Donnerstag, 28. Mai 2020

Börse Dax im Plus - Apple, Boeing und GE stützen US-Börsen

Börse: Der Dax notiert am Mittwoch leicht im Plus

Der iPhone-Bauer Apple sorgt mit guten Zahlen für Optimismus, doch das Coronavirus drückt weiter auf die Stimmung. Der Dax kommt am Mittwoch kaum von der Stelle. Die Aktie der Deutschen Bank legt vor den Jahreszahlen zu.

Der sich weiter verbreitende Coronavirus macht Anleger zur Wochenmitte weiter nervös. Da die US-Börsen jedoch leicht im Plus notieren, wagt auch der Dax Börsen-Chart zeigen am Mittwoch einen Erholungsversuch. Zuletzt notierte der deutsche Leitindex 0,2 Prozent im Plus bei 13.351 Punkten. Zu den Gewinnern im Dax zählten die Aktien der Deutschen Bank Börsen-Chart zeigen, Vonovia Börsen-Chart zeigen und von MTU Aero Engines Börsen-Chart zeigen , die jeweils rund 1,5 Prozent zulegten.

Die Deutsche Bank Börsen-Chart zeigen veröffentlicht am Donnerstag ihre Quartalsbilanz. Die leidgeprüften Anleger erhoffen sich nach Jahren der Talfahrt ein Hoffnungszeichen. Die Aktie notiert mit einem Plus von 1,5 Prozent knapp unter der Marke von 8 Euro und damit auf dem höchsten Niveau seit 10 Monaten. Vor fünf Jahren hatte das Papier noch bei 30 Euro notiert.

Unterdessen setzte die Aktie von RWE Börsen-Chart zeigen ihre Klettertour fort, da Anleger nun mit milliardenschweren Zahlungen des Steuerzahlers an RWE rechnen können. Nach monatelangen Verhandlungen hat die Bundesregierung das Gesetz für den Kohleausstieg auf den Weg gebracht. Das Kabinett verabschiedete den Gesetzentwurf am Mittwoch in Berlin. Er regelt das Ende der klimaschädlichen Stromproduktion aus Kohle in Deutschland bis spätestens 2038. Vor einem Jahr hatte die Kohlekommission dafür ein Konzept vorgelegt. Der rund 200 Seiten umfassende Entwurf muss nun vom Bundestag diskutiert werden, Mitte des Jahres soll das Gesetz verabschiedet sein. Betreiber von Braunkohlekraftwerken und Tagebauen wie RWE sollen für das vorzeitige Abschalten von Kraftwerken Entschädigungen von insgesamt 4,35 Milliarden Euro bekommen, dafür gibt es im Gesetz einen festen Fahrplan.

Bitcoin gefragt

Angesichts der jüngsten Kursturbulenzen an den Aktienmärkten greifen Anleger auf der Suche nach Alternativen verstärkt zu Bitcoin Börsen-Chart zeigen . Die älteste und wichtigste Cyber-Devise steigt um 4,4 Prozent und ist mit 9432,70 Dollar so teuer wie zuletzt vor drei Monaten. "Die Anleger begeben sich weiterhin auf die klassische Suche nach dem vermeintlichen Schutz", sagt Analyst Timo Emden von Emden Research.

Wall Street: Apple und GE sorgen für gute Stimmung

Die Wall Street setzte am Mittwoch ihre Erholung zunächst mit moderatem Tempo fort. Der US-Leitindex Dow Jones Börsen-Chart zeigen notierte im frühen Handel 0,2 Prozent höher bei 28.800 Punkten. "Die Stimmung hellt sich wieder auf vor der Sitzung der US-Notenbank am Abend", sagte Analyst Pierre Veyret vom Broker ActivTrades. Anleger fassten angesichts zuletzt starker Konjunkturdaten aus den USA und guter Quartalszahlen von Apple Börsen-Chart zeigen vom Vorabend wieder Mut.

Am Abend steht die US-Notenbank-Sitzung im Mittelpunkt des Interesses. Änderungen dürfte es freilich nicht geben. Seit Wochen scheine die Mehrheit der Mitglieder des geldpolitischen Rats darin einig zu sein, "dass das derzeitige Zinsniveau angemessen ist und es keinen Grund gibt, Änderungen vorzunehmen", merkte Volkswirt Ulrich Wortberg von der Helaba in einem Kommentar an.

