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Performance-Vergleich: Das sind die Dax-Gewinner der Woche

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Börsenstrategie Mit Kursschwankungen Geld verdienen

Das Auf und Ab an der Börse schreckt viele Anleger ab. Warum eigentlich? Wer es richtig anstellt und nicht nur auf den angeblich besten Zeitpunkt wartet, verdient mit den Turbulenzen sogar Geld.

Hamburg - An der Börse geht wieder die Angst um. Das lässt sich am VDax ablesen, dem Volatilitätsindex, der auch "Angstbarometer" genannt wird. Seit die Aktienkurse hierzulande im Juli zur Talfahrt angesetzt haben, ist der VDax gestiegen. Nur zuletzt, als die Aktien sich wieder etwas erholten, ging es auch mit dem VDax leicht abwärts.

Kein Zweifel: Starke Kursschwankungen bereiten den meisten Anlegern Sorge. Die Entwicklung der Börse erscheint plötzlich beliebig und schwerer vorhersehbar. Das Risiko Verluste zu machen nimmt scheinbar zu.

Ob Schwankungen tatsächlich ein Problem sind, hängt allerdings von der Strategie ab, mit der Investoren an den Markt gehen. Beziehungsweise von ihrem Grundverständnis des Aktiengeschäfts.

Börse als Handelsplatz: Schnell rein, schnell raus

Da gibt es jene, die die Börse in erster Linie als spekulativen Handelsplatz sehen und ausschließlich auf die Kursentwicklung einer Aktie schauen. Möglichst günstig kaufen, und dann rasch Gewinne einsammeln, sobald die Aktie um 5 oder 10 Prozent gestiegen ist: Wer diesen Ansatz verfolgt, wird sich über heftige Rücksetzer am Markt nicht freuen. Zumal es fast nie gelingt, stets den idealen Ein- und Ausstiegszeitpunkt zu finden: Um mit einer solchen Market-Timing-Strategie erfolgreich zu sein, braucht man entweder viel Glück oder eine funktionierende Kristallkugel.

Geldanlage an der Börse bedeutet: Man versucht, das attraktive Renditepotenzial von Aktien zu nutzen, nimmt dafür aber auch das Risiko von Schwankungen (Kursrücksetzern) in Kauf. Ohne diese Bereitschaft, Schwankungen auszuhalten, gibt es keinen langfristigen Erfolg am Aktienmarkt.

Cost-Average-Effekt: Das Zauberwort heißt Sparplan

Anleger können Schwankungen aber auch für sich nutzen. Im Vorteil sind dann diejenigen, die in langen Zeiträumen denken und ihr Geld entsprechend über einen langen Zeitraum investieren. Sie erwerben Aktien solider Unternehmen, von deren Wachstum sie auf lange Sicht überzeugt sind. Und sie lassen sich dabei auch nicht beirren, wenn es kurzfristig auf und ab geht.

Im Gegenteil: Wer es richtig macht, kann die Volatilität am Aktienmarkt zu seinem Vorteil nutzen. Das Zauberwort heißt dann: Sparplan. Beziehungsweise Cost-Average-Effekt. Dahinter verbirgt sich eine einfache Logik: Wer über einen langen Zeitraum regelmäßig gleichbleibende Beträge in den Aktienmarkt investiert (zum Beispiel 500 Euro pro Monat), erzielt einen vergleichsweise vernünftigen Durchschnittspreis für die ausgewählten Aktien.

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Und damit nicht genug. Wenn stets gleich hohe Beträge gezahlt werden, hat das noch einen anderen Vorteil: Der Anleger kauft bei niedrigen Kursen für seinen gleich bleibenden Geldeinsatz automatisch mehr Stücke als bei hohen Notierungen.

Verfeinern lässt sich diese Strategie noch durch die Auswahl der Aktien, in die investiert wird. Viele Experten raten zu Papieren, die mit regelmäßigen Gewinnausschüttungen, also Dividenden überzeugen. Wer sich an solche Titel hält, kann auch in schlechten Börsenzeiten Erträge einstreichen.

Die Liste der besten Dividendenwerte

Allein die Unternehmen des Dax , des MDax  und des TecDax  zusammen schütten in diesem Jahr zusammen mehr als 30 Milliarden Euro an ihre Anteilseigner aus. Studien haben gezeigt, dass ein erheblicher Teil des Erfolgs bei Aktieninvestments aus den Dividendenzahlungen der Unternehmen resultieren kann.

Bleibt nur noch die Frage, welche Papiere sich da zum Investment anbieten. Es gibt eine Reihe von Unternehmen, die bereits seit langer Zeit zuverlässig Dividenden gezahlt und diese auch laufend erhöht haben. Im Jargon werden solche Firmen als "Dividenden-Aristokraten" bezeichnet.

Eine Liste der DZ Bank zeigt einige "Dividenden-Aristokraten" am deutschen Aktienmarkt:

Nicht alle diese Firmen reizen vielleicht auch aus fundamentaler Sicht, also unter Berücksichtigung der Geschäfts- und Wachstumsaussichten, zum Investment. Einige aber sicher schon.

Übersicht: Die besten fünf Dividendenwerte im Dax

Performance-Vergleich: Die Dax-Gewinner dieser Woche

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