Börse Neue Kursrekorde an der Nasdaq

Gewinne an den asiatischen Börsen stützten zunächst den Dax, doch am Nachmittag ging dem Leitindex die Puste aus. Europas Aktienindex EuroStoxx 50 notierte dagegen zeitweise auf einem 14-Jahres-Hoch. Und an der Wall Street setzen die Tech-Werte ihre Rallye fort.
Nasdaq in New York: Mit den Kursen von Tech-Aktien geht es an der US-Börse seit geraumer Zeit aufwärts

Nasdaq in New York: Mit den Kursen von Tech-Aktien geht es an der US-Börse seit geraumer Zeit aufwärts

Foto: Shannon Stapleton / REUTERS

Zum Auftakt des wegen seiner meist hohen Kursschwankungen gefürchteten Börsenmonats September ist der Dax  mit Gewinnen in den Handel gestartet und hat wieder Kurs auf die Marke von 16.000 Zählern genommen. Über die Ziellinie am ersten Tag im September ging der deutsche Leitindex jedoch mit minus 0,1 Prozent auf 15.824,3 Punkte. Im August hatte er um 1,9 Prozent zugelegt. Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte gewann am Mittwoch 0,6 Prozent auf 36.183 Zähler. Der EuroStoxx 50  gewann am Ende 0,7 Prozent und erreichte im Tagesverlauf das höchste Niveau seit 14 Jahren.

Dax

In New York notierte der Leitindex Dow Jones Industrial zum Börsenschluss in Europa leicht im Minus. Später drehte an der Wall Street jedoch die Stimmung: In der Hoffnung auf weitere Konjunkturhilfen der US-Notenbank kehrten Anleger zurück. Der Technologie-Index Nasdaq stieg um bis zu 0,7 Prozent auf ein Rekordhoch von 15.372,85 Punkten. Getragen wurde diese Rally von Kursgewinnen bei Großkonzernen wie Apple oder der Google-Mutter Alphabet, deren Aktien ebenfalls neue Höchststände erreichten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones und breit gefasste S&P 500 legten ebenfalls leicht zu, verfehlten neue Bestmarken zunächst aber.

Genährt wurden die Spekulationen auf zusätzliche Fed-Geldspritzen von enttäuschenden Arbeitsmarktdaten. Der Agentur ADP zufolge fiel der Jobaufbau im August mit 374.000 nur etwa halb so stark aus wie erhofft. Wenn sich die offiziellen Daten am Freitag ähnlich entwickelten, werde sich die Fed jegliche Signale in Richtung einer Drosselung ihrer Wertpapierkäufe verkneifen, bis der Arbeitsmarkt wieder auf Kurs sei, sagte Sam Stovall, Chef-Anlagestratege des Research-Hauses CFRA.

Nasdaq

Unterdessen brachten einige führende Banker der Europäischen Zentralbank (EZB) rund eine Woche vor der nächsten Ratssitzung eine Drosselung der Wertpapierkäufe ins Gespräch. Daraufhin warfen Investoren weitere Staatsanleihen aus ihren Depots und trieben die Rendite der zehnjährigen Bundestitel auf ein Sechseinhalb-Wochen-Hoch von minus 0,354 Prozent.

Dax, Dow und Aktien auf einen Blick: Hier geht es zur Börsenseite 

Bitcoin pendelt um 47.000 US-Dollar

Nach dem Kurssprung von Freitag, bei dem der Bitcoin innerhalb von nur wenigen Stunden um rund 2000 Dollar auf knapp 50.000 US-Dollar gestiegen war, hat die größte und bekannteste Kryptowährung wieder deutlich nach. Am Mittwoch notierte Bitcoin knapp über der Marke von 47.000 US-Dollar.

Bitcoin

Erst vor einer Woche hatte die Cyberdevise die runde Marke von 50.000 Dollar erreicht, dann aber wieder nachgegeben. Seit Mitte Juli ist der Bitcoin um knapp 20.000 Dollar gestiegen. Von seinem Rekordhoch von knapp 65.000 Dollar, erreicht Mitte April, ist die Kryptowährung aber noch ein gutes Stück entfernt.

Ölpreise legen vor Opec-Treffen zu

Die Ölpreise sind am Mittwoch vor einer Entscheidung des Erdölverbunds Opec+ über seine kurzfristige Förderpolitik moderat gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 73,08 US-Dollar. Das waren 45 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 46 Cent auf 68,96 Dollar.

Zur Wochenmitte entscheidet der Ölverbund Opec+ über seine Förderpolitik für Oktober. Es wird erwartet, dass die tägliche Förderung um weitere 400 000 Barrel angehoben wird. Dieser Kurs wurde vor einigen Monaten durch die Ölproduzenten vorgezeichnet. Die Opec+ besteht aus dem Rohölkartell Opec unter Führung Saudi-Arabiens sowie weiteren größeren Förderländern, darunter Russland.

Brent

Für Unsicherheit hat zuletzt allerdings die vielerorts angespanntere Corona-Lage gesorgt. Die rasche Ausbreitung der Delta-Variante könnte die Ölnachfrage belasten, soweit erneut scharfe Beschränkungen des öffentlichen Lebens ergriffen werden. Weil es in vielen Ländern danach zurzeit eher nicht aussieht, wird erwartet, dass die Produzenten Kurs halten.

mit Nachrichtenagenturen
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