Freitag, 23. August 2019

Börsenturbulenzen Warum jetzt auch an der Wall Street die Kurse purzeln

Aktienhändler in New York: Für die Kursverluste am Montag gibt es viele Gründe.

5. Teil: Fallender Ölpreis

Nicht zuletzt bereitet auch der seit geraumer Zeit sinkende Ölpreis den Anlegern Sorgen, denn auch er signalisiert eine Abschwächung der weltweiten Konjunktur. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 65,12 US-Dollar. Das waren 35 Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 47 Cent auf 55,22 Dollar.

Am Vortag war der US-Ölpreis in der Spitze schon um etwa 7 Prozent eingebrochen. Dies ist der stärkste Verlust innerhalb eines Tages seit mehr als drei Jahren. Marktbeobachter erklärten den starken Preisrückgang mit der jüngsten Nachfrageprognose der Organisation erdölexportierender Länder (Opec).

In dem am Dienstag veröffentlichten Monatsbericht rechnet das Kartell im kommenden Jahr mit einer Nachfrage nach Opec-Öl in einem Volumen von etwa 31,5 Millionen Barrel pro Tag. Im Vergleich zu einer zwei Monate alten Prognose ist dies ein Rückgang um 500.000 Barrel pro Tag. Außerdem liegt das in der aktuellen Prognose angegebene Volumen etwa 1,4 Millionen Barrel unter der derzeitigen Fördermenge.

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