Mit Apple Börsen-Chart zeigen hatte einer der wichtigsten US-Konzerne am Dienstag nachbörslich Zahlen vorgelegt und dabei im Weihnachtsgeschäft Rekordzahlen verzeichnet. Der Quartalsumsatz stieg im Jahresvergleich um neun Prozent auf 91,8 Milliarden Dollar. Der Gewinn erreichte 22,2 Milliarden Dollar nach knapp 20 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor. Die Aktie stieg zuletzt um 2 Prozent.

Chiphersteller AMD enttäuscht

Doch längst nicht alle Technologieunternehmen glänzten. Bei AMD und Xilinx gab es herbe Enttäuschungen. Der Intel -Konkurrent AMD patzte beim Ausblick ebenso wie der Hersteller von Kommunikationshalbleitern Xilinx. Die Quittung fiel deutlich aus: AMD verloren vor der Startglocke 4,5 Prozent und Xilinx sogar 8 Prozent.

Boeing und GE mit Kursgewinnen

Rückenwind könnte der Dow Jones Index vom Indexschwergewicht Boeing erhalten. Nach Veröffentlichung von Quartalszahlen rückten die Papiere des stark angeschlagenen Herstellers des Unglücksfliegers 737 Max um 2,7 Prozent vor.

Gut kamen dagegen die Ziele von General Electric an. Vor allem die Erwartungen an die Entwicklung des Free Cash Flow begeisterten und sorgten für einen Kurssprung von fast acht Prozent.

Apple mit Rekordumsatz

Förderlich für die Stimmung sind zur Wochenmitte die am Vorabend vorgelegten Quartalszahlen von Apple Börsen-Chart zeigen, die die Anleger weiter bei Laune halten. Der iPhone-Hersteller hat mit starken Quartalszahlen und der Prognose für den weiteren Geschäftsverlauf die Erwartungen übertroffen.

Fed dürfte Leitzins am Abend unverändert lassen

Impulse von der Geldpolitik könnte es am Abend geben, wenn die US-Notenbank Fed ihre Zinsentscheidung bekanntgeben wird. Es wird allerdings erwartet, dass die Fed ihre zuletzt abwartende Haltung bestätigt und den Leitzins nicht antastet. "Nur eine nicht zu erwartende Neueinschätzung der Konjunktur- und Inflationsrisiken durch die US-Währungshüter dürfte zu nachhaltigen Reaktionen führen", äußerten sich am Morgen die Experten der britischen Großbank HSBC.

Zu einer Gefahr könnte jedoch weiter das von China ausgehende Coronavirus werden. Der Ausbruch der neuen Lungenkrankheit in China wird nach Einschätzung eines führenden chinesischen Lungenexperten erst in sieben bis zehn Tagen seinen Höhepunkt erreichen. Die Zahl der Fälle steigt rasant. Auch in Deutschland gibt es mittlerweile vier Patienten.

Die Berichtssaison nimmt hierzulande ihren Lauf mit weiteren Quartalszahlen aus dem Technologiesektor. Auf der Agenda stehen zum Beispiel die Bilanzen der Software AG , die vorbörslich laut Händlern von einer "schockierenden" Entwicklung im zukunftsträchtigen Cloud-Bereich mächtig unter Druck gesetzt wurden. Auf der Handelsplattform Tradegate sackten sie zum Xetra-Schluss um fast 8 Prozent ab.


Dax Realtime: Hier sehen Sie Dax und Dow Jones in Echtzeit auf einen Blick


Auf steigende Kurse können sich dagegen die Aktionäre der Lufthansa einstellen. Die Papiere der Fluggesellschaft, die zuletzt stark unter den Sorgen um den Coronavirus gelitten hatten, rückten vorbörslich wegen eines nun optimistischer werdenden Analysten um 1,7 Prozent vor. Adrian Yanoshik von der Privatbank Berenberg rät nun in Erwartung einer verbesserten Gewinnentwicklung zum Kauf. Die negative Stimmung nähere sich ihrem Tiefpunkt, so der Experte.

cr/dpa-afx

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