Mittwoch, 22. Januar 2020

Bitcoin nahe 6000 Dollar - wann platzt die Blase? Was Bitcoin-Käufer beachten sollten

Lauter Bitcoins: Niemand weiß, wie lange der Preis noch steigen wird - aber viele wollen dabei sein, solange es aufwärts geht

2. Teil: Diese Möglichkeiten gibt es, in Bitcoins zu investieren

Wer sich trotz aller Vorbehalte und Warnungen in das Abenteuer Bitcoin stürzen will, hat verschiedene Möglichkeiten zum Investment:

  • Am nächstliegenden ist wohl, tatsächlich Bitcoins zu erwerben. Dabei begibt man sich sozusagen direkt ins digitale Geschehen der Kryptowährungen, abseits von Sparkassenfilialen, Bankkonten und Wertpapierdepots. Voraussetzung für den Bitcoinkauf ist ein sogenanntes Wallet, auf dem die digitale Währung gelagert, und von dem aus Transaktionen damit vorgenommen werden können. Ein Vorteil: Weil keine Banken im Spiel sind, fallen bei diesem Geschäft auch nur geringere Gebühren an. Für den Kauf von Bitcoins kommen vor allem Online-Marktplätze wie der hiesige Marktführer Bitcoin.de sowie Börsen wie CEX.IO oder Bitstamp infrage.
  • Neben dem direkten Investment in Bitcoins gibt es auch das indirekte - zum Beispiel über sogenannte CFD-Finanzvehikel. Dabei steht CFD für Contract for Difference oder Differenzkontrakt: Der Anleger setzt in dem Fall einen Betrag auf die Entwicklung des Bitcoin-Kurses in eine bestimmte Richtung, ohne dabei tatsächlich Bitcoins zu erwerben. Besonderheit: Bei CFD-Geschäften ist der Einsatz von Hebeln möglich, durch die sich die Gewinnchance, aber auch das Verlustrisiko um ein Vielfaches erhöhen. Letzteres ist auch der Grund dafür, dass diese Investmentvehikel von Anlegerschützern sowie von der Finanzaufsicht kritisch beäugt werden. Plattformen, die das CFD-Investment in Bitcoins anbieten, sind beispielsweise Etoro oder Plus500.
  • Den meisten Anlegern dürfte das Investment in Bitcoins schon riskant genug sein - da sollte über das gewählte Investmentvehikel vielleicht, wenn es sich vermeiden lässt, nicht noch ein zusätzliches Risiko ins Depot kommen. Wer so denkt, kann auch per Zertifikat auf den Bitcoin-Preis setzen. Der Vorteil: Für den Kauf dieser Zertifikate benötigen Anleger nicht eigens einen Account auf Bitcoin-Marktplätzen oder -Börsen. Ein herkömmliches Wertpapierdepot reicht dafür in der Regel aus. Erhältlich sind derzeit ein Bitcoin-Zertifikat von der Schweizer Vontobel-Bank (ISIN: DE000VN5MJG9) sowie eines vom schwedischen Anbieter XBT-Provider (ISIN: SE0007525332).
  • Ausschließlich auf das Thema Bitcoins fokussierte Investmentfonds gibt es bislang nicht. Offenbar existieren aber einzelne Fonds, die zumindest einen kleinen Teil ihrer Investments in diesem Bereich tätigen. Dazu zählt beispielsweise der Acatis Datini Valueflex Fonds (ISIN: DE000A0RKXJ4 für Klasse A und DE000A1H72F1 für Klasse B) aus dem Hause Acatis, der unter anderem in ein Bitcoin-Zertifikat investiert hat. Wie Medien kürzlich berichtet haben, bereitet zudem das Schweizer Investmenthaus Crypto Fund AG noch in diesem Jahr die Auflage eines reinen Fonds für Kryptowährungen vor.
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