Mittwoch, 20. November 2019

Turbulenzen am Aktienmarkt 3 Gründe, warum es an der Börse weiter abwärts gehen wird

Aktienhändler in Frankfurt: Einiges spricht für vorläufig weiter fallende Aktienkurse

3. Teil: 80 Prozent Wahrscheinlichkeit für Kursverluste

2. Charttechnik

Die technische Chartanalyse mag von manchem belächelt werden, sie kann jedoch von sich behaupten, dass einige ihrer Aussagen in der Vergangenheit eine ziemlich hohe Treffsicherheit erreicht haben. Das gilt zum Beispiel für die sogenannte Schulter-Kopf-Schulter-Formation, oder kurz SKS, die die technischen Analysten mitunter in Kurscharts ausfindig machen können. Trat sie in der Vergangenheit zu Tage, so kam es nach Angaben der Experten in der Folge in mehr als 80 Prozent der Fälle zu weiteren Kursverlusten.

Die schlechte Nachricht: Beim Leitindex Dax entstand in den vergangenen Wochen und Monaten genau diese SKS-Formation, die umgangssprachlich formuliert aus einem Kurshoch, einem noch höheren Kurshoch und dann wieder einem nicht ganz so hohen Kurshoch besteht, welches nicht gehalten werden kann.

Die Charttechniker der Privatbank Donner & Reuschel etwa weisen momentan im Tagesrhythmus auf diese SKS-Ausbildung beim Leitindex Dax hin. Zudem habe der Index mit seinen Kursverlusten in den vergangenen Tagen einen Aufwärtstrend verlassen, der bereits seit 2009 bestand hatte, schreiben sie. Die Folge für den Dax, der gegenwärtig bei nur noch etwa 11.300 Punkten notiert, seien möglicherweise weitere Verluste von mehr als 1000 Dax-Punkten.

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