Nach FTX-Kollaps Kryptobank BlockFi steuert offenbar auf Insolvenz zu

Der Kollaps der Kryptobörse FTX zieht Kreise: Die Kryptobank BlockFi, die finanziell mit FTX verflochten ist, prüft laut Medienberichten einen Insolvenzantrag. BlockFi hat bereits Auszahlungen gestoppt und plant, Mitarbeiter zu entlassen.
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Foto: Fernando Gutierrez-Juarez / dpa

Der Kollaps der Kryptowährungsbörse FTX reißt einem Zeitungsbericht zufolge BlockFi mit in den Abgrund. Die Kryptobank bereite sich auf einen Insolvenz-Antrag vor, schrieb das "Wall Street Journal " am Dienstag. Zu Wochenbeginn hatte das Unternehmen eingeräumt, durch die Pleite bei FTX stünden "signifikante" Summen im Feuer. Außerdem stoppte der Geldverleiher sämtliche Abhebungen. Im Juli hatte FTX noch eine Option zum Kauf von BlockFi unterzeichnet.

Bei FTX soll Insidern zufolge mindestens eine Milliarde Dollar an Kundengeldern verschwunden sein. Der bisherige Firmenchef Sam Bankman-Fried (30) wies den Vorwurf heimlicher Transaktionen zurück. Dem Insolvenzantrag zufolge könnten mehr als eine Million Gläubiger Ansprüche anmelden.

Die Affäre hat die gesamte Kryptowährungsbranche in Turbulenzen gestürzt. Bitcoin und Ethereum verloren zeitweise rund 20 Prozent. Gleichzeitig machten Gerüchte um Unregelmäßigkeiten und mögliche Probleme bei anderen Handelsplattformen die Runde. Ins Visier geriet unter anderem FTX-Rivale Crypto.com. Dessen Chef betonte, sein Unternehmen verfüge über eine starke Bilanz.

dri/Reuters
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