Donnerstag, 12. Dezember 2019

Geldanlage Ökofinanzierer Prokon warnt Anleger vor Insolvenz

Windpark: Prokon fordert von seinen Anlegern die "Zusage, dass Sie uns Ihr Kapital mindestens bis zum 31.10.2014 nicht entziehen werden"

Hohe Renditen durch Windraftanlagen: So gewann der Ökoenergiefinanzierer Prokon rund 75.000 Anleger, die dem Unternehmen fast 1,4 Milliarden Euro anvertraut haben. Nun droht Prokon mit seiner eigenen Insolvenz, falls weiter Kapital abgezogen wird.

Itzehoe - "Eine Planinsolvenz kann nur verhindert werden, wenn wir für mindestens 95 Prozent des Genussrechtskapitals die Zusage erhalten, dass Sie uns Ihr Kapital mindestens bis zum 31.10.2014 nicht entziehen werden und einer Auszahlung innerhalb von 12 Monaten, die auch in Raten erfolgen kann, zustimmen", teilte das Unternehmen Prokon am Samstag auf seiner Internetseite mit.

Nach Angaben des Unternehmens gibt es über 75.000 Anleger, die Prokon fast 1,4 Milliarden Euro anvertraut haben.

Eine mögliche Insolvenz wäre eine der größten Pleiten am grauen Kapitalmarkt in Deutschland. Prokon ist mit zuletzt über 1,4 Milliarden Euro investiertem Genussscheinkapital der mit Abstand größte Anbieter von ökologischen Kapitalanlagen in der Bundesrepublik. Grund für den finanziellen Engpass sind offenbar Anleger, die Prokon den Rücken kehren.

la/dpa

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