Börse Dax im Plus - und noch eine Börsenwette aus Mainz

Der Dax notiert knapp unter der Marke von 16.000 Zählern. In den USA wurde heute nicht gehandelt. Derweil setzte die Aktie von Mainz Biomed, die ebenso wie das benachbarte Biontech auf mRNA Technologie setzt, ihre Kursrallye fort.
Börsianer in Frankfurt: Der Dax tritt auf der Stelle

Börsianer in Frankfurt: Der Dax tritt auf der Stelle

Foto: Arne Dedert / dpa

Der Dax  hat am Montag in einem ruhigen Handel moderat zugelegt. Für eine Rückkehr über die runde 16 000er-Marke reichte es jedoch nicht. Am Ende des Xetra-Handels stand für den deutschen Leitindex ein Plus von 0,3 Prozent auf 15 933 Punkte zu Buche. Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte rückte zum Wochenbeginn um 0,20 Prozent auf 34 587 Punkte vor. Der Eurostoxx legte mit einem Zuwachs von 0,7 Prozent etwas deutlicher zu.

Weil in den USA die Börsen wegen eines Feiertags geschlossen sind, fehlten zum Wochenauftakt die Impulse von dort.

Dax

"Im Verlauf der Woche stehen dann wohl vor allem Stimmungsbarometer im Mittelpunkt des Interesses. Den Auftakt gibt am morgigen Vormittag die ZEW-Umfrage in Deutschland", schrieben die Experten der Landesbank Helaba. Daneben dürften weiterhin die Inflation und die Zinsen sowie die Geschäftsberichte der Unternehmen den weiteren Verlauf an den Aktienmärkten in dieser Woche bestimmen.

Pharmatitel gefragt: Gewinne bei FMC und Merck

Papiere aus der Pharma- und Gesundheitsbranche führten den Dax an. Fresenius Medical Care gewannen an der Dax-Spitze 2,9 Prozent. Qiagen legten nach einer Kaufempfehlung der DZ Bank um 2,8 Prozent zu. Merck KGaA rückten um 1,4 Prozent vor.

Siltronic-Papiere unter Druck

Die Papiere des Wafer-Produzenten Siltronic rutschten aus Sorge vor einem Scheitern der Übernahme durch den taiwanischen Chip-Zulieferer Globalwafers um 9 Prozent ab. Für Wacker Chemie , größter Aktionär von Siltronic, hielt sich das Minus mit 0,7 Prozent in Grenzen. Nach einem Ausblick auf das Geschäftsjahr 2022 erholten sich die angeschlagenen Papiere des IT-Dienstleisters S&T um 4,8 Prozent. Nach Vorwürfen des Finanzinvestors Viceroy Research waren sie Mitte Dezember noch eingebrochen. Jefferies-Experte Martin Comtesse wertete die nun gesendeten Signale von S&T als Stärkung des Vertrauens in das Unternehmen.

Aktie von Mainz Biomed setzt Kursrallye fort

Nach der Mainzer Erfolgsgeschichte Biontech wird an der Börse derzeit ein weiterer Höhenflieger aus Mainz entdeckt: Mainz Biomed. Die Papiere des seit Anfang November an der US-Technologiebörse Nasdaq notierten Krebsfrüherkennungs-Spezialisten setzen am Montag ihre Kursrally mit einem Rekord fort. Auf der Handelsplattform Tradegate gewannen sie in der Spitze rund 30 Prozent auf 24 Euro.

Im noch jungen Jahr schossen Mainz-Biomed-Papiere auf Tradegate inzwischen bereits um 155 Prozent nach oben - untermauert von zuletzt positiven Nachrichten. So hatte sich das Unternehmen den Zugriff auf neuartige mRNA-Biomarker gesichert, die künftig möglicherweise den Darmkrebs-Test ColoArt ergänzen können. Zudem konnte Mainz Biomed sein strategisches Beratergremium mit einem erfahrenen Branchenkenner ergänzen - dem früheren Leiter für Geschäftsentwicklung bei Roche Diagnostics.

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Der Euro trat auf der Stelle und kostete am Abend 1,1406 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1403 Dollar festgesetzt.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,20 Prozent am Freitag auf minus 0,17 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,20 Prozent auf 143,32 Punkte. Der Bund-Future fiel am Abend um 0,14 Prozent auf 169,66 Zähler.

Gute Vorgaben aus Asien

Die Börse in Shanghai lag 0,6 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,9 Prozent.

Bitcoin unter 43.000 Dollar

Die weltweit bekannteste Digitalwährung Bitcoin macht derzeit keine großen Sprüngen. Die Kryptowährung ist seit Jahresbeginn latent unter Druck. Auf der Plattform Coinmarketcap notierte der Bitcoin zuletzt bei knapp 43.000 Dollar leicht im Minus.

Bitcoin

Ölpreise legen weiter zu

Die Ölpreise haben zum Wochenstart weiter zugelegt und sich damit mehrjährigen Höchstständen angenähert. Am Montagmorgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 86,42 US-Dollar. Das waren 36 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 57 Cent auf 84,39 Dollar.

Brent

Europäisches Brent-Rohöl notiert derzeit nur knapp unter seinem höchsten Stand seit dem Jahr 2014. Der Preis der US-Sorte WTI liegt aktuell in Reichweite seines Höchststandes vom vergangenen Oktober, was ebenfalls ein mehrjähriges Hoch gewesen war.

Seit Jahresbeginn haben die Ölpreise spürbar zugelegt. Experten nennen mehrere Gründe für die Preisaufschläge, darunter Produktionsausfälle in größeren Förderländern wie Libyen. Zudem scheint sich die Erdölnachfrage trotz der Omikron-Welle relativ robust zu zeigen. Hinzu kommt der zuletzt schwächere Dollar, der Rohöl für Interessenten außerhalb des Dollarraums günstiger macht und die Nachfrage von dort ankurbelt.

Mit Nachrichtenagenturen