Freitag, 22. November 2019

Börse Dax im Rückwärtsgang - Stada haussiert nach Übernahme

Der Dax verharrt am Freitag im Minus - die US-Politik und der Anschlag von Barcelona belasten das Börsenbarometer. Die Stada-Aktie springt nach der erfolgreichen Übernahme durch Finanzinvestoren um über 10 Prozent.

Am deutschen Aktienmarkt sind die Blicke am Freitag nach unten gerichtet. Der Dax Börsen-Chart zeigen knüpfte zu Wochenschluss an seine Verluste vom Donnerstag an und fiel gegen Mittag um 0,42 Prozent auf 12152 Punkte. Neben der Terrorangst nach dem Anschlag in Barcelona wirkte sich dabei auch das Bangen um die wirtschaftspolitischen Versprechungen von US-Präsident Donald Trump belastend aus.

Laut dem Marktexperten Andreas Lipkow von der Comdirect-Bank verschreckt das politische Chaos im Weißen Haus mittlerweile auch jene Investoren, die bis zuletzt noch an die Handlungsfähigkeit des US-Präsidenten glaubten. Sorgen schürt dabei, dass sich immer mehr hochrangige Wirtschaftsentscheider von dem US-Präsidenten distanzieren. An den US-Börsen hatte der Leitindex Dow Jones Börsen-Chart zeigen daraufhin am Vorabend den größten Tagesverlust seit drei Monaten erlitten.

Wochengewinn in Sicht

Die dreitägige Erholungsrally, die den Dax am Mittwoch noch an die 12 300 Punkte herangeführt hatte, liegt mit dem nun zweiten Verlusttag vorerst wieder bei den Akten. Dank der Kursgewinne zu Wochenbeginn steuert der Leitindex im Wochenverlauf aber immer noch auf einen Aufschlag von fast 1 Prozent zu.

Mit dem Dax begaben sich am Freitag auch seine Indexkollegen auf Talfahrt. Für den MDax Börsen-Chart zeigen der mittelgroßen deutschen Werte ging es um 0,31 Prozent auf 24821 Punkte bergab, und der Technologiewerte-Index TecDax Börsen-Chart zeigen büßte 0,65 Prozent auf 2255 Zähler ein. Auch der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 Börsen-Chart zeigen gab um knapp 1 Prozent nach.

Terrorangst trifft Reisebranche

Unternehmensmeldungen blieben am Freitag rar. Der Terroranschlag hinterließ europaweit vor allem in der Reise- und Freizeitbranche seine Spuren - unter anderem bei Fluggesellschaften, sodass die Lufthansa-Aktien Börsen-Chart zeigen im Dax um 0,85 Prozent nachgaben. "Barcelona ist eines der beliebtesten Reiseziele Europas", sagte ein Händler. Mit Anschlägen in stark besuchten Touristenzentren versuchten die Attentäter gezielt, für Schrecken zu sorgen.

Nach unten ging es außerdem im europaweiten Finanzsektor. Die Aktie der Deutschen Bank Börsen-Chart zeigen zum Beispiel fiel um fast 1 Prozent. Händler verwiesen darauf, dass der Sektor in einem unsicheren Marktumfeld besonders leide. Auch sorge man sich vermehrt um das Versprechen von Trump, in den USA für gelockerte Finanzmarktregeln zu sorgen.

Stada klettert im MDax

Ansonsten zog die Stada-Aktie Börsen-Chart zeigen wegen der nun doch erfolgten Übernahme durch die Finanzinvestoren Bain und Cinven weiter die Aufmerksamkeit auf sich. Zuvor hatte bereits die Meldung, wonach Großaktionär Paul Singer vor dem Fristablauf seine Zustimmung signalisiert haben soll, die Aktien an der MDax-Spitze um mehr als 5 Prozent nach oben getrieben. Nach der Verkündung der Übernahme übersprang das Papier gegen Mittag sogar über den Angebotspreis von 66,25 Euro und stand zeitweise über 71,50 Euro (plus 11,75 Prozent).

Am MDax-Ende dagegen lagen die Bilfinger-Aktien Börsen-Chart zeigen mit Abgaben von fast 2 Prozent. Ein Händler verwies angesichts der Abwärtstendenz darauf, dass die Aktie einer der Börsenlieblinge in der Trump-Rally gewesen sei. Neuerdings litten sie daher nun unter den Zweifeln an den vom US-Präsidenten versprochenen milliardenschweren Infrastrukturprojekten. Ähnlich begründeten Börsianer auch Abgaben im Stahlsektor: ThyssenKrupp Börsen-Chart zeigen waren daraufhin mit Abgaben von 1,72 Prozent der zuletzt schwächste Dax-Wert.

Unter den Kleinwerten im SDax begaben sich VTG mit fast 5 Prozent auf Talfahrt, nachdem der Waggonvermieter und Logistikdienstleister mit seiner angepassten Gewinnprognose enttäuschte. Auch Bertrandt-Aktien sanken dort um etwas mehr als 4 Prozent. Am Markt wurde dies mit einer gestrichenen Kaufempfehlung von Warburg Research begründet.

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luk/dpa-afx, reuters

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