Steuerpläne in USA Bitcoin-Preis stürzt unter 50.000 Dollar

Mit schärferer Geldwäschekontrolle und höheren Steuern gehen die USA gegen den Kryptomarkt vor. Der Bitcoin-Preis stürzt ab.
(Bisheriger) Höhepunkt des Hypes: Bitcoin-Werbung auf dem New Yorker Times Square zum Börsengang der Kryptoplattform Coinbase am 14. April. Seit dem Höchststand bei rund 65.000 US-Dollar hat Bitcoin inzwischen rund 25 Prozent an Wert verloren

(Bisheriger) Höhepunkt des Hypes: Bitcoin-Werbung auf dem New Yorker Times Square zum Börsengang der Kryptoplattform Coinbase am 14. April. Seit dem Höchststand bei rund 65.000 US-Dollar hat Bitcoin inzwischen rund 25 Prozent an Wert verloren

Foto: John Angelillo / imago images/UPI Photo

Kurssturz bei Bitcoin: Die geplante Erhöhung der Kapitalertragssteuern in den USA löst einen Ausverkauf bei Kryptowährungen aus. Bitcoin  fiel am Freitagvormittag um gut 10 Prozent auf ein Sieben-Wochen-Tief von 47.573 Dollar, der Preis fiel damit erstmals seit Anfang März unter 50.000 Dollar. Die Nummer zwei der Cyberdevisen, Ethereum, büßte gut 12 Prozent auf 2115 Dollar ein. Am Donnerstag hatte sie noch ein Rekordhoch von 2645,75 Dollar erreicht.

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Insidern zufolge will US-Präsident Joe Biden die Kapitalertragssteuern in etwa verdoppeln. Börsianer befürchten, dass dies die Attraktivität von Kryptowährungen als Geldanlage schmälert. Einige Fonds hätten auf die Nachrichten mit aggressiven Verkäufen reagiert, sagte Avi Felman, Chefhändler des auf Kryptowährungen spezialisierten Vermögensverwalters Blocktower. In Deutschland ist die Besteuerung von Kryptogewinnen juristisch umstritten . Das Bundesfinanzministerium kündigte dem manager magazin  eine baldige Klarstellung gegenüber den Finanzämtern an.

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Vor allem bei Ethereum seien die Kursverluste aber zu einem nicht unerheblichen Teil eine Reaktion auf vorangegangene Kursgewinne, warf Chris Weston, Chefanalyst des Brokerhauses Pepperstone, ein. "Es hat sich im Vergleich zu Bitcoin deutlich überdurchschnittlich entwickelt." Seit Jahresbeginn hat Ethereum knapp 230 Prozent zugelegt, fast vier Mal so stark wie Bitcoin. Der MSCI-Weltaktienindex kommt im gleichen Zeitraum nur auf knapp 5 Prozent Kursplus.

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Ein Viertel Kursverlust seit Mitte April

Bitcoin steht seit einigen Tagen unter Druck - unter anderem wegen Berichten über ein schärferes Vorgehen der Vereinigten Staaten gegen die Verwendung von Digitalwährungen bei Geldwäsche. Seit dem Mitte April erreichten Rekordhoch von knapp 65.000 Dollar summiert sich das Minus auf fast ein Viertel.

Trotz der jüngsten Verluste liegt der Bitcoin mittel- und langfristig immer noch deutlich im Plus. Seit Ende 2020 beläuft sich der Anstieg noch auf 70 Prozent. Auf Jahressicht liegt das Plus bei mehr als 500 Prozent und in den vergangenen fünf Jahren zog der Kurs mehr als 10.000 Prozent an. Seit einiger Zeit ist jedoch unter den vielen Kryptowährungen eine Verschiebung vom Bitcoin zu anderen Internetdevisen wie Ether, Binance, Tether, XRP oder Dogecoin zu beobachten.

So liegt der Anteil des Bitcoin der Digitalwährungen gemessen an der Marktkapitalisierung einer Aufstellung der Seite Coinmarketcap.com zufolge nur noch bei etwas mehr als 50 Prozent. Anfang des Jahres waren es noch fast 70 Prozent.

ak/Reuters, DPA
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