Samstag, 19. Oktober 2019

Tiermedizin-Geschäft könnte verkauft werden  Hoffnung auf Spartenverkauf stützt Bayer-Aktie

Bayer: Erneuter Kurssprung am Donnerstag
Sascha Steinbach / EPA
Bayer: Erneuter Kurssprung am Donnerstag

Der Umbau schreitet voran, und die Bayer-Aktie erholt sich: In einem weiter aufgehellten Marktumfeld haben sich die Aktien des Krisenkonzerns Bayer Börsen-Chart zeigen am Donnerstagnachmittag mit einem Plus von 6,70 Prozent auf 62,78 Euro an die Dax-Spitze gesetzt. Zwischenzeitlich hatten sich die Papiere des Pharma- und Agrarchemiekonzerns sogar wieder auf dem höchsten Niveau seit Mitte März bewegt. Damals hatte eine schwere Schlappe in einem richtungweisenden Glyphosat-Prozess in den USA der Laune der Aktionäre einen schweren Dämpfer verpasst.

Bereits am Mittwoch hatten die Anteilsscheine sehr positiv auf die Hoffnung auf Aufschub in einem Glyphosat-Prozess und den überraschend hohen Verkaufspreis für den Anteil am Chemiepark-Betreiber Currenta reagiert.

Bayer könnte Tiermedizin-Geschäft verkaufen

Die gute Stimmung setze sich nun am Donnerstag fort, nachdem bekannt geworden war, dass die Leverkusener Insidern zufolge schon bald den nächsten großen Spartenverkauf ankündigen könnten. Der Pharmakonzern arbeite mit Elanco Animal Health an einem Deal zum Verkauf des Geschäfts mit Tiermedizin, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

Angesichts dieser jüngsten Nachrichten haben sich einem Börsianer zufolge Anleger, die zuvor auf fallende Kurse gesetzt hätten, zu Zukäufen gezwungen gesehen, um ihre Verluste zu begrenzen. Ein solcher so genannter "Short Squeeze" beschleunigt in der Regel die Erholung einer Aktie.


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Auch charttechnisch sieht das Bild aktuell positiv aus für die Bayer-Aktien: Die Papiere hatten am Mittwoch sowohl die 21-Tage- als auch die 50-Tage-Linie überwunden, die als Indikatoren für den kurz- beziehungsweise mittelfristigen Trend gelten. Als nächster Widerstand fungiert nun die 200-Tage-Linie, die den langfristigen Trend vorgibt. Sie verläuft derzeit bei 64,68 Euro, ist aber aktuell abwärts gerichtet.

la/dpa

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