Börse Dax steigt deutlich, Nasdaq auf Rekordhoch

Nach den Verlusten vom Vortag legt der Dax wieder zu. Autoaktien geraten wegen der Chipkrise unter Druck. Auch die Kryptowährung Bitcoin steigt wieder. An der Nasdaq erreichen die Notierungen ein Rekordhoch.
Wertpapierhändlerin an der Deutsche Börse in Frankfurt: Der Dax startet einen Erholungsversuch

Wertpapierhändlerin an der Deutsche Börse in Frankfurt: Der Dax startet einen Erholungsversuch

Foto: Fredrik von Erichsen / picture-alliance/ dpa

Ungeachtet enttäuschender Industriedaten hat der Dax  am Mittwoch seine Vortagesverluste wieder wettgemacht. Zum Handelsschluss gewann der deutsche Leitindex 1,2 Prozent auf 15.692 Punkte hinzu. Der MDax  legte um 0,8 Prozent auf 34.799 Zähler zu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50  stieg um 0,6 Prozent auf 4076,7 Zähler.

Dax

"Der Dax fährt im Schlafwagen", konstatierte Portfoliomanager und Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Seit nunmehr fast sieben Wochen verharre der deutsche Leitindex in einer Handelsspanne zwischen etwa 15.300 und 15.800 Punkten. Gleichzeitig werde jedoch die Zahl jener, die Angst vor einem Ausbruch nach unten haben, immer größer.

BoA setzt neues Kursziel für SAP

An der Dax-Spitze rangierten die Aktien von HeidelbergCement und SAP. Beide Titel profitierten von positiven Analystenstimmen. Händlern zufolge setzte die Bank of America die Titel von SAP auf "Buy" von "Underperform" hoch mit einem Kursziel von 150 Euro. Am Dienstag waren sie bei 120,30 Euro aus dem Handel gegangen.

Autowerte unter Druck

Die Aktien von Daimler haben am Mittwoch die Kursschwäche vom Vortag fortgesetzt. Am Ende des Dax verloren sie 2,5 Prozent auf gut 71 Euro auf den niedrigsten Stand seit Mitte Mai. Auch die Papiere von BMW und Continental verbuchten Verluste von mehr als einem Prozent. Ein Händler führte die Einbußen in erster Linie auf den anhaltenden Mangel an Halbleitern weltweit zurück. Dieser bremse die Autohersteller den zweiten Monat in Folge bei der Fertigung. Analyst Greg Fuzesi von JPMorgan schätzt, dass der Mangel an bestimmten Komponenten auch im dritten Quartal fortdauern dürfte.

US-Börsen: Nasdaq klettert auf Rekordhoch

Der jüngste Rückschlag bei den Standardwerten mahnt die Anleger an der Wall Street weiter zur Vorsicht. Der Leitindex Dow Jones trat auf der Stelle. Dagegen erreichte vor dem im Verlauf anstehenden Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 ein Rekordhoch bei knapp 15.000 Punkten.

Die Technologiewerte sind es auch, die dank der laufenden Sektorrotation zur Wochenmitte den Standardwerten vorweg laufen dürften. Dabei dürften unerwartet starke vorläufige Zahlen des Elektronik-Riesen Samsung stützen. Börsianer verwiesen zudem auf die fallenden Renditen an den Anleihemärkten, die Anleger derzeit in den Techsektor trieben.

Nasdaq

Bitcoin knapp unter 35.000 US-Dollar

Der Kurs der Kryptowährung Bitcoin näherte sich der Marke von 35.000 US-Dollar - zuletzt kostete ein Bitcoin 34.734 Dollar. In den vergangenen Tagen hatte die Cyberdevise zwischen 32.000 und 34.000 US-Dollar geschwankt. Die jüngsten Ransomware-Angriffe auf Unternehmen, bei denen Cyberkriminelle Bitcoin als Lösegeldwährung fordern, setzen dem Ruf der weltweit größten Kryptowährung weiter zu.

Bitcoin

Ölpreis nach Berg- und Talfahrt stabiler

Die Ölpreise haben sich am Mittwoch zunächst kaum verändert. Am Vortag hatten sie hingegen eine heftige Berg- und Talfahrt hingelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 74,52 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg geringfügig auf 73,46 Dollar.

Brent

Am Dienstag waren die Rohölpreise zunächst auf mehrjährige Höchststände gestiegen, hatten danach aber kräftig nachgegeben. Auslöser des Auf und Abs war, dass sich der mächtige Ölverbund Opec+ nicht auf eine Förderstrategie für das zweite Halbjahr einigen konnte. Eine angepeilte Förderausweitung wurde aufgrund von Unstimmigkeiten zwischen dem Ölgiganten Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten abgeblasen.

mit Nachrichtenagenturen
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