Bitcoin-Handel mit anonymen Konten verboten Südkorea will "anormale Spekulation nicht länger dulden"

Kurstafel vor Kryptobörse in Seoul

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Südkorea, einer der Hotspots des Handels mit digitalen Währungen, hat dafür schärfere Regeln angekündigt und damit den Kurs des Bitcoin  auf Talfahrt geschickt. Er fiel am Donnerstag um knapp 12 Prozent auf 13.827 Dollar (11.633 Euro). Die Digitalwährung war in der vergangenen Woche zeitweise auf über 20.000 Dollar gestiegen.

Die südkoreanische Regierung kündigte an, künftig sei es verboten, anonym Konten für Digitalwährungen zu eröffnen. Ab Januar würden alle derzeit anonym genutzten Konten geschlossen. Die Aufsichtsbehörden bekommen das Recht, den Handel mit Kryptowährungen zu untersagen und Börsen zu schließen, die den neuen Regeln nicht nachkommen. Der Kampf gegen Geldwäsche mit Hilfe von digitalen Währungen wird verschärft.

"Wir teilen die Auffassung, dass der Handel mit Kryptowährungen irrational überhitzt", erklärte die Regierung in einem von Kabinettsminister Hong Nam-ki verlesenen Statement. "Wir können diese anormale Spekulation nicht länger dulden."

Im September hatte die Regierung bereits - ebenso wie China - Initial Coin Offerings (ICOs) verboten, die Kapitalaufnahme über neu geschaffene Kryptowährungen, die sich beispielsweise in Bitcoin umtauschen lassen. Im November äußerte Premierminister Lee Nak-yeon seine Sorge, der Hype um Bitcoin verderbe die Jugend.

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Im technikverliebten Südkorea sind Investitionen in Kryptowährungen sehr beliebt. Schätzungen zufolge besitzen fast eine Million Einwohner Bitcoin, die meisten von ihnen aber nur in geringem Umfang. Die Nachfrage ist so hoch, dass der Preis 20 Prozent über dem in den USA liegt, dem weltweit größten Markt für die Währung. In Südkorea wird rund ein Fünftel des weltweiten Handels mit Bitcoin abgewickelt.

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Der Bitcoin war 2009 auch als Antwort auf die Finanzkrise erfunden worden, um eine von Staaten, Zentralbanken und anderen Finanzinstituten unabhängige Währung zu erschaffen. Befürworter argumentieren, dass Bitcoins vor allem in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit attraktiver werden könnten. Kritiker bezeichnen die Kryptowährung hingegen nicht zuletzt aufgrund der rasanten Kursentwicklung als reines Spekulationsobjekt.

ak/afp
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