Börse Dax mit dickem Wochenplus

Die New Yorker Börse notiert fest, der Dax baut die Gewinne am Nachmittag aus und klettert über 14.400 Punkte. Die Ölpreise halten ihre Gewinne. Der Preis für Brent-Öl stieg auf den höchsten Stand seit etwa zwei Monaten.
Gute Stimmung in Frankfurt: Nach dem Feiertagshandel und einem aufsteigenden Start am Morgen steigt der Dax zunächst weiter

Gute Stimmung in Frankfurt: Nach dem Feiertagshandel und einem aufsteigenden Start am Morgen steigt der Dax zunächst weiter

Foto: Frank Rumpenhorst / picture-alliance/ dpa

Der Dax hat am Freitag deutlich zugelegt. Dank der Aussicht auf eine zumindest nicht übermäßig starke Straffung der US-Geldpolitik sowie positiver Signale von chinesischen Technologiekonzernen schloss der deutsche Leitindex 1,62 Prozent fester bei 14.462 Punkten. Das bedeutete den höchsten Stand seit fünf Wochen. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verabschiedete sich 1,08 Prozent höher bei 29.749 Punkten aus dem Handel.

Unter dem Strich verbuchte der Dax ein Wochenplus von fast dreieinhalb Prozent. Für den Mai, den Investoren als schwachen Börsenmonat fürchten, zeichnet sich im Moment ein Kurszuwachs von gut zweieinhalb Prozent ab.

Dax

Sartorius, Infineon und Siemens Healthineers Gewinner

Sartorius, Infineon und Siemens Healthineers lagen am Freitag vorne im Dax – mit Kursaufschlägen zwischen 5,7 und 4,3 Prozent. Carl Zeiss Meditec, Aixtron und Jungheinrich führten den MDax mit Kursaufschlägen zwischen 4,2 und rund 3,7 Prozent an.

Zudem bewegten einige Umstufungen die Kurse. Für die Anteile von Henkel etwa ging es um 1,2 Prozent nach unten. Das Analysehaus Jefferies strich die Kaufempfehlung. Nach einer weiteren Warnung biete der Konsumgüterhersteller unter den von ihm beobachteten Werten den schlechtesten Gewinnausblick für 2022, schrieb Analyst Martin Deboo.

Ströer wurde von JPMorgan im Rahmen einer Studie zu europäischen Internetwerten von "Overweight" auf "Neutral" abgestuft. Die Aktien des Außenwerbespezialisten sanken um 1,9 Prozent. Im unsicheren Konjunkturumfeld würden Werbebudgets schnell gekappt, schrieb dazu Analyst Marcus Diebel.

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Die US-Aktienindizes haben am Freitag mit Gewinnen den Handel eröffnet. Neue Konjunkturdaten zeigten einen starken Anstieg der Verbraucherausgaben. Marktteilnehmer interpretierten dies als mögliches Indiz dafür, dass die Inflation ihren Höhepunkt erreicht haben könnte. Zugleich zerstreuten die Daten Sorgen über ein womöglich starke Verlangsamung des Wirtschaftswachstums, hieß es in New York

Nasdaq 100

Der Dow Jones notierte gegen 16.35 Uhr (MEZ) 0,75 Prozent fester bei 32.881 Punkten. Der S&P 500  kletterte um mehr 1,62 Prozent auf 4123 Zähler. Der Technologieindex Nasdaq 100 rückte gar um 2,52 Prozent auf 12.586 Punkte vor.

Bitcoin bei 29.000 Dollar

Die weltweit bekannteste Digitalwährung Bitcoin notierte auf der Handelsplattform Bitstamp  bei 29.115 UD-Dollar. Die Kryptowährung ist seit Jahresbeginn unter Druck. Im November vergangenen Jahres erreichte der Bitcoin noch ein Rekordhoch von 69.000 US-Dollar.

Bitcoin

Ölpreise halten ihre Gewinne

Die Ölpreise haben sich am Freitag uneinheitlich gezeigt und bewegsten sich nur vergleichsweise leicht. Im Mittagshandel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent  117,62 US-Dollar. Das waren 22 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate  (WTI) fiel hingegen leicht um 15 Cent auf 113,94 Dollar.

Mit der erneuten Aufwärtsbewegung stieg der Preis für Brent-Öl am späten Vormittag zeitweise bis auf 118,73 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit etwa zwei Monaten. Kurz vor dem Wochenende wurden die Ölpreise durch einen schwächeren Dollar nach enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA gestützt. Der Dollar stand zu fast allen wichtigen Währungen unter Druck. Eine Kursschwäche der amerikanischen Währung macht das in Dollar gehandelte Rohöl auf dem Weltmarkt günstiger, was für eine stärkere Nachfrage sorgt.

Seit Montag haben sich Rohöl aus der Nordsee und US-Öl jeweils mehr als vier Prozent verteuert. Marktbeobachter verwiesen auf die Entwicklung der Treibstoffreserven in den USA. Im Verlauf der Woche war bekannt geworden, dass die amerikanischen Benzinreserven einen mehrjährigen Tiefstand erreicht haben.

Mit Nachrichtenagenturen
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