Montag, 19. August 2019

James-Bond-Kultmarke Aston Martin prüft Börsengang

James Bond alias Daniel Craig steigt aus einem Aston Martin DB 10

Der britische Sportwagenbauer Aston Martin will an die Börse. Ein entsprechendes Registrierungsdokument als Voraussetzung für den Gang auf das Parkett habe der Autobauer bei der Behörde eingereicht, teilte Aston Martin am Mittwoch mit. Bis zum 20. September will das Unternehmen entscheiden, ob die Börsenpläne weiterverfolgt werden. Bekannt sind ist Aston Martin vor allem aus den James-Bond-Filmen.

Der 1913 gegründete Luxuswagenbauer plane eine Premium-Notierung an der London Stock Exchange. Nach dem Ausverkauf von Jaguar, Bentley und Rolls-Royce wäre Aston Martin nach Jahren wieder der erste britische Autobauer an der Londoner Börse.

Der Wert der Sportwagen-Ikone wird Medienberichten zufolge auf bis zu fünf Milliarden Pfund (5,5 Milliarden Euro) geschätzt. Das Unternehmen plane einen Streubesitz von mindestens 25 Prozent durch den Verkauf von Anteilen der überwiegend kuwaitischen und italienischen Investmentfirmen.

Aston Martin erstmals wieder mit Gewinnen

"Heute erreichen wir einen Meilenstein in unserer Geschichte", sagte Konzernchef Andy Palmer. Der frühere Nissan-Manager kam 2014 zu den Briten und krempelte die traditionsreiche Sportwagenmarke um.

Nach sechs verlustreichen Jahren verbuchte Aston Martin 2017 dank seines neuen Modells DB11 wieder Gewinne. Der Kultwagen-Bauer war in seiner mehr als 100-jährigen Geschichte sieben Mal insolvent und gehörte bis 2007 zum US-Autobauer Ford.

Der im zentralenglischen Gaydon angesiedelte Autobauer wird von dem italienischen Investmentfonds Investindustrial und kuwaitischen Investoren kontrolliert. Der mit 4,9 Prozent an Aston Martin beteiligte Daimler-Konzern werde Aktionär bleiben, teilte der britische Sportwagenbauer mit.

mg/rtr, AFP, dpa-afx

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