Börse Dax beendet Woche im Plus

Nach einem starken Kursanstieg am Mittag verliert der Dax im späten Handel wieder einen Teil seiner Gewinne. Der Bitcoin übersteigt die Marke von 40.000. Der Ölpreis notiert weiter auf hohem Niveau.
Börse Frankfurt: Der Leitindex hat in der auslaufenden Woche eine aufregende Achterbahnfahrt hinter sich

Börse Frankfurt: Der Leitindex hat in der auslaufenden Woche eine aufregende Achterbahnfahrt hinter sich

Foto: Boris Roessler / dpa

Der deutsche Aktienmarkt ist am Freitag von vorsichtigen Hoffnungen auf Fortschritte bei Verhandlungen im Ukraine-Krieg beflügelt worden. Der Dax baute daraufhin seinen Gewinn sprunghaft auf bis zu 3,7 Prozent aus. Im späten Handel bröckelte der deutsche Leitindex aber merklich ab und schloss nur noch mit einem Plus von 1,38 Prozent bei 13.628 Punkten. Daraus ergibt sich für den Index ein Wochengewinn von vier Prozent. Seit Jahresbeginn steht aber immer noch ein Kurseinbruch von rund 14 Prozent zu Buche. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gewann am Freitag 1,68 Prozent auf 29960 Punkte.

Dax

Hoffnung auf Waffenruhe in der Ukraine: Wall Street startet mit leichten Gewinnen

Mit moderat steigenden Kursen sind die US-Aktienmärkte in den letzten Handelstag der Woche gegangen. Aussagen des russischen Präsidenten Wladimir Putin über die Gespräche mit der Ukraine haben am Freitag an den Börsen für etwas Rückenwind gesorgt. Allerdings bleiben viele Marktteilnehmer skeptisch, was die Verhandlungen der beiden Kriegsgegner angeht.

Der Dow Jones Industrial stieg im frühen Handel um rund ein halbes Prozent auf 33.322 Punkte. Auf Wochensicht zeichnet sich jedoch ein Minus von knapp einem Prozent ab. Der marktbreite S&P 500 lag mit 0,08 Prozent im Plus bei 4263 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 gab hingegen um 0,23 Prozent auf 13 562 Zähler nach.

Nasdaq

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Erneuerbare Energien gefragt

Mit Blick auf die Berichtssaison wurde es nach der jüngsten Zahlenflut merklich ruhiger am deutschen Aktienmarkt. Beim Chemiekonzern Lanxess honorierten die Anleger Zahlen und Ausblick mit Kursgewinnen von 7,8 Prozent. Damit waren die Aktien größter Gewinner im MDax. Die Kölner erfüllten 2021 trotz hoher Kosten die Gewinnerwartungen am Markt und streben 2022 ein deutliches Ergebniswachstum an. Allerdings seien die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs dabei noch nicht berücksichtigt

Der Flughafenbetreiber Fraport konnte im Februar die Passagierzahlen gegenüber dem lockdowngeprägten Vorjahreszeitraum mehr als verdreifachen. Im Vergleich zum Februar 2019 – also vor Ausbruch der Corona-Pandemie – haben sich die Zahlen aber mehr als halbiert. Die Aktien zogen im MDax um rund 1,7 Prozent an.

Gefragt blieben zudem einige Aktien aus dem Bereich erneuerbare Energien wie die Siemens-Gamesa-Mutter Siemens Energy und der Solarkonzern SMA Solar: Sie verteuerten sich um knapp drei und fünf Prozent. Gesprächsthema am Markt bleibt die Energiewende, die durch die Folgen des Krieges in der Ukraine indirekt vorangetrieben wird. Die Europäische Union will die Abhängigkeit von russischem Gas und Öl reduzieren.

Mit Blick auf die Berichtssaison wird es nach der jüngsten Zahlenflut merklich ruhiger. Beim Chemiekonzern Lanxess honorierten die Anleger Zahlen und Ausblick mit Kursgewinnen von gut dreieinhalb Prozent. Damit waren die Aktien Spitzenreiter im MDax. Die Kölner erfüllten 2021 trotz hoher Kosten die Gewinnerwartungen am Markt und streben 2022 ein deutliches Ergebniswachstum an. Allerdings seien die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs dabei noch nicht berücksichtigt. Ein Händler hob den guten Ausblick auf das erste Quartal positiv hervor.

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Bitcoin wieder unter 40.000

Die älteste Cyber-Devise Bitcoin notierte zuletzt auf der Handelsplattform Bitstamp  bei 38.698 Dollar.

Bitcoin

Bitcoin

Seit Beginn des Ukraine-Kriegs haben Kryptowährungen wieder zugelegt, da Kryptogeld als Fluchtwährung für russische Milliardäre gilt. Vor einer Woche notierte Bitcoin allerdings noch bei 44.000 US-Dollar.

Ölpreise stabil auf hohem Niveau

Die Ölpreise haben sich am Freitagmorgen auf hohem Niveau stabilisiert. Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 109,87 US-Dollar. Das waren 54 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg in ähnlichem Umfang auf 106,56 Dollar.

Brent

Brent

Diese Woche war für den Ölmarkt denkwürdig. Zu Wochenbeginn waren die Preise sprunghaft gestiegen, weil wegen des Ukraine-Kriegs die Furcht vor Erdölknappheit umging. Einfuhrverbote russischen Rohöls seitens der USA und - mit späterer Wirkung - Großbritanniens kamen hinzu. Ab der Wochenmitte setzte jedoch eine Gegenbewegung ein, die Ölpreise fielen auf das aktuelle Niveau.

Preisbewegungen wie zuletzt hat man am Erdölmarkt selten gesehen. Zu Wochenbeginn wurden die höchsten Preise seit dem Jahr 2008 markiert. Ein Fass Brent kostete bis zu rund 139 Dollar, ein Barrel WTI wurde zu gut 130 Dollar gehandelt. Viele Experten aus großen Banken haben mittlerweile ihre Preisprognosen für dieses Jahr deutlich angehoben. Die Kriegspartei Russland ist einer der größten Ölproduzenten der Welt.

Mit Nachrichtenagenturen