Höhenflug geht weiter Bitcoin steigt über 51.000 Dollar

Der Bitcoin hat die Marke von 50.000 Dollar geknackt - und steigt am Mittwoch nahe 52.000 US-Dollar. Auch andere Kryptowerte setzen ihre Rekordjagd fort.
Bitcoin: Die Kryptowährung scheint immer mehr institutionelle Investoren in ihren Bann zu ziehen

Bitcoin: Die Kryptowährung scheint immer mehr institutionelle Investoren in ihren Bann zu ziehen

Foto: Rick Bowmer/ AP/dpa

Der Bitcoin-Höhenflug geht weiter. Die Digitalwährung hat am Dienstag erstmals in ihrer Geschichte die Marke von 50.000 US-Dollar übersprungen - und setzte ihren Höhenflug am Mittwoch fort. Auf der Handelsplattform Bitstamp  stieg der Kurs am Mittwoch zeitweise bis auf 51.700 Dollar. Zugleich kündigten Bitcoin-Fans wie Microstrategy-Chef Michael Saylor an, weiterhin auf Pump im großen Stil in Bitcoin zu investieren.

Der Rekordsprung des Bitcoin verlieh auch Firmen, die sich mit der Blockchain-Technologie beschäftigen, einen weiteren Schub. So stiegen die Papiere von Riot, Marathon, Overstock und Silvergate ebenfalls zweistellig. Der Bitcoin befindet sich seit Wochen und Monaten im Höhenflug, der sich zuletzt noch einmal beschleunigte. So hatte der Bitcoin an Weihnachten noch die Hälfte gekostet. Im Spätsommer lag der Kurs noch bei rund 10.000 Dollar. Angetrieben wurde der Kurs zuletzt unter anderem vom Elektrobauer Tesla und dessen Chef Elon Musk.

Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben einen Milliardenbetrag in Bitcoin investiert und beabsichtigt, die Digitalwährung künftig als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Musk selbst wiederum machte immer wieder via Twitter auf die Digitalwährung aufmerksam. Teslas Engagement weckt die Hoffnung, dass auch andere Unternehmen folgen könnten, was die Akzeptanz des Bitcoin steigern würde.

So scheint auch das Kreditkartenunternehmen Mastercard dem Kryptogeld nicht mehr abgeneigt. Raj Dhamodharan, zuständig bei Mastercard für digitale Vermögenswerte, hatte vergangene Woche in einem Blog geschrieben, dass der Konzern Transaktionen mit ausgesuchten Kryptowährungen erlauben wolle. Darüber hinaus stehe man in engem Kontakt mit Zentralbanken, die an eigenen Digitalwährungen arbeiten.

Und auch immer mehr professionelle Investoren schielen auf die Digitalwährung. So war am Wochenende durchgesickert, dass die US-Bank Morgan Stanley erwäge, über ihre Investmentgesellschaft den Bitcoin auf die Liste möglicher Investments zu setzen.

Auch wenn viele Banken weiterhin zögern, sich mit Bitcoin zu beschäftigen, könnten Meldungen wie in der vergangenen Woche immer mehr Finanzdienstleister zu einer schnelleren Einführung und Nutzung von digitalen Vermögenswerten anspornen, glaubt Patrick Campos, Strategiechef bei Securrency, einem Entwickler von Blockchain-basierter Finanztechnologie. Insbesondere die - nicht unumstrittene - Ankündigung von Tesla könnte andere große Unternehmen und Institutionen dazu ermutigen, Kryptowährungen "nicht nur als eine würdige, sondern vielleicht sogar als eine wesentliche Anlageklasse zu akzeptieren", zitierte Bloomberg  am Sonntag den Experten.

Die wichtigsten Kryptowährungen der Welt

Befeuert wird der Krypto-Währungs-Boom aber auch nicht zuletzt durch die Geldschwemme der Zentralbanken und wichtiger Industriestaaten. In der Corona-Krise haben die Notenbanken ihre ohnehin schon lockere Geldpolitik noch wesentlich großzügiger ausgestaltet. Die Staaten stützen Verbraucher und Unternehmen durch hohe Ausgaben, was die staatliche Schuldenlast stark steigen lässt. Aus dieser Entwicklung könnte eine erhöhte Inflation resultieren, die traditionelle Währungen entwerten würde. Einige Anleger fragen daher verstärkt alternative Anlagen wie Digitalwährungen nach.

mit Agenturen
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