Dienstag, 20. August 2019

Nach Quartalszahlen Facebook-Aktie geht auf Achterbahnfahrt

Facebook-Chef Mark Zuckerberg: 60 Prozent Umsatzplus im dritten Quartal

Facebook-Chef Mark Zuckerberg macht aus 59 Millionen Dollar Verlust binnen zwölf Monaten 425 Millionen Dollar Gewinn. Der Umsatz steigt um 60 Prozent. Anleger zünden ein Kursfeuerwerk. Doch dann schüttelt der Konzern die Märkte mit einer Ankündigung durch.

New York - Für das weltgrößte soziale Online-Netzwerk Facebook zahlt sich der Trend zur mobilen Internetnutzung zunehmend aus. Der Umsatz schoss im dritten Quartal um 60 Prozent auf 2,016 Milliarden Dollar in die Höhe, wie der Online-Treffpunkt nach Börsenschluss am Mittwoch mitteilte.

Damit übertraf der Google-Konkurrent die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten von 1,911 Milliarden Dollar. Im Berichtszeitraum erzielte das Netzwerk etwa 49 Prozent seiner Werbeeinnahmen auf Tablets und Smartphones - drei Monate zuvor waren es 41 Prozent.

Unter dem Strich habe ein Gewinn von 425 Millionen Dollar gestanden nach einem Verlust von 59 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum, teilte das in Kalifornien ansässige Unternehmen weiter mit. Die Facebook-Aktie Börsen-Chart zeigen legte im nachbörslichen Handel zunächst ein Kursfeuerwerk hin und schnellte um bis zu 15 Prozent in die Höhe.

Dann aber gab das Papier die Gewinne wieder ab und rutschte sogar 3 Prozent ins Minus. Das Unternehmen schüttelte die Märkte mit der Ankündigung durch, die Werbefrequenzen nicht erhöhen zu wollen. In den vergangenen drei Monaten hatten sich der Wert der Facebook-Anteilsscheine verdoppelt.

Nutzerzahlen steigen weiter

Facebook hat nach eigenen Angaben derzeit 1,19 Milliarden Nutzer nach 1,15 Milliarden Ende Juni. Das Unternehmen buhlte zuletzt mit einer Reihe von Neuerungen um die Gunst der mobilen Nutzer, investierte etwa in eine Facebook-App für Android-Smartphones und kaufte für fast eine Milliarde Dollar den beliebten Foto-Dienst Instagram.

In einem Medienbericht hatte es am Dienstag geheißen, dass sich der Smartphone-Pionier Blackberry Facebook zum Verkauf angeboten habe. Blackberry Börsen-Chart zeigen hat bereits das Interesse mehrerer Konzerne und Anteilseigner auf sich gezogen.

Das Karrierenetzwerk Linkedin Börsen-Chart zeigen stellt sich unterdessen auf einen Wachstumsdämpfer zum Jahresende ein. Im abgelaufenen Quartal allerdings übertraf der Umsatz mit 393 Millionen Dollar die Erwartungen. Die Nutzerzahl kletterte um 38 Prozent auf 259 Millionen. Linkedin hat sich im Internet anders als Facebook auf berufliche Kontakte und Karrieren spezialisiert. Geld verdient die Firma vor allem mit Lebensläufen, die die Nutzer auf die Seiten stellen.

mahi/rtr

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