Donnerstag, 22. August 2019

Aktienmarkt Auf diese fünf Zahlen sollten Börsianer 2016 achten

Aktienhändler in New York: Auch die US-Notenbank gibt wichtige Impulse für die hiesige Börse

6. Teil: Umlaufrendite - das Zinsniveau stets im Blick behalten

Die Umlaufrendite ist ein Indikator, der die durchschnittliche Rendite aller gegenwärtig gehandelten festverzinslichen Wertpapiere bester Bonität mit einer Restlaufzeit von drei bis 30 Jahren zusammenfasst. Die Kennzahl ist daher gut geeignet, die Entwicklung des allgemeinen Zinsniveaus zu verfolgen.

Ein Blick auf den langfristigen Chart zeigt: Die Umlaufrendite befindet sich gegenwärtig auf historisch niedrigem Niveau. Das überrascht nicht, bewegen sich doch die Zinsen beispielsweise deutscher Staatsanleihen mit geringer Laufzeit bereits seit Längerem im negativen Bereich. Das Standardpapier, die Bundesanleihe mit zehn Jahren Laufzeit, wirft momentan ebenfalls nur bescheidene 0,6 Prozent Rendite ab. Zum Vergleich: Bei der 10-jährigen Staatsanleihe der USA liegt der Zins zurzeit bei etwa 2,3 Prozent.

Hauptgrund für das niedrige Zinsniveau ist die freigiebige Geldpolitik der EZB. Da sich daran vorerst nichts ändern wird, dürften auch die Zinsen zunächst niedrig bleiben. Anleger sollten aber auf der Hut sein: Sobald die Zinsen wieder steigen, verlieren Aktien gegenüber anderen Geldanlagen an Attraktivität.

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