Montag, 21. Oktober 2019

Weltweit zweitgrößter Börsengang in Hongkong Inbev-Tochter mit über 50 Milliarden Dollar bewertet

Anheuser-Busch InBev schickt Asien-Tochter an die Börse
JUSTIN TALLIS / AFP
Anheuser-Busch InBev schickt Asien-Tochter an die Börse

Der Brauereikonzern Anheuser-Busch InBev hat den weltweit zweitgrößten Börsengang in diesem Jahr auf den Weg gebracht. Die Aktienplatzierung des Asiengeschäfts an der Börse in Hongkong soll bis zu 6,6 Milliarden Dollar einbringen, teilte das belgische Unternehmen am Dienstag mit.

Geplant ist der Gang aufs Parkett für Mittwoch. Die rund 1,3 Milliarden Aktien der Budweiser Brewing Company Apac werden in einer Preisspanne von 3,45 bis 3,83 Dollar je Stück angeboten. Damit wird das Unternehmen mit bis zu 50,7 Milliarden Dollar bewertet.

Budweiser hatte die Börsenpläne vor zwei Monaten gestoppt und dies mit unsicheren Bedingungen an den Kapitalmärkten begründet. Ursprünglich hatte der Hersteller von Biermarken wie Beck's, Budweiser oder Corona Einnahmen von knapp zehn Milliarden Dollar angestrebt. Die Erlöse aus dem Börsengang sollen der Mutter Anheuser-Busch beim Abbau ihres Schuldenbergs helfen, der mit der Übernahme des Konkurrenten SABMiller Ende 2016 angehäuft wurde.


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Für den derzeit unter Druck stehenden Handelsplatz Hongkong, der der Londoner Börse LSE vergangene Woche überraschend ein Übernahmeangebot gemacht hatte, wäre der Börsengang der Budweiser-Tochter ein Erfolg. Die politisch aufgeladene Stimmung in Hongkong wirkte sich zuletzt auch auf die Geschäfte der dortigen Börse aus.

rtr/akn

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