Sonntag, 18. August 2019

Börse Deutsche Bank drückt Dax ins Minus

Stürmische Zeiten: Das Milliardenminus der Deutschen Bank im Schlussquartal belastet

Schwache Wirtschaftsdaten aus China und eine enttäuschende Jahresbilanz der Deutschen Bank haben den Dax belastet. Nach dem Rekordschluss vom Freitag gibt der deutsche Leitindex zunächst wieder nach.

Frankfurt am Main - Der Dax verlor zuletzt 0,3 Prozent auf 9713 Punkte. Klare Impulse von den Überseebörsen fehlten, woran sich aufgrund des Feiertages an der Wall Street im Verlauf auch nichts ändern werde, sagte IG-Marktstratege Christ Weston. Er machte in Asien eine etwas sinkende Risikoneigung der Anleger aus.

Dirk Gojny von der National-Bank sah dies ähnlich. Nach den schwachen China-Daten fehlten den Märkten im weiteren Tagesverlauf die Orientierungsmarken, da auch die europäischen Konjunkturdaten eher aus der zweiten Reihe kämen. Die chinesische Wirtschaft ist das zweite Jahr in Folge so langsam gewachsen wie zuletzt Ende der 90er Jahre. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde legte im vergangenen Jahr nur um 7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu.

Schlechtes Schlussquartal belastet Deutsche Bank

Unter den Einzelwerten sorgte die Jahresbilanz der Deutschen Bank für einen Stimmungsdämpfer. Wegen ihrer zahlreichen Altlasten und einem schwachen Investmentbanking fiel das Ergebnis 2013 erneut schwach aus. Zwar stieg der Überschuss auf 1,1 Milliarden Euro an, nach 315 Millionen Euro im Jahr 2012 - allerdings verfehlte der deutsche Branchenprimus damit die Erwartungen der Analysten deutlich. Aktien der Deutschen Bank Börsen-Chart zeigen verloren 4,4 Prozent, nachdem sie vorbörslich 5 Prozent nachgegeben hatten. Commerzbank Börsen-Chart zeigen rutschten 2,6 Prozent ab.

Ebenfalls von sich reden macht die Deutsche Telekom mit Verkaufsgesprächen für ihre Tochter T-Mobile US. Nach Presseinformationen verhandelt der Bonner Telekomkonzern mit dem japanischen Kommunikationskonzern Softbank Börsen-Chart zeigen. Auch wenn Softbank die Finanzierung mit Banken bereits geklärt habe, könne es immer noch Monate dauern, bis der Deal zustande komme, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Kreise. Ein Beobachter sagte, dies sollte die Spekulationen um die US-Tochter der Telekom weiter anheizen und die Aktie etwas stützen können. Aktien der Deutschen Telekom Börsen-Chart zeigen verloren 0,22 Prozent.

Größter Gewinner im Dax gegen den Trend waren die Aktien von HeidelbergCement Börsen-Chart zeigen , die 0,9 Prozent zulegten.

Ölpreise geben nach

Die Ölpreise sind nach den schwächeren Konjunkturdaten aus China leicht gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent Börsen-Chart zeigen zur Lieferung im März kostete zuletzt 106,30 Dollar. Das waren 18 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Ölsorte WTI sank um 69 Cent auf 93,90 Dollar.

ts/dpa-afx

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