Kurse im Minus Börsianer holen Luft nach Griechenland-Rally

Von mm-newsdesk
Börsenprofis in Frankfurt: Der Aktienmarkt kämpft um weitere Gewinne

Börsenprofis in Frankfurt: Der Aktienmarkt kämpft um weitere Gewinne

Foto: Frank Rumpenhorst/ dpa

Dem Dax (Kurswerte anzeigen) geht nach seiner jüngsten Rally etwas die Puste aus. Am Freitag verzeichnete der Leitindex in Frankfurt ein Minus von 0,4 Prozent auf 11.673 Punkte.

Am Donnerstag hatten weitere Entspannungssignale in der griechischen Schuldenkrise dem Dax den siebten Gewinntag in Folge beschert - seit dem Tief Mitte vergangener Woche liegt der Anstieg bei rund 10 Prozent, und auch auf Wochensicht winkt ein dickes Plus.

Der MDax (Kurswerte anzeigen) der mittelgroßen Werte gewann 0,1 Prozent auf 20.996 Punkte, und für den Technologiewerte-Index TecDax  ging es um 0,3 Prozent auf 1801 Punkte hoch. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50  trat mit minus 0,1 Prozent beinahe auf der Stelle.

Vorausgegangen sind Kursanstiege an den chinesischen Aktienmärkten, die auch die Stimmung an anderen Börsen in Fernost beflügelt haben. Händler gingen davon aus, dass die Regierung in Peking Kurspessimisten den Wind aus den Segeln genommen habe. "Wir vermuten, dass das 'Nationale Team' Aktien gekauft hat, um Kursrückgänge zu verhindern', sagte Zhang Qi, Analyst bei Haitong Securities in Shanghai.

Unter dem Begriff "Nationales Team" wird Börsianern zufolge ein Zusammenschluss von Regierungsbehörden, Banken oder Investmentfirmen verstanden, der so lange Aktien kaufen will, bis das Vertrauen am Markt zurückgekehrt ist.

Der Index der Börse in Shanghai legte gut 3 Prozent zu, die Börse in Shenzhen gewann etwa 3,4 Prozent. Dennoch notieren die Kurse immer noch etwa 20 Prozent unter ihrem Siebeneinhalb-Jahres-Hoch, das sie vor einem Monat erreicht hatten.

In Tokio stieg der Leitindex Nikkei (Kurswerte anzeigen) mit seinen 225 führenden Werten um 0,25 Prozent auf 20.650 Punkte. Seit Wochenbeginn hat der Index gut 4 Prozent zugelegt. "Ich denke nicht, dass die Sorgen vor einem Zusammenbruch in China schon komplett beseitigt sind", sagte Hiroyuki Nakai, Chefstratege beim Analysehaus Tokai Tokyo. Sollten ausländische Investoren kommende Woche ihr Geld wieder aus dem chinesischen Markt abziehen, dürfte das auch die Börse in Tokio belasten.

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