der Streit zwischen den USA und China. Die US-Regulierer verlangten kompletten Zugriff auf die Prüfungsberichte von in New York gelisteten chinesischen Unternehmen, die aber in der Volksrepublik gespeichert sind. China lehnte die Freigabe bisher mit Verweis auf nationale Sicherheitsregeln ab.

cr/Reuters
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