Sonntag, 16. Juni 2019

Tech-Offensive der Autoindustrie Wie Daimler, VW und BMW den Dax zum Tech-Dax machen

Schnäppchen oder Wucher: Techno- und Autoaktien im Preisvergleich
Daimler

IT-Konzerne wie Apple oder Google fordern die Autoindustrie heraus. Daimler, BMW und VW kamen zuletzt mächtig unter die Räder. Nun holen die als "Blechbieger" gescholtenen Konzerne zum Gegenschlag aus.

Amazon, Apple, Google, Facebook - seit Jahren dominieren die großen IT-Konzerne aus den USA das Geschehen an der Börse. Die Höhenflüge der Aktien spiegeln die stark gestiegene Bedeutung wider, die die Technologiebranche in der Weltwirtschaft bereits hat.

So ist der iPhone-Hersteller Apple Börsen-Chart zeigen seit Jahren das wertvollste Unternehmen der Welt, mit einem aktuellen Börsenwert von rund 660 Milliarden Dollar. Überstrahlt wird die Kultfirma aus Cupertino zurzeit noch von Amazon, dessen Aktie in diesem Jahr bereits um etwa 70 Prozent zugelegt hat. Damit hat der Onlinehändler beinahe im Alleingang verhindert, dass der breite US-Index S&P 500 seit Anfang 2015 nicht noch viel deutlicher ins Minus gerutscht ist, als ohnehin schon.

Für Schlagzeilen sorgte im Juli auch der Suchmaschinen-Riese Google Börsen-Chart zeigen. Das Unternehmen legte so starke Geschäftszahlen vor, dass die Aktie um 30 Prozent in die Höhe sprang.

Und Facebook Börsen-Chart zeigen? Dessen Gründer Mark Zuckerberg erfreut sich regelmäßig enormer Vermögenszuwächse. 40,9 Milliarden Dollar ist Zuckerberg laut Bloomberg inzwischen bereits schwer, was dem erst 31-jährigen notorischen T-Shirt-Träger auf dem Ranking der reichsten Menschen der Welt gegenwärtig Platz neun beschert.

Gerade nehmen die IT-Granden die nächste Etappe ihrer Welteroberung in Angriff: Die Durchdringung der Old Economy. Das Schlagwort von der Industrie 4.0 bedeutet für die hiesige Wirtschaft: Sämtliche Unternehmen - vom Weltkonzern bis zum Fünf-Mann-Mittelständler - müssen die digitale Revolution mitmachen. Tun sie es nicht, dürften sie im Wettbewerb früher oder später von der Bildfläche verschwinden.

Eine Branche, der die digitalen Revoluzzer besonders zusetzen, ist die Autoindustrie. Als hätten die Ingenieure von Volkswagen Börsen-Chart zeigen , Daimler Börsen-Chart zeigen und BMW Börsen-Chart zeigen nicht schon genug damit zu tun, ihre Produkte mit Vernetzung, Apps und anderer Hightech up-to-date zu halten, rücken ihnen die jungen Wilden der US-Wirtschaft auch noch im Kerngeschäft auf die Pelle, also bei der Fahrzeugproduktion selbst.

Tesla Börsen-Chart zeigen, Google und Apple heißen die Firmen, die der Autoindustrie derzeit das Tempo und die Richtung zu diktieren scheinen. Mit Elektroautos, selbstfahrenden Gefährten und anderem Techno-Klimbim drohen die drei, den Platzhirschen mittel- bis langfristig Marktanteile abzujagen. Und das in einem Geschäft, das wegen des Megatrends weg vom eigenen Kfz und hin zur Share-Economy künftig ohnehin nicht unbedingt wachsen dürfte.

Von den Autobauern erfordert das einen Kraftakt: Sie müssen raus aus der guten alten Welt röhrender Motoren. Stattdessen gilt es, das Universum der Bits und Bytes zu erobern, jene Sphären also, in denen sich Daten schneller durch Draht und Luft bewegen, als es selbst ein Bugatti Veyron 16.4 Super Sport, der noch immer schnellste Seriensportwagen der Welt, auf Asphalt jemals könnte.

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