Kalihersteller Aktie von K+S stürzt ab

Bitterer Wochenstart für den deutschen Kaliproduzenten K+S: Der Konkurrent Uralkali steigt aus einer Vertriebsallianz in Russland aus, Experten erwarten mehr Wettbewerb und sinkende Preise. Die K+S-Aktie bricht ein.
Da hilft die größte Schaufel nichts: Branchenkenner rechnen mit einem Preiseinbruch bei Kali

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Foto: obs / K+S

Kassel/Perm - K+S hält die im Zusammenhang mit der Aufkündigung des russischen Exportbündnisses durch Uralkali genannten niedrigeren Kalipreise für nicht nachvollziehbar. "Die in der Presse kolportierten Preise für Kalidüngemittel sind für uns nicht nachvollziehbar und entsprechen aus unserer Sicht in keiner Weise der aktuellen Angebots- und Nachfragesituation", teilte der Düngemittel- und Salzproduzent am Dienstag in Kassel mit. Eine umfassende Bewertung der aktuellen Situation sei "derzeit nicht möglich".

K+S beobachte die Entwicklung "sehr genau". Die positiven mittel- und langfristigen Trends im Kalidüngemittelgeschäft haben aus Sicht der Kasseler "nach wie vor Bestand". Der russische Konkurrent Uralkali hatte am Morgen den Austritt aus einer mit der weißrussischen Belaruskali gemeinsam betriebenen Vertriebsorganisation BPC bekanntgegeben. Uralkali will zukünftig seine Produkte über eine eigene Organisation vermarkten. Experten rechnen daher mit einem deutlichen Rückgang bei den Preisen.

Die im Dax notierte Aktie von K+S stürzte am Dienstag ab. Zwischenzeitlich verlor sie 27 Prozent ihres Werts. Am Mittwoch setzte sich der Kursrutsch fort - die Marktkapitalisierung des Unternehmens schmolz binnen zwei Tagen um ein Drittel.

Uralkali ist einer der größten Kaliförderer weltweit mit einem Marktanteil von rund einem Fünftel der Produktion. Die Gesellschaft betreibt fünf Minen und beschäftigt 11.800 Mitarbeiter. China ist ein wichtiger Markt. Uralkali wolle die Förderung 2014 von 10,5 Millionen Tonnen im laufenden Jahr auf 13 Millionen Tonnen erhöhen, hieß es.

wed/ts/dpa-afx
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