Börse Dax schließt kaum verändert über 14.500 Punkten

Nach dem Feiertag in den USA fehlten am Freitag die Impulse am deutschen Aktienmarkt. Der Dax notiert kaum verändert zum Vortag und schließt leicht im Plus. Der Dow hält sich im Plus, Nasdaq und S&P 500 geben nach.
Händlerin an der Deutschen Börse: Der Dax notiert kaum verändert

Händlerin an der Deutschen Börse: Der Dax notiert kaum verändert

Foto: Marius Becker / picture alliance / dpa

In einer überwiegend trägen Sitzung am deutschen Aktienmarkt hat sich der Dax  am Freitag kaum vom Fleck bewegt. Weil in den USA einen Tag nach dem Thanksgiving-Fest verkürzt gehandelt wurde, fehlten Impulse. Die meisten Anleger jenseits des Atlantiks gönnten sich ein verlängertes Wochenende.

Der deutsche Leitindex konnte im Handelsverlauf zwar sein Hoch seit Juni kurzzeitig weiter ausbauen, ging aber letztlich mit plus 0,01 Prozent auf 14.541 Punkte aus dem Geschäft. Im Wochenverlauf ergibt sich damit ein Plus von 0,8 Prozent. Zudem hat der Dax damit nun die achte Woche in Folge zugelegt, womit sich sein Erholungsgewinn seither auf insgesamt auf 20 Prozent summiert. Sein Verlust seit Jahresbeginn ist auf 8,5 Prozent zusammengeschmolzen.

Der MDax  der mittelgroßen Werte verlor am Freitag indes 0,32 Prozent auf 25.971 Zähler. In Europa schlossen die wichtigsten Börsen ebenfalls recht nah an ihren Schlussständen vom Vortag. In den USA legte der Dow Jones Industrial zum Börsenschluss in Europa moderat zu, während die technologielastigen Nasdaq-Indizes moderat nachgaben.

Getrieben von positiven Signalen der US-Notenbank Fed, die nunmehr ein etwas gemäßigteres Tempo bei der Zinswende in Aussicht stellt, hatte das wichtigste deutsche Börsenbarometer am Vortag erstmals seit Juni die Marke von 14.500 zurückerobert. Seit seinem Tief Ende September hat der Dax mittlerweile mehr als 22 Prozent hinzugewonnen. Das Minus seit Jahresbeginn ist inzwischen auf weniger als 9 Prozent abgeschmolzen.

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Aktien der Deutschen Bank gefragt

Auf Unternehmensseite standen hierzulande am Mittag Papiere der Deutschen Bank an der Dax-Spitze, die nach einer Heraufstufung durch RBC den höchsten Stand seit Ende Mai erklommen - zuletzt betrug das Plus noch 1,2 Prozent. Heidelberg Materials verteuerten sich nach der Ankündigung einer Übernahme um ein halbes Prozent, die Papiere notieren mit aktuell 52,84 Euro noch immer dicht unter ihrem Monatshoch.

Uniper-Aktien verloren am SDax-Ende fast 14 Prozent. Seit dem Hoch am Dienstag haben die Papiere fast 45 Prozent nachgegeben, nachdem sich der Kurs zuvor binnen vier Handelstagen fast verdoppelt hatte. Nach der Ankündigung einer weiteren milliardenschweren Kapitalspritze vom Bund mehren sich kritische Stimmen von Analysten, die den Kurssprung für nicht gerechtfertigt halten. Nach einer negativen Studie der Berenberg Bank sanken die Papiere von Fielmann um über 6 Prozent auf 35,26 Euro ab.

Dow stärker, S&P 500 und Nasdaq fallen

Die Anleger am US-Aktienmarkt haben am "Black Friday" in einem ruhigen Handelsgeschehen zwar wenig Kauffreude gezeigt. Dem Dow Jones Industrial reichte am letzten Börsentag der Woche, der nach dem gestrigen Feiertag "Thanksgiving" bereits um 19.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit endete, aber schon ein moderates Plus für ein Siebenmonatshoch.

Letztlich gewann der New Yorker Leitindex 0,45 Prozent auf 34.347 Punkten und erzielte damit einen Wochengewinn von 1,8 Prozent. Beim marktbreiten S&P 500 stand am Freitag zum Schluss ein Minus von 0,03 Prozent auf 4026 Punkte zu Buche, während der technologielastige Nasdaq 100 um 0,70 Prozent auf 11 756 Zähler nachgab.

Vorweihnachtliche Schnäppchen witterten Investoren angesichts der schon hohen Bewertungen an den Börsen wohl eher in den Läden – am "Black Friday" wird traditionell das Weihnachtsgeschäft mit besonders hohen Rabatten eingeläutet. Der Dow hat dank einer fast 20-prozentigen Erholungsrally seit Mitte Oktober seinen Jahresverlust inzwischen auf fünfeinhalb Prozent eingedämmt.

Nikkei-Index mit Verlusten

Die Aktienmärkte Asiens haben am Freitag überwiegend nachgegeben. In Japan schloss der Tokioter Nikkei-Index  225 0,4 Prozent tiefer. Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten chinesischen Unternehmen an den Festlandbörsen stieg um 0,6 Prozent. In China nähren die hohen Corona-Zahlen weiter Sorgen, dass umfangreiche Lockdowns abermals auf der Wirtschaft des Landes und damit auch auf der Weltkonjunktur lasten könnten. Verluste gab es auch an die Börse in Indien.

Bitcoin gibt nach

Die Digitalwährung Bitcoin ist wieder auf dem Abschwung und notierte auf der Handelsplattform Bitstamp  zuletzt bei 16.440 US-Dollar. Im November vergangenen Jahres erreichte der Bitcoin noch ein Rekordhoch von 69.000 US-Dollar.

Bitcoin

Ölpreise erholen sich leicht

Die Ölpreise haben sich am Freitag leicht von ihren Verlusten in den vergangenen Tagen erholen können. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent  85,54 US-Dollar. Das waren 20 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate  (WTI) stieg um 38 Cent 78,32 Dollar.

Die Rohölpreise dürften die laufende Woche mit Abschlägen beenden. Auslöser der Schwäche ist vor allem die angespannte Corona-Lage in China. Die Behörden haben in einigen wichtigen Metropolen strikte Gegenmaßnahmen ergriffen, von denen sie sich eine Eindämmung des Virus erhoffen. Die Schattenseite ist eine erhebliche Belastung der Wirtschaft, die sich auch in einer geringeren Energienachfrage niederschlägt. Das lastet auf dem Erdölmarkt.

Mit Nachrichtenagenturen
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