Börse Dax schwächer, Celesio mit Kurssprung

Anleger halten sich weiterhin zurück: Der nach wie vor ungelöste US-Budgetstreit zwischen Demokraten und Republikanern hat den Dax erneut belastet. Im MDax legen Aktien von Celesio um 20 Prozent zu.
Handelssaal in Frankfurt: Anleger wagen sich nicht aus der Deckung

Handelssaal in Frankfurt: Anleger wagen sich nicht aus der Deckung

Foto: Frank Rumpenhorst/ dpa

New York / Frankfurt am Main - Der Dax  beendete den Tag 0,42 Prozent tiefer bei 8.555 Punkten. Der MDax  fiel um 0,13 Prozent auf 15.089 Punkte und der TecDax  büßte 0,85 Prozent auf 1.079 Punkte ein.

Die Unsicherheit, ob es tatsächlich zu einer Zahlungsunfähigkeit der weltgrößten Volkswirtschaft komme, schwebe wie ein Damoklesschwert über den Märkten, sagte Marktanalyst Jens Klatt von Daily FX. Andere Themen würde davon in den Hintergrund gedrängt.

Dazu habe auch der überraschend schwache Auftragseingang der deutschen Industrie im August gezählt. Zudem senkte der Internationalen Währungsfonds (IWF) die Wachstumsprognose für Weltwirtschaft erneut.

Übrernahmegerüchte treiben Celesio an

Thema des Tages war auf Unternehmensseite Celesio (Kurswerte anzeigen) . Die Aktien des Pharmahändlers schossen im MDax  nach Übernahmespekulationen um 20,04 Prozent auf 20,49 Euro nach oben. Ein Verkauf von Celesio durch den Mischkonzern Haniel wird immer wahrscheinlicher. "Haniel will den Celesio-Anteil für mindestens 22,50 Euro je Aktie verkaufen", erfuhr die Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX aus unternehmensnahen Kreisen. Es habe bereits Gespräche mit mehreren Interessenten aus den USA gegeben.

Commerzbank erneut schwach

Die Spitze des Dax  eroberten die Papiere von K+S mit plus 1,52 Prozent. Der Düngemittel- und Salzproduzent will bis Mitte November Details zu seinem angekündigtem Sparprogramm vorlegen.

Schlusslicht im deutschen Leitindex waren die Anteilsscheine der Commerzbank (Kurswerte anzeigen) mit einem Minus von 1,83 Prozent. Das Finanzinstitut sieht vorerst noch keine Besserung im wichtigen Firmenkundengeschäft.

Der erste Handelstag ist für die Aktien von Bastei Lübbe zunächst etwas verhalten verlaufen. Zuletzt kosteten die Papiere des Kölner Verlages auf Xetra 7,34 Euro. In Frankfurt standen sie bei 7,39 Euro. Ausgegeben worden waren sie zu 7,50 Euro je Anteilsschein.

Euro legt zu

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,48 Prozent am Montag auf 1,49 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,02 Prozent auf 133,38 Punkte. Der Bund Future rückte um 0,04 Prozent auf 140,29 Punkte vor.

Der Kurs des Euro stieg auf 1,3589 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,3576 (Montag: 1,3572) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7366 (0,7368) Euro

Ölpreise geben nach

Die Ölpreise gaben leicht nach. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent (Kurswerte anzeigen) zur Lieferung im November kostete 109,42 Dollar. Das waren 26 Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI fiel geringfügig um sechs Cent auf 102,97 Dollar.

mahi/rtr/dpa-afx
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