Kryptowährung Bitcoin rutscht unter die Marke von 20.000 US-Dollar

Die Rede von Fed-Chef Jerome Powell hat nicht nur beim Dax und Dow Jones für einen kräftigen Kursrutsch gesorgt, sondern auch beim Bitcoin. Die Aussicht auf eine weiterhin straffe Geldpolitik in den USA belastet die Cyberdevise.
Zinsen bleiben hoch: Der Bitcoin reagiert mit Verlusten auf die Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell

Zinsen bleiben hoch: Der Bitcoin reagiert mit Verlusten auf die Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell

Foto: Benoit Tessier / REUTERS

Die Kryptowährung Bitcoin ist am Wochenende wieder unter die Marke von 20.000 Dollar gerutscht. Mit 19.557 US-Dollar notierte die älteste und bekannteste Cyberwährung in der Nacht zu Montag auf der Handelsplattform Bitstamp  rund 3 Prozent schwächer als am Vortag. Der jüngste Aufwärtstrend, der den Bitcoin Mitte August bis auf über 24.000 US-Dollar getrieben hatte, ist damit wieder beendet. Mitte Juni markierte die Cyberdevise bei 17.600 Dollar ein Jahrestief.

Schon am Freitag war der Kurs deutlich abgesackt. Händler hatten dazu vor allem auf die Erklärung von US-Notenbankchef Jerome Powell (69) verwiesen, kein schnelles Ende der Zinsstraffungen zu erwarten. Dies hatte die großen US-Aktienindizes um bis zu 3,9 Prozent einbrechen lassen. Steigende Zinsen verringern in der Regel die Attraktivität risikoreicher Anlageklassen, zu denen neben Aktien auch Bitcoin und Co. aufgrund ihrer teils extremen Kursschwankungen zählen.

Im November vergangenen Jahres erreichte der Bitcoin noch ein Rekordhoch von 69.000 US-Dollar, Ende März kostete die Cyberdevise dann nur noch rund 47.000 US-Dollar. Wer allerdings frühzeitig einstieg und seine Bestände nicht verkauft hat, kann sich noch immer über kräftige Zuwächse freuen: Anfang 2019 kostete ein Bitcoin weniger als 3500 US-Dollar, Anfang 2016 weniger als 400 US-Dollar und Ende 2011 nur rund drei US-Dollar.

mg/Reuters
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.