Kursrallye am Kryptomarkt Bitcoin und Ether mit Kurssprung

Am Markt für Kryptowährungen gehen Anleger wieder ins Risiko. Nachdem sich die Kryptowährung Bitcoin seit November mehr als halbiert hat, vollzieht sie nun einen Kurssprung.
Bitcoin mit Kursrallye: Kryptofans hoffen auf ein Comeback

Bitcoin mit Kursrallye: Kryptofans hoffen auf ein Comeback

Foto: Cristobal Herrera-Ulashkevich / epa

Die weltweit bekannteste Digitalwährung Bitcoin hat nach ihrem jüngsten Kursrutsch eine Erholungsrallye gestartet. Sie notierte auf der Handelsplattform Bitstamp  am Montagabend wieder klar über der Marke von 31.000 US-Dollar, ein Kursplus von rund 8 Prozent gegenüber dem Vortag. Im Gefolge von Bitcoin startete auch Ethereum mit knapp zweistelligen Kursgewinnen einen Erholungsversuch und näherte sich wieder der Marke von 2000 US-Dollar. Die Kryptowährungen sind seit Jahresbeginn unter Druck: Unter anderem der Kollaps des sogenannten Stablecoins Terra USD hatte vor zwei Wochen für Unruhe am Markt gesorgt.

Anleger gehen nach den kräftigen Kursverlusten am Kryptomarkt wieder ins Risiko. Im November vergangenen Jahres hatte der Bitcoin ein Rekordhoch von 69.000 US-Dollar erreicht und damit mehr als 50 Prozent an Wert verloren. Mit dem Sprung über die Marke von 31.000 US-Dollar erreichte Bitcoin das höchste Niveau seit zwei Wochen und hat in diesem Zeitraum rund 20 Prozent zugelegt. "Risikoassets werden wieder verstärkt nachgefragt, sichere Häfen stehen dagegen auf der Verkaufsliste", sagte ein Händler.

Bitcoin

Zeitweise kletterte Bitcoin über die Marke von 32.000 US-Dollar. "Ob es sich aktuell um ein Strohfeuer oder um den Beginn einer nachhaltigen Aufwärtsbewegung handelt, ist unklar," sagt Timo Enden von Emden Research. "Nicht zuletzt die vermeintlich günstigen Preisniveaus dürften eine Menge Schnäppchenjäger anlocken, die auf den fahrenden Zug blind aufspringen."

Brent-Ölpreis zeitweise über 120 Dollar

Die Furcht vor einem Angebotsengpass treibt den Ölpreis zu Wochenanfang auf den höchsten Stand seit zwei Monaten. Die Nordseesorte Brent verteuert sich in der Spitze um 0,9 Prozent auf 120,50 Dollar je Fass. Anleger blicken mit Sorge auf die Sommerfahrsaison in den USA und das anvisierte EU-Embargo russischer Öllieferungen. Die EU-Länder verhandeln derzeit über einen Kompromiss über ein Ölembargo, um ein sechstes Sanktionspaket gegen Russland auf den Weg zu bekommen.

Insider gehen aber nicht davon aus, dass es vor dem EU-Sondergipfel am Montag zu einer Einigung kommen dürfe. Ein hochrangiger EU-Diplomat erklärte, es müssten "noch zu viele Details geklärt werden".

Mit Nachrichtenagenturen
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