Kryptowährung unter Druck Bitcoin fällt unter 10.000 Dollar

Südkorea will den anonymen Handel mit Bitcoin verbieten. Auch andernorts droht der Kryptowährung eine scharfe Regulierung. Anleger zeigen sich beeindruckt. Der Kurs des Bitcoin fällt zwischenzeitlich unter die Marke von 10.000 Dollar. Andere Digitalwährungen stehen ebenfalls unter Verkaufsdruck.

Die umstrittene Kryptowährung Bitcoin  steht erneut unter Druck. Am Dienstag fiel sie auf großen Handelsplattformen wie Bitstamp oder Bitfinex zeitweise unter die Marke von 10.000 US-Dollar. Diese Marke wurde bereits vor knapp einer Woche gerissen, anschließend hatte jedoch eine Erholung eingesetzt. Von dieser ist mittlerweile nicht mehr viel zu sehen. Im Tief kostete ein Bitcoin auf Bitstamp 9927 Dollar, zuletzt waren es 10.150 Dollar.

Erst vor wenigen Tagen hatte Wirtschaftsnobelpreisträger Robert Shiller die Zukunft der umstrittenen Digitalwährung in düstersten Farben gemalt. Der Bitcoin werde vermutlich "total kollabieren" und letztlich in Vergessenheit geraten, sagte Shiller dem US-Sender CNBC . Der Boom der Kryptowährung erinnere ihn an die letztlich geplatzte Tulpenblase im Holland des 17. Jahrhunderts.

Nicht nur der Bitcoin, auch andere Cyberwährungen wie Ether oder Ripple stehen seit einigen Tagen wieder unter Druck. Auslöser der jüngsten Verluste dürften neuerliche Bestrebungen zur Regulierung des Handels mit Digitalwährungen sein.

So wurde am Dienstag bekannt, dass Südkorea den Handel mit Digitalwährungen verbieten will, soweit Nutzerkonten auf den entsprechenden Handelsplattformen keine real existierenden Namen tragen. Dies wäre ein ernster Schlag gegen die Anonymität des Handels, die von Gegnern der Digitaldevisen kritisiert, von Anhängern jedoch geschätzt wird. Südkorea gilt als Hochburg für Kryptowährungen.

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Südkorea will mit diesem Schritt die Verwendung von Bitcoin zur Geldwäsche und anderen kriminellen Aktivitäten unterbinden. Das asiatische Land ist eine der Hochburgen der Spekulation mit Cyber-Devisen. Nach früheren Angaben der Internetseite Conhills.com laufen rund 15 Prozent des weltweiten Handels über Handelsplätze in Südkorea. Laut einer Umfrage des südkoreanischen Job-Portals Saramin handeln mehr als 30 Prozent der befragten Büro-Angestellten mit Cyber-Währungen.

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Auch in Europa gibt es mittlerweile zahlreiche Stimmen, die sich für gesetzliche Regelungen für den bisher weitgehend unregulierten Handel mit Computerwährungen aussprechen. So sagte der Vizepräsident der EU-Kommission, Valdis Dombrovskis, am Dienstag: "Wir wollen, dass Europa die Möglichkeiten der Blockchain-Technologie, die den Kryptowährungen zugrunde liegt, nutzt. Aber dazu müssen wir wachsam sein und verhindern, dass sie ein Symbol für widerrechtliches Verhalten werden." Er regte ein Treffen hochrangiger Vertreter aus Politik und Wirtschaft an.

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Der Bitcoin ist die älteste und bekannteste Digitalwährung. Von diesen gibt es mittlerweile fast 1500. Im vergangenen Jahr haben viele Kryptowährungen massiv an Wert gewonnen. Der Bitcoin etwa war von weniger als 1000 Dollar bis auf fast 20.000 Dollar gestiegen. Vor wenigen Wochen wurde die Rekordjagd jedoch beendet, weil Forderungen nach stärkerer Kontrolle bis hin zu Verboten von Digitalwährungen zunehmend die Runde machen.

rei/dpa
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