Börse Dax geht mit deutlichem Plus ins Wochenende

Dax-Anleger greifen am Freitag wieder zu. Der Leitindex schließt 1,5 Prozent höher bei 14.283 Punkte. Zu den Favoriten gehört die Aktie der Deutschen Bank.
Börse Frankfurt am Main: Der Dax entfernt sich von der 14.000-Punkte-Marke

Börse Frankfurt am Main: Der Dax entfernt sich von der 14.000-Punkte-Marke

Foto: Frank Rumpenhorst / dpa

Dank einer Entspannung am Ölmarkt hat sich der Dax am Freitag erholt. Er folgte der Stabilisierung der US-Börsen am Vortag und legte zum Handelsschluss um 1,5 Prozent auf 14.283 Zähler zu. Auf Wochensicht liegt der deutsche Leitindex damit etwas mehr als ein Prozent im Minus. Der MDax stieg zuletzt um 1,4 Prozent auf 30.830 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,5 Prozent.

Dax

Auch an der Wall Street erholten sich die Standardwerte-Indizes nach einem durchwachsenen Start ein wenig von ihren jüngsten Verlusten. Der Leitindex Dow Jones Industrial stieg zuletzt um 0,8 Prozent auf 34.856,8 Punkte. Auf Wochensicht deutet sich damit ein moderates Plus an.

Nasdaq

Nasdaq

Hierzulande gehörte die Aktie der Deutschen Bank im Leitindex mit einem Plus von 3,9 Prozent zu den Favoriten, ebenso wie Airbus und Hannover Rück, deren Aktien jeweils um knapp 3 Prozent kletterten. Im MDax gewann das Commerzbank-Papier 2,6 Prozent.

Die Aktie der Deutschen Telekom wurde ex Dividende von 0,64 Euro gehandelt, weshalb sie - allerdings nur rein optisch - Schlusslicht war. Am Vortag wurde außerdem der Vorstandschef der Deutschen Post, Frank Appel, zum Aufsichtsratsvorsitzenden der Telekom gewählt. Bei der Deutschen Post dagegen begann der Aktienrückkauf. Die Aktie stieg um 2,0 Prozent.

Spekulationen um Scout24

Übernahmespekulationen katapultierten Scout24 um etwas mehr als 15 Prozent nach oben auf das höchste Niveau seit Januar. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete unter Verweis auf Marktbeobachter von "Dealreporter", dass die Investoren Hellman & Friedman, EQT und Permira ein Auge auf den Online-Immobilienmarktplatz geworfen hätten und ein Gebot erwägen. Auch Cinven und CVC seien interessiert, hieß es. «Dealreporter» habe seine Informationen aus Investorenkreisen.

CTS Eventim zogen um knapp 8 Prozent an und profitierten von einer Hochstufung auf "Buy" durch die Privatbank Berenberg und ein von 70 auf 80 Euro angehobenes Kursziel. Der Tickethändler und Veranstalter gehe nach der Pandemie auf "Comeback Tour", schrieb Analyst Gerhard Orgonas.

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Eine "Overweight"-Empfehlung von JPMorgan verhalf zudem den Papieren von K+S an dritter Stelle im MDax zu einem Plus von 7,8 Prozent, womit sich der Kurs seit Jahresbeginn inzwischen mehr als verdoppelt hat. Analyst Chetan Udeshi sieht weiter viel Potenzial für die Anteile des Düngemittel-Herstellers. Versorgungsprobleme und hohe Energiepreise im guten Agrarumfeld bedeuteten sehr positive Bedingungen für die Branche 2022 und wohl auch 2023, begründete der Experte sein um gleich zwei Stufen hochgesetztes Anlageurteil.

Bitcoin unter 44.000 US-Dollar

Die weltweit bekannteste Digitalwährung Bitcoin notierte zuletzt bei 43.386 Dollar. Die Kryptowährung befindet sich seit Tagen im Sinkflug.

Bitcoin

Ölpreise legen nach Kursrutsch leicht zu

Die Ölpreise haben sich am Freitag etwas von ihren deutlichen Vortagsverlusten erholt. Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 101,25 US-Dollar. Das waren 67 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 83 Cent auf 96,86 Dollar.

Brent

Brent

Die Ölpreise haben zuletzt einen großen Teil ihrer Aufschläge seit Ausbruch des Ukraine-Krieges abgegeben. Sie liegen aber immer noch deutlich höher als zu Jahresbeginn. Schon vor der Invasion Russlands waren die Erdölpreise spürbar gestiegen. Russland ist einer der weltgrößten Erdölförderer.

Zum jetzigen Preisrückgang tragen einige Faktoren bei. Zum einen haben große Verbrauchsländer, vereinigt in der Internationalen Energieagentur (IEA), bereits zweimal Teile ihrer strategischen Ölreserven freigegeben, um dem Preisanstieg etwas entgegenzusetzen. Zum anderen scheint das rigorose Vorgehen Chinas gegen regionale Corona-Ausbrüche zunehmend zum wirtschaftlichen Problem zu werden. Darüber hinaus nehmen an den Märkten die Befürchtungen zu, dass die erwartete Straffung der US-Geldpolitik erhebliche konjunkturelle Bremsspuren mit sich bringt.

Mit Nachrichtenagenturen